Weltlage, Konsumsorgen

Weltlage und Konsumsorgen drĂŒcken bei Shein aufs GeschĂ€ft

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 10:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Eine unsichere Weltlage und schwierige Konsumbedingungen drĂŒcken auf das GeschĂ€ft der Shoppingplattform Shein.

Wie der ModehÀndler an der Hongkonger Börse mitteilte, waren die ersten sechs Monaten dieses Jahres von "geopolitischer KomplexitÀt und sich wandelnder Handelspolitik" bestimmt. Hinzu kam demnach, dass Verbraucher mit einer höheren Inflation konfrontiert waren.

Die Probleme spiegelten sich auch in den Zahlen wider. In dem Bericht meldete Shein fĂŒr das erste Halbjahr einen RĂŒckgang im Betriebsergebnis von rund 53 Prozent gegenĂŒber demselben Vorjahreszeitraum. Die Kennzahl gibt Aufschluss ĂŒber den Erfolg eines Unternehmens. FirmengrĂŒnder Xu Yangtian, auch bekannt als Chris Xu, betonte in der Mitteilung, dass trotz der globalen Lage die Zahl der Bestellungen und die Erlöse gestiegen seien.

Aktie im Minus

Die Aktie des Ultra-Fastfashion-HĂ€ndlers gab am Dienstag an der Hongkonger Börse deutlich um zeitweise rund zwölf Prozent nach. Damit erreichten die Anteile des in China gegrĂŒndeten und mittlerweile in Singapur ansĂ€ssigen Unternehmens nach dem BörsendebĂŒt am 1. September einen Tiefpunkt.

Schon zum Börsenauftakt waren Sheins Anteile damals ins Minus gerutscht. Steigende Logistikkosten bedingt durch die Lage im Nahen Osten und neue Zollregelungen in den USA und Europa waren damals schon ein Problem. In der EU gilt außerdem ab dem 1. November eine neue BearbeitungsgebĂŒhr fĂŒr Importe aus DrittlĂ€ndern, mit der BrĂŒssel die Flut an Billigpaketen eindĂ€mmen will. Die neuen Regeln dĂŒrften auch Shein und andere OnlinehĂ€ndler wie Temu oder AliExpress betreffen.

Shein blickt auf viertes Quartal

Nach eigenen Angaben rechnet Shein fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte weiter mit Herausforderungen durch Zölle und schwankenden Frachtkosten. Mehr Bestellungen erwartet das Unternehmen dann wieder im vierten Quartal unter anderem durch die Weihnachtszeit oder Aktionen wie den "Black Friday".

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