Wirbelsäulen-Therapie, Wege

Wirbelsäulen-Therapie: Neue Wege gegen chronische Nacken- und Rückenschmerzen

28.01.2026 - 18:30:12

Rückenschmerzen plagen Millionen Deutsche – doch moderne Therapien bieten präzise Lösungen. Vom gezielten Infiltrationen bis zu minimalinvasiven Eingriffen hat sich die Behandlung revolutioniert.

Die Zahlen sind alarmierend: Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen leidet regelmäßig unter Nacken- oder Kreuzschmerzen. Langes Sitzen, Bewegungsmangel und einseitige Belastungen im Alltag führen zu schmerzhaften Verspannungen und Verschleiß. Besonders die hochbeweglichen Abschnitte der Halswirbelsäule (HWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) sind anfällig. Die Folgen reichen von lokalen Schmerzen bis zu ausstrahlenden Beschwerden in Arme und Beine – oft der Beginn eines chronischen Leidenswegs.

Warum trifft es gerade diese Regionen so häufig? Die HWS und LWS tragen die Hauptlast unserer Bewegungen und sind gleichzeitig extrem flexibel. Chronische Fehlhaltungen, etwa durch stundenlange Bildschirmarbeit, beschleunigen den Verschleiß. Das kann zu Bandscheibenvorfällen, Arthrose der kleinen Wirbelgelenke oder Verengungen des Wirbelkanals führen. Was mit gelegentlichem Zwicken beginnt, entwickelt sich ohne Behandlung oft zum Dauerproblem.

Gezielte Infiltrationen: Wenn Physiotherapie nicht mehr ausreicht

Die erste Wahl bei Wirbelsäulenproblemen bleiben konservative Methoden: Physiotherapie, manuelle Behandlung und entzündungshemmende Medikamente. Doch was, wenn das nicht genügt? Dann kommt die interventionelle Schmerztherapie ins Spiel. Unter präziser Bildkontrolle werden Medikamente direkt an den Schmerzherd gespritzt.

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Zwei etablierte Verfahren sind die periradikuläre Therapie (PRT) und die Facettenblockade. Bei der PRT gelangt ein Medikamentengemisch in die Nähe einer gereizten Nervenwurzel – besonders wirksam bei ausstrahlenden Schmerzen durch Bandscheibenvorfälle. Die Facettenblockade zielt auf die kleinen Wirbelgelenke, deren Verschleiß oft für hartnäckige lokale Schmerzen verantwortlich ist. Diese gezielten Infiltrationen unterbrechen das Schmerzgedächtnis und hemmen Entzündungen.

Minimalinvasive Chirurgie: Winzige Schnitte, große Wirkung

Für Patienten, bei denen auch Infiltrationen nicht den gewünschten Erfolg bringen, bieten minimalinvasive Operationen eine schonende Alternative. Über Hautschnitte von nur wenigen Millimetern arbeiten Spezialinstrumente direkt an der Wirbelsäule. Bandscheibenvorfälle oder knöcherne Engstellen können so präzise entfernt werden.

Ein weiterer Ansatz ist die thermische Denervierung. Dabei werden die schmerzleitenden Nervenfasern an den Wirbelgelenken gezielt verödet. Der Vorteil: Das umliegende Gewebe bleibt weitgehend unversehrt. Die Genesung verläuft schneller, Narbenbildung und Operationsrisiko sind geringer. Viele dieser Eingriffe sind heute ambulant möglich.

Ganzheitliche Konzepte: Die Zukunft der Schmerztherapie

Die modernste Entwicklung bei therapieresistenten chronischen Schmerzen ist die Rückenmarkstimulation. Ein implantierter Impulsgeber sendet schwache elektrische Signale ans Rückenmark, die die Schmerzreize überlagern. Doch die größte Erkenntnis der letzten Jahre betrifft die Behandlung selbst: Die besten Ergebnisse erzielen multimodale Konzepte.

Hier arbeiten Orthopäden, Neurochirurgen, Schmerztherapeuten und Physiotherapeuten Hand in Hand. Sie entwickeln für jeden Patienten ein individuelles Programm, das körperliche und psychologische Aspekte chronischer Schmerzen gleichermaßen berücksichtigt. Prävention durch Bewegung und ergonomische Arbeitsplätze bleibt dabei der wichtigste Baustein – denn die beste Therapie ist immer noch die, die gar nicht erst nötig wird.

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