WeRide startet ersten autonomen Linienbus in Europa
26.01.2026 - 22:52:11Leuven setzt mit autonomem Shuttle auf öffentlicher Buslinie europäischen Meilenstein. Das chinesische Unternehmen WeRide hat heute den ersten kommerziellen Robobus-Betrieb in einer europäischen Innenstadt gestartet. In Partnerschaft mit dem flämischen Verkehrsbetrieb De Lijn ist der autonome Shuttle nun fester Bestandteil der regulären Buslinie 16 in der belgischen Universitätsstadt.
Vom Testlauf zum Alltagsverkehr
Der Schritt markiert einen Wendepunkt: Statt eines isolierten Pilotprojekts fährt das Fahrzeug nun im gemischten Stadtverkehr und ist voll in den öffentlichen Nahverkehr integriert. Die Route verbindet auf vier Kilometern den Hauptbahnhof mit dem Campus Heverlee und bedient neun Haltestellen. Eine Fahrt dauert etwa 18 Minuten.
Für Fahrgäste ändert sich wenig. Sie nutzen die gleichen digitalen Tickets wie für andere Busse. Der Shuttle bietet Platz für acht Personen und fährt bis zu 40 km/h. Zunächst ist noch ein Sicherheitsbegleiter an Bord, langfristig soll das Fahrzeug komplett führerlos unterwegs sein.
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Schlüssel war die behördliche Genehmigung
Erst im September 2025 erhielt WeRide die erste bundesweite Testgenehmigung Belgiens für ein Level-4-autonomes Fahrzeug. Diese regulatorische Hürde zu nehmen, war entscheidend für den heutigen start. Das Projekt zeigt, wie öffentlich-private Partnerschaften neue Mobilität voranbringen können.
De Lijn als Betreiber integrierte den Service, die Stadt Leuven stellte die Infrastruktur. Ein EU-Programm für nachhaltige Stadtmobilität unterstützte das Vorhaben. „Dieses Modell ist wegweisend für andere Städte“, erklärt ein Projektsprecher.
Europaweite Signalwirkung
Während es in Frankreich und der Schweiz bereits autonome Shuttles gibt, ist die vollständige Integration in einen bestehenden Linienverkehr neu. „Das ist eine europäische Premiere für ein öffentliches Verkehrsunternehmen“, betont De Lijn.
Für WeRide ist Leuven der nächste Schritt in der Europa-Expansion. Das Unternehmen demonstriert, dass seine Technologie komplexe städtische Umgebungen meistern kann. Gelingt der Betrieb, könnte das der Startschuss für weitere Städte in Flandern und darüber hinaus sein.
Autonome Shuttles als Lösung für Verkehrsprobleme?
Politiker sehen in der Technologie Antworten auf aktuelle Herausforderungen. Autonome Kleinbusse könnten die „erste und letzte Meile“ zum Bahnhof überbrücken oder bei Personalmangel einspringen. Flämische Minister, die heute mitfuhren, sprachen sich für einen dauerhaften Einsatz aus.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie gut das Angebot angenommen wird. Gelingt der Betrieb in Leuven, dürfte das den Weg für ähnliche Projekte in anderen europäischen Metropolen ebnen. Die Zukunft des autonomen Fahrens beginnt heute – mitten im belgischen Stadtverkehr.
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