Fracht landet am Strand: Maersk-Schiff verliert Container vor DĂ€nemark
26.12.2023 - 15:22:30Das Schiff "Mayview Maersk" DK0010244508 sei wĂ€hrend des Sturms in der Nordsee unterwegs gewesen, bestĂ€tigte die Reederei Maersk am Wochenende. Es habe auf dem Weg von Bremerhaven nach Polen am frĂŒhen Freitagmorgen den Verlust von Containern gemeldet.
"Es wurden keine Crewmitglieder verletzt, und das Schiff kann weiterhin normal operieren", teilte ein Sprecher mit. Nach ersten SchĂ€tzungen seien mehr als 40 Container ĂŒber Bord gegangen. Bisher wurden erst vier an Land gespĂŒlt. "Die zustĂ€ndigen Behörden sind ĂŒber den Vorfall informiert worden."
Medienberichten zufolge wurden einzelne Container und auch Ladung angeschwemmt. An der KĂŒste im Norden DĂ€nemarks fanden sich demnach zahlreiche gröĂere GĂŒter wie KĂŒhlschrĂ€nke oder KanĂŒlen, wie mehrere dĂ€nische Medien berichteten. Thomas Durloo von der örtlichen KĂŒstenwache sagte dem Sender DR: "Es ist ein Meer von Schuhen. Dort liegen Zehntausende Schuhe." Der Sturm habe hohe Wellen aufgepeitscht, die viele GegenstĂ€nde wieder ins Meer gezogen hĂ€tten.
FischerverbĂ€nde warnten, die leichten Fischerboote seien durch die schweren und kantigen Container gefĂ€hrdet. Einige hĂ€tten Angst, in See zu stechen, obwohl sie fĂŒr dieses Jahr noch offene Fangquoten hĂ€tten und die Preise zum Beispiel fĂŒr Kabeljau besonders hoch seien. Zudem könne der Inhalt der Container die Umwelt verschmutzen. Auch die Tourismusindustrie zeigte sich besorgt. "Auf uns wartet eine gigantische AufrĂ€umarbeit", sagte Durloo. Es werde lange dauern, die Spuren zu beseitigen.
Die Polizei in NordjĂŒtland warnte auf der Plattform X, es handele sich um Diebstahl, wenn man die GegenstĂ€nde einfach mitnehme. Der Fernsehsender TV2 zitierte eine Frau, die sich ĂŒber das GerĂŒmpel am Strand Ă€rgerte und forderte, es mĂŒsse beseitigt werden. Mehrere Freiwillige halfen dem Bericht zufolge mit.
Die Reederei sagte UnterstĂŒtzung bei den AufrĂ€umarbeiten zu. Sie habe eine Firma engagiert, die Expertise bei der Bergung und Ortung verlorener Container habe, hatte Maersk am Samstagabend mitgeteilt. Am Sonntagabend hieĂ es, das Bergungsschiff sei in der Gegend Jammerbugten angekommen. Das Unternehmen sei auch in Kontakt mit den Behörden wegen der AufrĂ€umarbeiten an den StrĂ€nden.
Maersk kĂŒndigte in der Stellungnahme auch an, den Fall untersuchen zu wollen und die nötigen Schritte zu tun, um das Risiko Ă€hnlicher VorfĂ€lle in der Zukunft zu minimieren. Betroffene Kunden sollten ĂŒber ihre Sendungen informiert werden. Der Sturm hatte DĂ€nemark am Donnerstagnachmittag erreicht.

