Zeitumstellung belastet Millionen mit Mini-Jetlag
26.03.2026 - 07:11:22 | boerse-global.deAm Sonntag werden die Uhren wieder auf Sommerzeit vorgestellt. Für viele bedeutet das eine kürzere Nacht und spürbare gesundheitliche Probleme. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Jeder Vierte leidet unter der Zeitumstellung.
Die Umstellung stört den natürlichen Biorhythmus, unsere innere Uhr. Sie steuert Schlaf, Hormone und Stoffwechsel. Eine abrupte Verschiebung kann diesen Rhythmus empfindlich stören.
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Müdigkeit und Schlafstörungen sind häufig
Die häufigsten Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Viele berichten zudem von Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und erhöhter Reizbarkeit.
Laut einer repräsentativen Umfrage der Krankenkasse DAK hat in Deutschland jeder vierte Mensch über 14 Jahren gesundheitliche Probleme durch die Zeitumstellung. Von den Betroffenen fühlen sich 78 Prozent abgeschlagen und müde. Zwei Drittel klagen über Schlafstörungen.
Interessant: Frauen leiden mit 38 Prozent deutlich häufiger unter Beeinträchtigungen als Männer (22 Prozent). Das ergab eine von der DAK in Auftrag gegebene Forsa-Studie.
Erhöhte Risiken im Straßenverkehr
Experten warnen vor weiteren Gefahren. Der ADAC weist auf eine erhöhte Unfallgefahr im frühmorgendlichen Verkehr hin. Dieser fällt wieder in die Dämmerung, wenn Wildwechsel besonders aktiv ist.
In den vergangenen Jahren stieg in diesem Zeitraum die Zahl der Wildunfälle um rund 20 Prozent. Besonders empfindlich reagieren Säuglinge, Kinder, ältere Menschen und Personen mit bestehenden Schlafproblemen.
So gelingt die sanfte Umstellung
Chronobiologen empfehlen proaktive Maßnahmen, um den Körper zu entlasten. Eine bewährte Methode ist die schrittweise Anpassung des Schlafrhythmus.
Bereits vier bis fünf Tage vor der Umstellung kann man beginnen, Schlafenszeit und Aufstehen täglich um 15 bis 30 Minuten vorzuverlegen. Dieser allmähliche Wechsel mildert den Mini-Jetlag.
Tageslicht ist der wichtigste "Zeitgeber" für die innere Uhr. Nutzen Sie morgens möglichst viel natürliches Licht. Frühsport an der frischen Luft fördert die Anpassung.
Abends sollte man hingegen helles Kunstlicht und Bildschirme meiden. Blaues Licht hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Halten Sie auch am Wochenende feste Schlafzeiten ein und verzichten Sie abends auf schwere Mahlzeiten, Koffein und Alkohol.
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Warum die Abschaffung weiter auf sich warten lässt
Die Diskussion um ein Ende der Zeitumstellung ist in Europa seit Jahren präsent. Die Europäische Kommission schlug bereits 2018 vor, die saisonale Umstellung zu beenden. Das Parlament unterstützte den Vorschlag.
Doch die Umsetzung scheiterte bisher an der fehlenden Einigung der Mitgliedstaaten. Die Hauptschwierigkeit: Soll eine dauerhafte Sommerzeit oder eine dauerhafte Standardzeit (Winterzeit) eingeführt werden?
Befürworter der Sommerzeit argumentieren mit längeren hellen Abenden, die Freizeitaktivitäten und Tourismus fördern. Viele Chronobiologen plädieren jedoch für die dauerhafte Winterzeit.
Gesundheitliche Vorteile der Standardzeit
Studien deuten auf erhebliche gesundheitliche Vorteile einer dauerhaften Standardzeit hin. Das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle steigt nach der Umstellung im Frühjahr an.
Forscher der Stanford University errechneten, dass eine dauerhafte Standardzeit die Zahl der Schlaganfälle in den USA jährlich um rund 306.000 senken könnte. Auch das ursprüngliche Argument der Energieeinsparung gilt als widerlegt.
Das Umweltbundesamt bewertete den Effekt als kaum messbar. Der geringere Lichtverbrauch am Abend wird durch einen erhöhten Heizbedarf am Morgen kompensiert.
Solange sich die EU-States nicht einigen, bleibt die halbjährliche Umstellung Alltag. Die Eigenverantwortung jedes Einzelnen ist daher entscheidend, um die Auswirkungen des Mini-Jetlags zu minimieren.
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