Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Italcer-Übernahme Ende April abgeschlossen

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 08:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Wienerberger kauft gezielt Unternehmen in Nordeuropa und Serbien, um die schwächelnde Baukonjunktur auszugleichen und das Portfolio zu diversifizieren.

Wienerberger Aktie: Expansionskurs trotz Baustellenflaute
Wienerberger - Abstrakte, atmosphärische Szene, die den Baustoff- und Bausektor darstellt, mit einem Gefühl von Wachstum und Expansion. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wienerberger setzt trotz schwieriger Marktlage auf Angriff. Der Ziegelriese kauft sich massiv in neue Märkte ein. Damit will das Management die Flaute im Bausektor ausgleichen. Jetzt müssen die Zukäufe beweisen, dass sie die Bilanz retten können.

Die Aktie notierte zum Monatswechsel bei 22,78 Euro. Damit kletterte das Papier über die kurzfristige 20-Tage-Linie. Es ist ein erstes Lebenszeichen nach dem Kursrutsch seit Februar.

Zukäufe gegen die Krise

Der Konzern verfolgt konsequent seine Expansionsstrategie. Mit der NEWS Group sicherte sich Wienerberger den Zugang zum nordischen Wassermanagement. Ende April schloss das Unternehmen zudem die Italcer-Übernahme erfolgreich ab.

In Serbien unterzeichnete das Management im Mai den Kauf der Univerzum Group. Dieser Schritt festigt die Marktführerschaft bei Tondachziegeln in Südosteuropa. CEO Heimo Scheuch setzt auf ein breiteres Portfolio, um die Abhängigkeit von Einzelmärkten zu senken.

Personalwechsel und operative Wende

An der Spitze gibt es neue Impulse. Gerhard Hanke rückte zum 1. Juni zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden auf. Er soll die operative Schlagkraft erhöhen.

Das ist nötig: Im ersten Quartal drückten Inflation und schlechtes Wetter das Ergebnis ins Minus. Parallel dazu registrierte Wienerberger im Frühjahr eine Volumenerholung. Die Nachfrage in Europa stieg zuletzt im zweistelligen Prozentbereich.

In den kommenden Wochen beginnt für den Konzern die Quiet Period. Aktionäre erfahren im August, wie stark die neuen Töchter zum Ergebnis beitragen. Analysten kalkulieren aktuell mit einem Jahresgewinn von 1,60 Euro je Aktie. Die Dividende soll stabil bei 0,95 Euro bleiben.

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