WhatsApp: Unverschlüsselte Backups sind das große Sicherheitsleck
26.01.2026 - 04:42:12WhatsApp-Nutzer übersehen oft eine kritische Sicherheitslücke. Während die Chats selbst Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind, landen die automatischen Backups in der Cloud standardmäßig ungeschützt. Das betrifft über zwei Milliarden Nutzer.
Die starke Verschlüsselung der Live-Konversationen endet, sobald ein Backup auf Google Drive oder iCloud gespeichert wird. Dort liegen private Nachrichten, Fotos und sensible Daten dann offen. Bei einem Datenleck des Cloud-Anbieters oder einem gehackten Konto geraten diese Informationen leicht in falsche Hände.
Die automatische Backup-Funktion ist praktisch, besonders beim Gerätewechsel. Doch die Bequemlichkeit hat einen hohen Preis: In der Standardeinstellung können die Cloud-Anbieter theoretisch auf die Chat-Historien zugreifen. Auch Behörden mit entsprechenden Anordnungen bekämen so Zugriff.
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Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für aktive Chats schützt nur die Übertragung zwischen den Geräten. Das Cloud-Backup war lange die Achillesferse dieses Sicherheitsversprechens. Experten warnen: Ohne zusätzliche Verschlüsselung klafft hier eine signifikante Lücke.
So schalten Sie den Rundumschutz ein
WhatsApp bietet eine optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Backups an. Nutzer müssen sie aber manuell aktivieren. Die Einstellung ist in wenigen Schritten erledigt:
- Öffnen Sie Einstellungen > Chats > Chat-Backup.
- Tippen Sie auf “Ende-zu-Ende-verschlüsseltes Backup” und wählen Sie “Aktivieren”.
- Legen Sie eine Sicherungsmethode fest: ein selbst gewähltes Passwort, einen automatisch generierten 64-stelligen Schlüssel oder einen Passkey (per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung).
Nach der Aktivierung können weder WhatsApp noch der Cloud-Anbieter auf die gesicherten Daten zugreifen.
Die Crux: Wer den Schlüssel verliert, verliert alles
Die erhöhte Sicherheit bringt mehr Verantwortung mit sich. Wer sein Passwort oder den 64-stelligen Schlüssel verliert, kann sein Backup nicht wiederherstellen. WhatsApp bietet keine Passwort- Rücksetzung an.
Nutzer sollten ihren Schlüssel daher an einem extrem sicheren Ort hinterlegen. Ein Passwort-Manager ist hier eine gute Lösung. Die Passkey-Option, verfügbar auf Android 9 und neuer, ist benutzerfreundlicher, da das Risiko des Vergessens entfällt.
Die optionalen Einstellungen zeigen einen Trend: Nutzer erhalten mehr Kontrolle über ihre Datensicherheit, müssen aber auch selbst aktiv werden. Angesichts steigender Cyberkriminalität wird der Druck auf Entwickler wachsen, sichere Voreinstellungen zum Standard zu machen. Bis dahin liegt es in der Hand der Nutzer, Lücken wie die unverschlüsselten Backups selbst zu schließen.
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