Yoko Ono reloaded: Warum die ewige Provokateurin jetzt wieder ĂĽberall auftaucht
28.01.2026 - 08:39:37Alle reden wieder über Yoko Ono – aber checkst du eigentlich, warum diese Frau als eine der einflussreichsten Künstlerinnen ever gilt? Zwischen Lennon-Legende, Konzeptkunst und Millionen-Hammer an den Auktionshäusern wird sie gerade neu entdeckt – von Museen und der TikTok-Generation.
Ihre Kunst sieht oft radikal schlicht aus – ein Stuhl, ein Glas Wasser, ein zerbrochenes Schälchen –, aber dahinter steckt hardcore Konzept. Genau diese Mischung aus scheinbar simplem Look und maximaler Bedeutung macht Yoko Ono aktuell wieder zum Kunst-Hype.
Ob du sie für ein Genie hältst oder nur für einen großen Namen: Wenn du wissen willst, wie Kunst zum viralen Statement wird, kommst du an Yoko Ono gerade nicht vorbei.
Das Netz staunt: Yoko Ono auf TikTok & Co.
Yoko Ono ist keine typische "Instagram-Artist" mit knallbunten Leinwänden – ihre Werke sind eher minimalistisch, provokant und oft nur aus ein paar Worten oder Objekten gebaut. Perfekt für kurze Clips, Reactions und Duetts.
Vor allem ihre Performance-Klassiker und die legendären Bed-Ins mit John Lennon werden ständig neu geschnitten, kommentiert und in Memes verwandelt. Dazu kommen POV-TikToks, in denen Leute ihre "Instruction Pieces" nachspielen – also Kunstwerke, die nur aus einer Anweisung bestehen.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Auf YouTube dominieren aktuell Dokus über ihre Beziehung zu Lennon – aber immer mehr Kanäle nehmen sich auch ihre konzeptuellen Arbeiten vor: Wie kann ein zerbrochenes Geschirrteil ein "Meisterwerk" sein? Genau das triggert die ewige Diskussion: "Kunst oder kann das weg?"
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Yoko Ono ist seit den 60ern fester Teil der Konzept-Avantgarde. Ein paar Keyworks, die du fĂĽr jede Diskussion brauchst:
- "Cut Piece" – Performance-Legende: Ono sitzt still auf einer Bühne, das Publikum darf ihr mit einer Schere die Kleidung vom Leib schneiden. Heute wird das Werk als radikaler Kommentar zu Sexismus, Gewalt und Voyeurismus gelesen. Auf Social Media sorgen die historischen Videoaufnahmen immer wieder für Shitstorms und Gänsehaut-Reaktionen zugleich.
- "Grapefruit" – Ein Buch voller scheinbar absurder Anweisungen wie "Stell dir eine Wolke vor und versuch, sie zu berühren". Dieses Werk ist der Blueprint für Instruction Art und hat unzählige Künstler:innen geprägt. Auf TikTok wird es als inspirierendes "Mindset-Book" und als OG-Manifest der Konzeptkunst gefeiert.
- Bed-Ins for Peace (mit John Lennon) – Kein klassisches Museumswerk, aber Popkultur-Geschichte: Beide bleiben tagelang im Bett, geben Interviews und fordern Frieden. Aus heutiger Sicht: eine Art Analog-Performance, die alles vereint, was Social Media heute liebt – Ikonen, klare Message, massenmediale Inszenierung. Die Fotos davon sind bis heute Must-See-Motive in Ausstellungen.
Dazu kommen ihre vielen Installationen: zerbrochene Geschirrteile, auf denen Besucher:innen Wünsche notieren; weiße Räume, die du mit Stempeln veränderst; oder Luftballons mit der Aufschrift "WAR IS OVER". Alles wirkt simpel, aber entwickelt im Raum eine starke, oft politische Stimmung.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Yoko Ono war lange eher als Legende und Kultfigur bekannt als als Marktmaschine – aber das ändert sich. Auktionshäuser wie Christie's und Sotheby's listen ihre Arbeiten inzwischen stabil im gehobenen fünf- bis sechsstelligen Bereich, vor allem historische Performancedokumente, frühe Arbeiten und wichtige Installationen.
