XPeng, Aktie

XPeng Aktie: VLA 2.0 überschreitet 50% Penetrationsrate

09.05.2026 - 03:30:56 | boerse-global.de

Trotz Rekordnutzung des Fahrassistenzsystems und Milliarden-Investitionen in KI fällt die Aktie auf ein 52-Wochen-Tief.

XPeng Aktie: VLA 2.0 überschreitet 50% Penetrationsrate - Foto: über boerse-global.de
XPeng Aktie: VLA 2.0 überschreitet 50% Penetrationsrate - Foto: über boerse-global.de

Technologischer Durchbruch auf der Straße, Ausverkauf an der Börse: Bei XPeng klaffen operative Realität und Aktienkurs derzeit weit auseinander. Der chinesische Autobauer verzeichnet Rekordnutzungsraten bei seinem neuen Fahrassistenzsystem. An der Wall Street verpufft diese Nachricht völlig.

KI-Fahrer übernimmt das Steuer

Das Unternehmen hat mit seinem "Vision-Language-Action"-System einen Meilenstein erreicht. Im ersten Monat nach der Einführung legten die Fahrzeuge mehr als die Hälfte ihrer Strecke im autonomen Modus zurück. Während der Feiertage Anfang Mai kletterte die tägliche Nutzungsrate bei kompatiblen Modellen sogar auf über 93 Prozent.

Die Technik wird im Alltagseinsatz robuster. Die nötigen Fahrereingriffe pro 100 Kilometer sanken im Monatsvergleich um rund ein Viertel. Als längste Einzelfahrt unter intelligenter Steuerung registrierte der Hersteller eine Distanz von über 5.400 Kilometern.

Milliarden-Wette auf physische KI

Um diesen Vorsprung auszubauen, nimmt das Management viel Geld in die Hand. Im Geschäftsjahr 2026 fließen sieben Milliarden Yuan in die Forschung für "physische KI". Dieses Budget läuft separat von der klassischen Fahrzeugentwicklung und finanziert eigene Turing-KI-Chips sowie die nötige Infrastruktur.

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Die Architektur des Auto-Systems bildet dabei das Fundament für neue Geschäftsfelder. Bis Ende des Jahres peilt XPeng die Massenproduktion seines humanoiden Roboters "IRON" an. Parallel dazu sollen in den kommenden Monaten erste Robotaxi-Tests anlaufen.

Volkswagen baut Partnerschaft aus

Die Fortschritte wecken das Interesse der Konkurrenz. Der Volkswagen-Konzern weitet seine bestehende Zusammenarbeit aus und lizenziert die Software für eigene Elektroautos in China. Erste gemeinsame Modelle wie der ID.UNYX 08 rollen bereits vom Band.

Für XPeng wandelt sich dadurch das Geschäftsmodell. Die Einnahmen aus technischen Forschungs- und Dienstleistungen haben sich zuletzt im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Diese margenstarken Software-Lizenzen rücken als Ertragsbringer zunehmend in den Fokus.

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Aktie am Tiefpunkt

Am Kapitalmarkt spiegelt sich diese operative Dynamik nicht wider. Die XPeng-Aktie schloss am Freitag exakt auf ihrem 52-Wochen-Tief von 13,26 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf 24 Prozent.

Der Abwärtstrend bleibt vorerst intakt. Mit einem Abstand von knapp zwölf Prozent zur 50-Tage-Linie bei 15,06 Euro fehlt dem Papier das technische Momentum. Gelingt es dem Management nicht, die steigenden Software-Erlöse zügig in handfeste Gewinne umzumünzen, dürfte der Druck auf die Bewertung anhalten.

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