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EQS-News: Zentiva legt Berufung gegen EU-Urteil zur EU-Kommunalabwasserrichtline ein (deutsch)

28.04.2026 - 12:35:29 | dpa.de

Zentiva legt Berufung gegen EU-Urteil zur EU-Kommunalabwasserrichtline ein EQS-News: Zentiva Group a.s. / Schlagwort(e): Sonstiges/ESG Zentiva legt Berufung gegen EU-Urteil zur EU-Kommunalabwasserrichtline ein 28.04.2026 / 12:35 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Zentiva legt Berufung gegen EU-Urteil zur EU-Kommunalabwasserrichtline ein


EQS-News: Zentiva Group a.s. / Schlagwort(e): Sonstiges/ESG
Zentiva legt Berufung gegen EU-Urteil zur EU-Kommunalabwasserrichtline ein



28.04.2026 / 12:35 CET/CEST
FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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Berufung verteidigt Patientenzugang, Erschwinglichkeit von Arzneimitteln und
grundlegende EU-Rechtsprinzipien



PRAG und BRÜSSEL, 28. April 2026 /PRNewswire/ -- Die EU-Richtlinie ĂŒber die
Behandlung von kommunalem Abwasser (Kommunalabwasserrichtlinie, KARL) gibt
weiterhin Anlass zu ernsthaften Bedenken. Zentiva und andere Unternehmen aus
dem Bereich der patentfreien Arzneimittel haben daher beim Gerichtshof der
EuropĂ€ischen Union (EuGH) Berufung eingelegt, um einen frĂŒheren
UnzulĂ€ssigkeitsbeschluss aufzuheben und eine SachprĂŒfung im Rahmen der von
den Unternehmen im MÀrz 2025 erhobenen Nichtigkeitsklage zu ermöglichen.



Zentiva



Im Rahmen von ErklÀrungen des Rates und EPSCO*-Debatten haben 24 der 27
EU-Mitgliedstaaten Bedenken geĂ€ußert, Zweifel geĂ€ußert oder um weitere
Klarstellung der Richtlinie oder ihrer Auswirkungen gebeten. Trotzdem wird
die Richtlinie jetzt auf nationaler Ebene umgesetzt. Die Richtlinie in ihrer
derzeitigen Form stellt ein ernsthaftes Risiko fĂŒr die VerfĂŒgbarkeit,
Erschwinglichkeit und ZugÀnglichkeit von Arzneimitteln in ganz Europa dar,
auf die Millionen von Menschen tÀglich angewiesen sind. Die Unternehmen
fordern daher eine Aussetzung, Überarbeitung und Neuauflage der Richtlinie.



Zentiva, ein fĂŒhrender europĂ€ischer Hersteller von Generika, unterstĂŒtzt
voll und ganz das Ziel einer weiteren Verringerung der Mikroverunreinigungen
in kommunalem Abwasser, lehnt jedoch das System der erweiterten
Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) als
unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸige und ungerechtfertigte Anwendung des Verursacherprinzips
entschieden ab. Mikroverunreinigungen stammen aus einer Vielzahl von
Industrie- und Konsumquellen - nicht nur aus der Verwendung von
Humanarzneimitteln und Kosmetika. Die EPR-Regelung wĂŒrde bedeuten, dass die
Hersteller von Arzneimitteln und Kosmetika fĂŒr die Beseitigung von
Mikroverunreinigungen, die nicht von ihnen verursacht wurden, zahlen mĂŒssen,
wĂ€hrend andere Hersteller keine Kosten tragen mĂŒssen. Insgesamt verstĂ¶ĂŸt die
EPR-Regelung gegen das Verursacherprinzip und birgt die Gefahr, dass der
Zugang von Patientinnen und Patienten zu unentbehrlichen Arzneimitteln
erschwert wird, indem der Generikasektor - das RĂŒckgrat der europĂ€ischen
Gesundheitsversorgung - unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig stark belastet wird, ohne dass
sich daraus ein nennenswerter Nutzen fĂŒr die Umwelt ergibt.



Steffen Saltofte, CEO von Zentiva und President von Medicines for Europe,
sagte:
"Generika sind die Grundlage einer bezahlbaren Gesundheitsversorgung in
Europa. Wenn unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe Kosten fĂŒr unentbehrliche Arzneimittel
anfallen, wird die Versorgung wirtschaftlich unrentabel und die Patientinnen
und Patienten zahlen letztlich den Preis. Umweltschutz und öffentliche
Gesundheit gehen Hand in Hand - das eine sollte nicht fĂŒr das andere
geopfert werden."