Recherchen über Marktberichte und Auktionsdatenbanken (u. a. Artnet) zeigen: Die höchsten bekannten Zuschläge für Einzelwerke von Yoko Ono liegen im Bereich von mehreren Hunderttausend US-Dollar. Exakte neue Rekordpreise werden aktuell jedoch nicht transparent kommuniziert – hier sind die Häuser zurückhaltend, und ohne offizielle Quellen wird nicht spekuliert.
Im Vergleich zu den Mega-Blue-Chips wie Warhol oder Koons ist Ono damit kein reiner Trophäen-Name, aber sehr klar im Bereich der etablierten Konzept- und Medienkunst, die von renommierten Sammler:innen und Museen gesucht wird. Ihr Markt profitiert massiv von ihrem Status als Ikone der Avantgarde und der kontinuierlichen Präsenz in wichtigen Museumsshows.
Historisch zählt Ono zu den zentralen Figuren der Fluxus-Bewegung und der frühen Konzeptkunst: Sie sprengt klassische Kategorien von Malerei und Skulptur, arbeitet mit Sprache, Anweisungen, Körper, Publikum. Dazu kommt ihre Rolle als eine der sichtbarsten asiatischen Künstlerinnen im westlichen Kunstsystem – und als feministische Pionierin, lange bevor das Wort im Mainstream angekommen war.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Wenn du Yoko Ono nicht nur auf TikTok, sondern live im Raum erleben willst, lohnt sich ein Blick in die aktuellen Ausstellungsprogramme.
Besonders wichtig gerade: Das MoMA in New York widmet Yoko Ono eine große Retrospektive mit dem Titel "Music of the Mind". Gezeigt werden zentrale Arbeiten aus allen Schaffensphasen – von frühen Fluxus-Experimenten über Performance-Dokumente bis hin zu Installationen und Fotoarbeiten. Für viele ist das die bisher umfassendste Schau, die Yoko Ono als eigenständige Künstlerin jenseits der Lennon-Erzählung positioniert.
Darüber hinaus präsentieren internationale Museen und Galerien regelmäßig ihre Werke in Gruppen- und Themenausstellungen, etwa zu Konzeptkunst, Performance oder Friedensbewegungen. Einzelne Institutionen kommunizieren ihre Programme aber oft nur zeitnah – deshalb gilt:
- Galerie Lelong & Co. – Eine der zentralen Adressen für Yoko-Ono-Werke im Markt. Check die Künstlerin-Seite hier: Yoko Ono bei Galerie Lelong & Co.
- Offizielle Infos & Projekte – Über die Künstlerin bzw. ihr Umfeld direkt hier: Offizielle Seite von Yoko Ono / Estate / Projekten (für News, Projekte und Archiv-Material).
Zusätzlich lohnt es sich, die Programme von großen Häusern wie Tate, Centre Pompidou, Guggenheim oder deutschsprachigen Institutionen im Blick zu behalten – Yoko Ono ist dort immer wieder in Sammlungspräsentationen oder Themenausstellungen vertreten. Wenn kein Haus konkret etwas angekündigt hat, gilt ganz klar: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die über die bereits kommunizierten Programme hinausgehen.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Yoko Ono ist mehr als die "Frau von Lennon" – sie ist eine der Personen, die unser Verständnis von Kunst komplett umgekrempelt haben. Ohne ihre Instruction Pieces, Performances und radikalen Konzepte sähe die heutige Kunstwelt anders aus. Dass sie jetzt mit großen Museumsshows und wachsender Markt-Performance zurückkehrt, ist kein Zufall, sondern overdue.
Für die TikTok-Generation ist sie so spannend, weil ihre Kunst exakt das liefert, was heute funktioniert: einfache Bilder, starke Ideen, maximale Diskussionsfläche. Du kannst darüber lachen, dich aufregen oder philosophieren – aber du kannst es kaum ignorieren.
Als Investment ist Yoko Ono eher ein Langzeit-Play für Konzeptkunst-Fans als ein schneller Flip. Aber als Must-See für alle, die verstehen wollen, warum Kunst heute so ist, wie sie ist, führt an ihr kein Weg vorbei. Wenn du nur eine historische Ikone besser verstehen willst, die gerade wieder zum viralen Hit wird – dann fang hier an.


