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World Robot Olympiad 2026: Roboter als Hüter der Kultur

25.01.2026 - 05:35:12

Die World Robot Olympiad startet ihre globale Saison mit dem Motto 'Robots Meet Culture'. Zehntausende Jugendliche entwickeln Lösungen, um kulturelles Erbe mit Robotik zu bewahren und neu zu erzählen.

Die World Robot Olympiad (WRO) stellt ihre globale Saison unter das Motto „Robots Meet Culture“. Zehntausende junge Tüftler in fast 100 Ländern sollen so die Schnittstelle von Robotik, Kunst und Kulturerbe erkunden. Die Aufgaben für den Wettbewerb 2026 sind seit Mitte Januar veröffentlicht und führen zum internationalen Finale im Dezember in Puerto Rico.

Kreative Partner für das Kulturerbe

Der thematische Schwerpunkt „Roboter treffen Kultur“ durchzieht alle Wettbewerbskategorien. Die Teilnehmer sind aufgefordert, Roboter zu entwickeln, die kulturelles Erbe bewahren, schützen und zugänglich machen. Konkret könnte das bedeuten: Roboter, die historische Artefakte restaurieren, bei der Schaffung digitaler Kunst assistieren oder Gemeinschaften helfen, ihre Geschichten neu zu erzählen.

Damit verlagert die WRO den Fokus von rein technischen Lösungen hin zu gesellschaftlicher Wirkung. Die Jugendlichen sollen überlegen, wie Automatisierung kulturelle Traditionen stützen – und nicht ersetzen – kann. Diese interdisziplinäre Herangehensweise verbindet MINT-Fächer mit Geisteswissenschaften und fördert ein ganzheitliches Technikverständnis.

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Vier Kategorien für jedes Alter

  • RoboMission: In dieser Kerndisziplin programmieren Teams autonome Roboter für Missionen auf einem Spielfeld. Getestet werden Präzision und Ingenieurskunst in Altersgruppen von 8 bis 19 Jahren.
  • Future Innovators: Hier entwickeln die Jugendlichen eigene Roboter-Projekte, die ein reales Problem im Kulturbereich lösen. Kreativität, Forschung und unternehmerisches Denken stehen im Vordergrund.
  • RoboSports: Ein spannender, sportlicher Wettkampf, bei dem Roboter gegeneinander antreten. Gefragt sind robustes Design und strategische Programmierung.
  • Future Engineers: Eine anspruchsvolle Kategorie für ältere Schüler, die komplexe ingenieurtechnische Probleme mit Robotern lösen müssen.

Der Weg führt über Europa nach Puerto Rico

Mit den veröffentlichten Regeln beginnt für die Teams nun der mehrstufige Qualifikationsweg. Sie starten in regionalen und nationalen Ausscheiden. Ein wichtiger Meilenstein in Europa ist die WRO Open Championship Europe vom 13. bis 16. Oktober 2026 in Zagreb, Kroatien.

Die weltbesten Teams treffen sich schließlich vom 8. bis 10. Dezember 2026 beim International Final in Puerto Rico. Der Karibikstaat war bereits bei der Abschlusszeremonie des Vorjahresevents in Singapur als Gastgeber bekannt gegeben worden. Das Finale ist der Höhepunkt eines intensiven Jahres der Kollaboration und des Lernens für die nächste Generation von Innovatoren.

Ein Bildungstrend gewinnt an Fahrt

Die Ausrichtung der WRO 2026 spiegelt einen wachsenden Bildungstrend wider: Technische Kompetenzen sollen immer stärker mit kreativem und kritischem Denken verknüpft werden. Die Teilnehmer werden angehalten, nicht nur Programmierer, sondern auch kontextbewusste Gestalter zu sein.

Bis zu ihren ersten Wettkämpfen haben die Teams nun Zeit, ihre Roboter zu konzipieren, zu bauen und zu testen. Die detaillierten Aufgaben für die jüngsten Teilnehmer in der „WRO Starter“-Kategorie werden voraussichtlich um den 20. Februar veröffentlicht. Dann steht das komplette Programm für eine Saison, in der Roboter auf Kultur treffen.

@ boerse-global.de