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Wolters Kluwer Aktie: 62 Prozent erwarten Ende der Honorarstunde

31.05.2026 - 10:48:15 | boerse-global.de

Wolters Kluwer-Studie zeigt: Künstliche Intelligenz verändert Rechts- und Steuerberatung grundlegend. Alte Datenstrukturen bremsen den Fortschritt.

Wood Space verdoppelt Umsatz und sichert sich Millionen-Förderung - Foto: über boerse-global.de
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Die Automatisierung erreicht die Büros von Anwälten und Steuerberatern. Der Weg zur künstlichen Intelligenz (KI) ist jedoch steiniger als gedacht. Wolters Kluwer identifiziert eine veraltete Dateninfrastruktur als zentrales Hindernis für den technologischen Sprung.

Datenchaos bremst Steuerberater

In der Steuerberatung klafft eine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Rund 70 Prozent der Kanzleien planen, ihre Investitionen in KI binnen drei Jahren massiv zu steigern. Parallel dazu zeigt sich ein technischer Rückstand.

30 Prozent der befragten Firmen haben bisher weniger als ein Viertel ihrer IT-Infrastruktur integriert. Ohne saubere Datenbasis bleiben die erhofften Effizienzgewinne aus. Die KI soll Fachkräfte unterstützen, nicht ersetzen.

Das Aus für die Honorarstunde

In der Rechtsberatung ist die KI-Nutzung bereits Alltag. Über 90 Prozent der Juristen nutzen entsprechende Werkzeuge. Das rüttelt an den Grundfesten der Branche.

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62 Prozent der Experten erwarten, dass das Modell der abrechenbaren Stunde bald ausgedient hat. KI erledigt Routineaufgaben schneller. Das setzt die traditionelle Honorarstruktur unter Druck.

Effizienzgewinne und Kursdruck

Die wirtschaftlichen Vorteile sind bereits messbar. 52 Prozent der Rechtsorganisationen melden steigende Umsätze durch den KI-Einsatz. Rund 60 Prozent der Kanzleien sparen wöchentlich bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit ein.

Derweil identifizieren 39 Prozent der Befragten fehlende Schulungen als größte Hürde. Softwareanbieter müssen daher verstärkt auf begleitende Ausbildung setzen. Nur so gelingt die tiefe Integration in die Kernprozesse.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit des Umbruchs wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 61,08 Euro — ein Plus von 0,43 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 30 Prozent an Wert verloren.

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Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 157,05 Euro bleibt mit über 60 Prozent massiv. Das 52-Wochen-Tief markierte der Kurs erst Mitte Mai bei 57,52 Euro.

Wolters Kluwer fokussiert sich auf die operative Einbettung von KI. Lösungen wie CCH Tagetik helfen Großkunden wie BNP Paribas bei der Datenabstimmung. Angesichts strengerer Governance-Regeln in der Eurozone bleibt die Nachfrage nach transparenten Software-Lösungen hoch.

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