Schneider wirbt fĂŒr Elektro-PrĂ€mie
19.01.2026 - 12:14:42FĂŒr ihn als Umweltminister sei die ElektromobilitĂ€t ein HoffnungstrĂ€ger, sagte der SPD-Politiker Carsten Schneider bei der Vorstellung der Einzelheiten in Berlin. "Sie ermöglicht uns, ohne Benzin und Diesel mobil zu sein, also das Klima zu schĂŒtzen und unabhĂ€ngiger zu sein von den Machtspielen der Ălstaaten und von schwankenden Spritpreisen."
Die neue KaufprÀmie werde der deutschen und europÀischen Autobranche Schub verleihen, sagte Schneider voraus. "Das sind jetzt richtig geile Autos, die von deutschen Herstellern auf dem Markt sind."
Wer weniger verdient oder Kinder hat bekommt mehr
GrundsĂ€tzlich gilt: Wer weniger verdient oder Kinder hat, soll stĂ€rker von der neuen Förderung fĂŒr Kauf oder Leasing eines Elektroautos profitieren. Je nach persönlichen UmstĂ€nden sind zwischen 1.500 und 6.000 Euro staatliche UnterstĂŒtzung drin.
Die Fördergrenze liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro, bei zwei Kindern bei 90.000 Euro. Die Basisförderung liegt fĂŒr reine Elektroautos bei 3.000 Euro. FĂŒr Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, fĂŒr Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro.
Die HÀlfte der Haushalte, die in den vergangenen Jahren ein Elektroauto angeschafft haben, lag nach Angaben Schneiders unter der 80.000-Euro-Grenze. "Damit kann die unterere HÀlfte derer, die privat in den letzten Jahren ein Auto angeschafft haben, von dieser PrÀmie profitieren." Elektro-Dienstwagen werden durch niedrigere SteuersÀtze gefördert.
Schneider erwartet mehr gĂŒnstige Autos
Im vergangenen Jahr seien ungefÀhr 80 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europÀischer Produktion gewesen, sagte Schneider. Plug-in-Hybride sind Autos, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können.
Auch die Top Ten der neu zugelassenen E-Fahrzeugmodelle zeigten, wie stark die deutsche Autoindustrie sei, so der Minister. "In diesem Jahr werden noch weitere und auch gĂŒnstigere Modelle der deutschen Hersteller auf den Markt kommen."
Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes kamen vergangenes Jahr die elf am hÀufigsten neu zugelassenen reinen Elektroautos aus dem VW DE0007664039-Konzern oder der BMW DE0005190003-Gruppe. Allen voran VWs ID.7 und ID.3. Bei Plug-in-Hybriden ist die Situation nicht ganz so deutlich, auch hier kommen aber sieben der zehn beliebtesten Modelle von BMW, Mercedes DE0007100000 oder aus dem VW-Konzern.
Förderung nicht nur fĂŒr reine Elektroautos
Weniger Geld gibt es fĂŒr sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. FĂŒr diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
Damit Autos mit diesen Technologien förderfĂ€hig sind, dĂŒrfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoĂen oder mĂŒssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. FĂŒr die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den PrĂŒfstand, angedacht sind dann Vorgaben, die sich stĂ€rker am CO2-AusstoĂ im realen Betrieb orientieren.
Dass es erneut zu einem abrupten Förderstopp kommt, wie Ende 2023 unter der damaligen Ampel-Regierung aus SPD, GrĂŒnen und FDP, fĂŒrchtet Schneider nicht. "Die Mittel sind auskömmlich" und sollten erst einmal ausreichen, versicherte er.

