Wien investiert 149 Millionen Euro in Arbeitsmarkt-Offensive
22.01.2026 - 12:01:12Wien startet mit einem 149-Millionen-Euro-Paket ins neue Wirtschaftsjahr. Der Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds (waff) setzt damit auf Qualifizierung, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und vulnerablen Gruppen zu helfen. Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak stellte das Programm vergangene Woche vor.
Experten werten die Rekordinvestition als Stabilitätssignal. Denn obwohl das WIFO für Wien 2026 ein Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert, bleibt die Arbeitsmarktlage angespannt. Die Zahl der Arbeitssuchenden ist weiter hoch.
Jobs PLUS Ausbildung: 2.600 neue Karrieren
Das Herzstück der Strategie ist das Programm „Jobs PLUS Ausbildung“. Es reagiert auf den akuten Mangel in Schlüsselbranchen wie Pflege, IT und Klimaschutz. Das Modell kombiniert kostenlose Ausbildung mit einer Jobgarantie.
- Rund 2.600 Wienerinnen und Wiener sollen 2026 über das Programm umsteigen.
- Teilnehmer erhalten während der Qualifizierung finanzielle Unterstützung.
- Schwerpunkte liegen auf Daseinsvorsorge und „grünen Berufen“.
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Insgesamt sollen über 41.600 Personen von den waff-Angeboten profitieren. Kann diese Offensive den Fachkräftemangel spürbar lindern?
Joboffensive 50plus: Erfahrung zurückholen
Ein weiterer zentraler Pfeiler ist die „Joboffensive 50plus“. Sie bietet Unternehmen attraktive Lohnkostenförderungen für die Einstellung langzeitarbeitsloser Menschen über 50. Die Förderung ist gestaffelt, um das Risiko für Betriebe zu minimieren.
Das Programm hat sich als effektiv erwiesen, um brachliegendes Know-how zurück in den Arbeitsmarkt zu holen. Für die Teilnehmer bedeutet es mehr als ein Einkommen: die Rückkehr in soziale Strukturen und die Wertschätzung ihrer Kompetenz.
FiT-Programm: Frauen erobern Technik-Berufe
Gegen den Gender-Gap startet die Initiative „FiT – Frauen in Handwerk und Technik“. Ziel ist es, den Frauenanteil in besser bezahlten technischen Berufen zu steigern. Das soll langfristig auch Altersarmut vorbeugen.
Zusätzlich baut der waff seine Beratung für Wiedereinsteigerinnen aus. Unterstützung gibt es auch über das Wiener Bildungskonto für berufliche Weiterbildungen.
Wirtschaftlicher Hintergrund: Höchststand bei Beschäftigung
Das Paket kommt in einer Phase differenzierter Entwicklung. Wien verzeichnet mit 941.000 unselbständig Beschäftigten einen historischen Höchststand. Gleichzeitig steigt das Arbeitskräfteangebot durch Zuzug leicht an.
Die ersten großen Ausbildungskurse in Pflege und IT starten in den kommenden Monaten. Rund 1.300 Wiener Unternehmen kooperieren bereits mit dem waff bei der Fachkräftesicherung. Ob die Quote signifikant sinkt, wird sich zeigen – die Weichen für eine aktive Politik sind gestellt.
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