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WDH: Patentamt an Bevölkerung: Bitte keine Fake-Geschenke zum Fest

10.12.2024 - 07:03:29

(Wiederholung: Tippfehler)MÜNCHEN - Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) warnt die Bevölkerung beim weihnachtlichen Geschenkekauf vor einer HĂ€ufung gefĂ€lschter Markenartikel.

(Wiederholung: Tippfehler)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) warnt die Bevölkerung beim weihnachtlichen Geschenkekauf vor einer HĂ€ufung gefĂ€lschter Markenartikel. Die Adventszeit ist nach EinschĂ€tzung von Behördenchefin Eva Schewior Hochsaison fĂŒr die ProduktfĂ€lscher: "In manchen Onlineshops hĂ€ufen sich aber gerade zu Weihnachten scheinbar gĂŒnstige Angebote, die sich als minderwertige FĂ€lschungen herausstellen", sagte die DPMA-PrĂ€sidentin. "Feiern Sie Ihr Fest ohne Fakes."

Rapider Anstieg

Das Patentamt nannte keine Online-Shops namentlich. Die EU-Kommission hatte jedoch Ende Oktober ein Verfahren gegen das chinesische Portal Temu mit dem Vorwurf eingeleitet, das Unternehmen tue nicht genug gegen den Verkauf von Plagiaten. Auch gegen andere chinesische Online-ShoppingkanĂ€le gibt es entsprechende VorwĂŒrfe. 2023 hatten die europĂ€ischen Zollbehörden an den EU-Außengrenzen und im Binnenmarkt 152 Millionen gefĂ€lschte Artikel sichergestellt, 77 Prozent mehr als im Jahr davor.

Hauptherkunftsland China

Dies fĂ€llt zeitlich zusammen mit der schnellen Expansion chinesischer Shopping-Plattformen in Europa. Die Zollbehörden beschlagnahmen inzwischen auch die meisten gefĂ€lschten Produkte in Postpaketen oder Expresssendungen. Zwei Drittel der beschlagnahmten Fake-Waren waren demnach in China - inklusive Hongkongs - hergestellt, wie in einem Bericht der EU-Kommission und des EuropĂ€ischen Amts fĂŒr geistiges Eigentum (EUIPO) nachzulesen ist.

Besonders hĂ€ufig beschlagnahmt werden gefĂ€lschte beziehungsweise raubkopierte Videospiele, Brettspiele, Verpackungsmaterialien, Spielzeug, Zigaretten sowie CDs und DVDs. GefĂ€lscht werden aber auch Maschinen, Werkzeug, Autoersatzteile oder Medikamente. "Solche Fakes schaden unserer Wirtschaft, gefĂ€hrden oft die Gesundheit und machen am Ende niemanden glĂŒcklich", sagte Schewior.

Vor allem JĂŒngere kaufen bewusst Fakes

Die Kunden sind sich demnach in etlichen FĂ€llen durchaus bewusst, dass sie keine echten Markenartikel kaufen: Laut EUIPO-Erhebungen haben zehn Prozent aller Deutschen schon einmal wissentlich einen gefĂ€lschten Artikel gekauft, unter den JĂŒngeren zwischen 15 und 24 sogar fast vierzig Prozent.

@ dpa.de