XPeng, Aktie

XPeng Aktie: Chefentwickler Shi Xiaoxin geht

20.06.2026 - 17:45:39 | boerse-global.de

Der Abgang des Robotik-Chefs gefährdet XPengs Zeitplan für den humanoiden Roboter "Iron". Die Aktie fiel auf ein neues Jahrestief.

XPeng Aktie: Chefentwickler der Roboter-Sparte verlässt Unternehmen
XPeng - Dramatischer Sonnenuntergang über Finanzdistrikten 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

XPeng verliert den Kopf seiner Roboter-Sparte. Shi Xiaoxin hat das Unternehmen verlassen. Damit wackelt der ehrgeizige Zeitplan für den humanoiden Roboter "Iron".

Der Abgang trifft den Autobauer empfindlich. Shi leitete die Entwicklung abseits des automobilen Kerngeschäfts. XPeng will bis Ende 2026 humanoide Roboter in Serie fertigen. Branchenbeobachter bezweifeln nun diesen Termin. Die Arbeiten am Prototyp ET1 und der Fabrik in Guangzhou laufen derweil weiter. Dennoch fehlt dem Projekt jetzt die zentrale Führungsfigur.

Am Aktienmarkt hinterlässt der personelle Rückschlag bereits Spuren. Die Aktie fiel am Donnerstag auf ein neues 52-Wochen-Tief von 11,32 Euro. Am Freitag griffen Schnäppchenjäger zu und trieben den Kurs auf 11,86 Euro.

Ein schwacher Trost. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 32 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt aktuell 15 Prozent.

Hoffnung ruht auf dem zweiten Quartal

Im operativen Kerngeschäft muss XPeng eine Schwächephase überwinden. Im ersten Quartal sanken Umsatz und Auslieferungen. Der Konzern rutschte wieder in die roten Zahlen.

Das Management verspricht nun eine schnelle Wende. Im zweiten Quartal sollen die Auslieferungen um bis zu 69 Prozent steigen. Das entspricht maximal 106.000 Fahrzeugen.

Auch der Umsatz soll im Vergleich zum Vorquartal um 60 Prozent wachsen. Ein wichtiger Treiber ist die internationale Expansion. Verkäufe im Ausland sollen mehr als 20 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen.

Analysten bleiben optimistisch

Das Marktumfeld bleibt schwierig. Der chinesische Automarkt kühlt ab. Kürzlich senkte sogar BMW seine Gewinnprognose wegen der schwachen Nachfrage in China. Der Preiskampf unter den Elektroauto-Herstellern tobt weiter.

Große Investmentbanken halten trotzdem an der Aktie fest. Bank of America, J.P. Morgan und Morgan Stanley raten weiterhin zum Kauf. Sie setzen auf eine Erholung der Verkaufszahlen im zweiten Halbjahr. Auch Fortschritte beim autonomen Fahren stützen diese positive Einschätzung der Analysten.

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