WKO startet mit neuer PrÀsidentin Martha Schultz Reformkurs
26.01.2026 - 00:04:12Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) beginnt mit neuer Führung einen umfassenden Reformprozess. Mitte Januar übernahm die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz offiziell das Präsidentenamt. Sie folgt auf Harald Mahrer, der im November 2025 nach einer Debatte über Spitzengagen zurücktrat.
Schultz, bisherige Vizepräsidentin, wurde bis 2030 bestätigt. Ihre zentrale Aufgabe: das verlorene Vertrauen der Mitgliedsbetriebe zurückgewinnen. Unmittelbar nach Amtsantritt kündigte sie an, den eingeleiteten Reformweg konsequent fortzusetzen. Eine eigens eingerichtete Reformgruppe soll Strukturen modernisieren.
„Aufbruch 2026“: Transparenz und Effizienz im Fokus
Im Zentrum der Agenda stehen klare Ziele: mehr Effizienz, volle Transparenz und ein spürbarer Mehrwert für die Mitglieder. „Ich werde keine Zeit verlieren“, betonte Schultz. Sie will mit allen Fraktionen der Kammer zusammenarbeiten. Erste Ergebnisse plant sie bereits für Juni dem Wirtschaftsparlament vorzulegen.
Arbeitszeiterfassung ist längst kein Nice-to-have mehr – nach aktuellen Urteilen und Gesetzesanforderungen müssen viele Arbeitgeber ihre Zeiterfassungssysteme anpassen, sonst drohen Nachforderungen und Bußgelder. Gerade in einer Phase, in der die WKO Bürokratieabbau und verlässliche Rahmenbedingungen fordert, lohnt sich jetzt eine rechtskonforme Umsetzung. Ein kostenloses E‑Book erklärt praxisnah, wie Sie die Arbeitszeiterfassung gesetzeskonform einführen, mit fertigen Mustervorlagen die Lohnverrechnung vereinfachen und Prüfrisiken minimieren. Arbeitszeiterfassung jetzt rechtssicher umsetzen
Der Druck für Veränderung ist hoch. Auslöser der Krise waren als exorbitant bewertete Gehaltserhöhungen für Spitzenfunktionäre in mehreren Landeskammern. Diese Erhöhungen wurden inzwischen flächendeckend zurückgenommen. Die Aufarbeitung und die Schaffung transparenter, einheitlicher Regelungen gelten als Schlüsselaufgabe. Eine externe Prüfung der Neuregelungen soll für Glaubwürdigkeit sorgen.
Fachkräftemangel und Bürokratieabbau als Top-Themen
Neben internen Reformen drängen wirtschaftspolitische Herausforderungen. Der anhaltende Fachkräftemangel bleibt eine der größten Baustellen für den Standort Österreich. Schultz fordert wirksame und nachhaltige Lösungen. Weitere Schwerpunkte sind:
* Die Stärkung der Vollzeitarbeit
* Die bessere Integration älterer Arbeitnehmer
* Verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen
Die Bundesregierung hat erste Schritte wie Anpassungen bei der Bildungskarenz unternommen. Aus Sicht der WKO sind das richtige Signale – doch es braucht mehr. Ein stärkerer Abbau von Bürokratie soll Investitionen beschleunigen und die Lohnverrechnung vereinfachen.
Neustart nach der Gehaltsaffäre
Der Wechsel an der Spitze markiert einen Wendepunkt für die mächtige Sozialpartner-Institution. Die Berufung der erfahrenen Schultz gilt als Signal für Kontinuität bei gleichzeitig notwendigem Wandel.
Kritiker fragen: Kann eine langjährige Vizepräsidentin das System, das sie mitprägte, grundlegend reformieren? Ihre Befürworter loben dagegen Tatkraft und Gestaltungswillen. Eine weitere Aufgabe kommt hinzu: Schultz muss neue Vorwürfe des Postenschachers in der Wiener Landesgruppe aufklären.
Der Juni wird zum ersten Prüfstein
Die kommenden Monate zeigen, ob der Neustart gelingt. Die Präsentation der ersten Reformergebnisse im Juni wird ein wichtiger Meilenstein. Bis dahin muss die Führung beweisen, dass sie Strukturen tatsächlich modernisieren kann.
Gleichzeitig muss die Kammer nach außen wirksame Akzente setzen. Bei verhaltener Konjunkturprognose sind die Erwartungen der Mitgliedsbetriebe hoch. Projekte wie das „Chancenpaket für international orientierte Unternehmen“ werden zum Gradmesser für den Erfolg der neuen Ära.
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