Generika machen rund 70 % aller in Europa abgegebenen Arzneimittel aus und
neun von zehn Medikamenten stehen auf der EU-Liste der kritischen
Arzneimittel (IQVIA, 2024). Diese Arzneimittel leisten einen wichtigen
Beitrag zur öffentlichen Gesundheit. Hersteller von Generika arbeiten jedoch
unter strengen Preisvorschriften und mit sehr niedrigen Gewinnspannen. Im
Gegensatz zu anderen Branchen können sie ihre Preise nicht erhöhen, um
zusÀtzliche Kosten aufzufangen, da in den meisten Mitgliedstaaten
gesetzliche Preis- und Erstattungskontrollen bestehen.



UnabhÀngige Studien in mehreren LÀndern deuten darauf hin, dass die Kosten
der KARL erheblich unterschÀtzt wurden, was die Gefahr von
ArzneimittelengpÀssen, höheren Gesundheitskosten und eines Verlustes an
WettbewerbsfĂ€higkeit fĂŒr einen ganzen Wirtschaftszweig mit sich bringt.



Zentiva setzt sich zwar fĂŒr den Umweltschutz ein, betont aber, dass das
EPR-System der KARL keine Anreize fĂŒr "grĂŒnere" Arzneimittel bietet. Nach
dem derzeitigen Rechtsrahmen können Arzneimittel nicht innerhalb sinnvoller
Fristen neu formuliert oder ersetzt werden, ohne dass viele Jahre der
Forschung, behördlicher Genehmigungsverfahren und der Bewertung der
Patientensicherheit erforderlich sind. Infolgedessen besteht die Gefahr,
dass die Richtlinie die Kosten in die Höhe treibt, ohne einen entsprechenden
Nutzen fĂŒr die Umwelt zu bringen, und gleichzeitig negative Folgen fĂŒr
Petientinnen und Patienten und Gesundheitssysteme hat.



Das Rechtsmittel zielt darauf ab, den UnzulÀssigkeitsbeschluss des Gerichts
aufzuheben und eine SachprĂŒfung im Rahmen der von Zentiva und anderen
Unternehmen im MÀrz 2025 erhobenen Nichtigkeitsklage zu ermöglichen. Mit
dieser Nichtigkeitsklage wendet sich Zentiva gegen die Artikel 9 und 10 in
Verbindung mit Anhang III der KARL, in denen die erweiterte
Herstellerverantwortung (EPR) verankert ist, durch die mindestens 80 % der
Kosten fĂŒr die neue, so genannte quartĂ€re Abwasserbehandlung den Herstellern
von Arzneimitteln und Kosmetika auferlegt werden.



Obwohl sie direkt und individuell betroffen sind, wurde Zentiva und anderen
Generikaherstellern die Möglichkeit verweigert, in der Sache gehört zu
werden. Zentiva beantragt eine gerichtliche ÜberprĂŒfung der Richtlinie, um
die Einhaltung grundlegender EU-Rechtsprinzipien zu gewÀhrleisten und
gleichzeitig den Zugang von Patientinnen und Patienten zu erschwinglichen
Arzneimitteln zu sichern.



Zentiva engagiert sich weiterhin stark fĂŒr den Umweltschutz. Laut EcoVadis
2025 gehört sein Nachhaltigkeitsprogramm zu den besten zwei Prozent in der
Pharmaindustrie.



* EPSCO - Employment, Social Policy, Health and Consumer Affairs Council:
Rat "BeschÀftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz" -
Treffen der zustÀndigen Minister der nationalen Regierungen.



Informationen zu Zentiva
Zentiva fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Generationen und
konzentriert sich auf die Entwicklung, Herstellung und Lieferung
hochwertiger, erschwinglicher Medikamente fĂŒr mehr als 100 Millionen
Menschen in ĂŒber 30 LĂ€ndern in Europa und darĂŒber hinaus. Zentiva verfĂŒgt
ĂŒber vier ProduktionsstĂ€tten sowie ein breites Netz von externen
Produktionspartnern, um die Versorgungssicherheit zu gewÀhrleisten. Zentiva
beschĂ€ftigt mehr als 5.400 talentierte Mitarbeitende in ĂŒber 30 LĂ€ndern, die
das Engagement fĂŒr die Menschen, die tĂ€glich auf unsere Produkte angewiesen
sind, miteinander verbindet. Besuchen Sie uns auf www.zentiva.com oder auf
LinkedIn.



Logo - https://mma.prnewswire.com/media/2966422/Zentiva_Logo.jpg



Cision View original content:
https://www.prnewswire.com/news-releases/zentiva-legt-berufung-gegen-eu-urteil-zur-eu-kommunalabwasserrichtline-ein-302755586.html




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