WDH / ROUNDUP: Niedrigere Zinsen und mehr Marktanteile helfen Hypoport
20.01.2025 - 11:01:52(Wort im 1. Absatz, vorletzter Satz ergÀnzt)
BERLIN (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister Hypoport DE0005493365 hat im vergangenen Jahr dank einer Belebung bei den Immobilienfinanzierungen und Marktanteilsgewinnen zugelegt. Dabei kamen dem Unternehmen auch ein sich weiter verschlechterndes Mietangebot und gesunkenen Zinsen zugute. Das ĂŒber die Plattform Europace abgewickelte Finanzierungsvolumen stieg 2024 um 27 Prozent auf 66,1 Milliarden Euro, wie das im MDax DE0008467416 notierte Unternehmen am Montag in Berlin mitteilte. Auch das GeschĂ€ft mit den Sparkassen und genossenschaftlichen Banken ist stark gewachsen. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.
Die Hypoport-Aktie gewann im Vormittagshandel mehr als fĂŒnf Prozent und stieg auf 196,50 Euro. Damit war sie der stĂ€rkste Titel im MDax. Seit dem Jahreswechsel hat sich der Aktienkurs um rund 17 Prozent erhöht. Von ihren Rekordkursen von mehr als 600 Euro aus dem Jahr 2021 ist die Aktie aber nach wie vor weit entfernt. So hatte die Flaute des Immobilienmarktes wegen der deutlichen Leitzinserhöhungen durch die europĂ€ische Zentralbank lange belastet.
Stark nachgefragt waren 2024 nun vor allem Immobilienfinanzierungen von Bestandsobjekten, wie Hypoport am Montag weiter mitteilte. Das sich kontinuierlich verschlechternde Mietangebot und die im Vergleich zu 2023 gesunkenen Zinsen hÀtten mehr Verbraucher zum Erwerb von selbstgenutzten Immobilien verleitet.
Das Kreditvolumen fĂŒr den Neubau sei hingegen aufgrund der ausgeuferten und unbestĂ€ndigen Regulierung sowie weiterhin sehr hohen Baukosten gering geblieben. Gleiches gelte fĂŒr die Kreditaufnahmen fĂŒr energetische Sanierungen und die Refinanzierung auslaufender Kredite.
Schlechter lief es auch im GeschĂ€ft mit Unternehmensfinanzierungen - das realisierte GeschĂ€ftsvolumen gab im Vergleich zum Vorjahr deutlich nach. Der Finanzdienstleister begrĂŒndete dies mit deutlich lĂ€ngeren Bearbeitungsfristen fĂŒr Förderprogramme des Bundes und daraus resultierenden Verzögerungen der zugehörigen Projekte. Zudem verharrte die Kreditnachfrage der Wohnungswirtschaft fĂŒr Mietwohnungsneubau und energetische Sanierungen auf niedrigem Niveau.
Das Unternehmen will die vorlĂ€ufigen Ergebnisse fĂŒr das Gesamtjahr 2024 am 10. MĂ€rz und den GeschĂ€ftsbericht am 24. MĂ€rz vorlegen.

