Wettbewerbsrat, Scandlines

Wettbewerbsrat rĂŒgt Scandlines wegen hoher FĂ€hrpreise

Veröffentlicht am: 24.06.2026 um 17:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die FĂ€hrgesellschaft Scandlines soll in der Vergangenheit unangemessen hohe Preise fĂŒr Überfahrten mit dem Auto zwischen Puttgarden auf Fehmarn und dem dĂ€nischen RĂždby kassiert haben.

Damit habe Scandlines sein Monopol auf der Route ausgenutzt, hieß es in einer Mitteilung der dĂ€nischen Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde. Die FĂ€hrgesellschaft kann die Entscheidung noch anfechten. Scandlines reagierte zunĂ€chst nicht auf eine Anfrage.

Konkret geht es bei der Entscheidung des Wettbewerbsrats um die Jahre 2017 bis 2019. "Unsere Berechnungen zeigen, dass die Rendite des Unternehmens beim Transport von Passagieren in Pkw deutlich ĂŒber dem Niveau lag, das in einem Markt mit wirksamem Wettbewerb zu erwarten wĂ€re", wurde der Vorsitzende des Rats, Christian Schultz, in einer Mitteilung zitiert. "Das hat richtig viele Verbraucher getroffen - mehr als eine Million Autos nutzen jĂ€hrlich die FĂ€hrroute. Es handelt sich deshalb um große Summen."

KĂŒnftig Nachweise verlangt

Der Wettbewerbsrat forderte Scandlines auf, den Missbrauch unverzĂŒglich zu beenden. Bis zur Eröffnung der Fehmarnbelt-Verbindung, "die frĂŒhestens 2032 erwartet wird", muss das Unternehmen zudem jĂ€hrlich nachweisen, dass es keine unangemessen hohen Preise auf der Strecke verlangt. "Die Pflicht zur Einreichung von Nachweisen ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Preise und ErtrĂ€ge von Scandlines weiterhin sehr hoch zu sein scheinen."

Die FÀhren der Reederei aus Kopenhagen verkehren zwischen Deutschland und DÀnemark. Scandlines transportiert Passagiere, Autos und Fracht zwischen dem schleswig-holsteinischen Puttgarden und dem dÀnischen RÞdby sowie zwischen Rostock und Gedser (DÀnemark). 2024 registrierte Scandlines 6,4 Millionen Passagiere.

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