Xiaomi: Stiftung Warentest entdeckt gefÀhrliche Betrugs-Pushs
08.03.2026 - 01:18:37 | boerse-global.deDie Stiftung Warentest hat eine gefĂ€hrliche Betrugsmasche auf Xiaomi-Smartphones aufgedeckt. Ăber den vorinstallierten Mi-Browser gelangen tĂ€uschend echte Fake-Nachrichten direkt auf den Sperrbildschirm. Sie locken Nutzer in Phishing-Fallen und Anlagebetrug.
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So funktioniert die perfide Masche
Die Push-Benachrichtigungen imitieren seriöse Nachrichtenportale wie die Tagesschau. Mit spektakulĂ€ren, frei erfundenen Schlagzeilen ĂŒber Prominente wie Friedrich Merz oder Markus Lanz wecken sie Neugier. Ein Klick fĂŒhrt jedoch nicht zu echten Artikeln, sondern auf professionell gefĂ€lschte Websites.
Dort werben fingierte Interviews fĂŒr dubiose Investitionen. Ziel der Kriminellen ist es, an Kreditkartendaten oder Online-Banking-ZugĂ€nge zu gelangen. Die besondere Gefahr: Die Benachrichtigungen scheinen direkt vom eigenen Smartphone zu kommen, was das Vertrauen der Nutzer ausnutzt.
Xiaomi reagiert mit Untersuchung â Bewertung âmangelhaftâ
Die SicherheitslĂŒcke fiel bei einem Routinetest mit dem Xiaomi Redmi 15 auf. Die Stiftung Warentest bewertete das GerĂ€t in der Kategorie âMenĂŒ und Bedienungâ daraufhin mit âmangelhaftâ. FrĂŒher kritisierte die Stiftung bei Xiaomi nur lĂ€stige Werbung â jetzt verlinkt die Bloatware auf Betrugsseiten.
Ein Xiaomi-Sprecher erklÀrte, das Unternehmen nehme den Vorfall sehr ernst. Man habe eine interne Untersuchung eingeleitet, um die Ursache zu klÀren. Die eigenen Kontrollmechanismen hÀtten offenbar versagt. Zum aktuellen Stand der Ermittlungen machte der Konzern jedoch keine Angaben.
Das können betroffene Nutzer tun
Da sich der Mi-Browser als System-App nicht einfach deinstallieren lĂ€sst, ist schnelles Handeln gefragt. Die wichtigste SchutzmaĂnahme: Deaktivieren Sie die Benachrichtigungen fĂŒr den Browser in den Smartphone-Einstellungen unter âAppsâ.
Dass SicherheitslĂŒcken direkt ab Werk bestehen können, unterstreicht die Notwendigkeit einer zusĂ€tzlichen Absicherung Ihres GerĂ€ts. Welche oft unterschĂ€tzte LĂŒcke Tipp 3 unseres kostenlosen Leitfadens schlieĂt, können Sie jetzt gratis nachlesen. Kostenlosen Android-Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Experten raten zudem, auf einen sichereren Browser wie Firefox umzusteigen und ihn als Standard festzelen. Entfernen Sie alle nicht benötigten vorinstallierten Apps. Generell gilt: Seien Sie bei unerwarteten Nachrichten, die zur Dateneingabe auffordern oder schnelle Gewinne versprechen, Ă€uĂerst skeptisch.
Ein neuer Höhepunkt im Bloatware-Problem
Der Fall markiert eine neue Eskalationsstufe. Die Bedrohung kommt nicht mehr nur per SMS, sondern direkt ĂŒber die Hardware der Hersteller. Immer raffiniertere FĂ€lschungen, oft mit KI erstellt, verschĂ€rfen das Problem.
Branchenbeobachter sehen die Smartphone-Hersteller nun in der Pflicht. Sie mĂŒssen ihre Kontrollen drastisch verschĂ€rfen und die Menge an vorinstallierter Software reduzieren. Der Xiaomi-Vorfall könnte die Debatte ĂŒber die Sicherheitsverantwortung der Konzerne neu entfachen.
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