Volle Schiffe trotz Flaute - Reedereien trotzen der Krise
14.10.2025 - 06:29:09 | dpa.deDas geht aus einer neuen Studie der WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft PwC Deutschland hervor, die zum 17. Mal FĂŒhrungskrĂ€fte von Hochseereedereien befragt hat.
Ein Ergebnis der jĂ€hrlichen Reederstudie ist: 93 Prozent der Unternehmen haben ihre Schiffe voll ausgelastet. Zudem rechnet die Mehrheit (58 Prozent) der FĂŒhrungskrĂ€fte wie im Vorjahr in den nĂ€chsten zwölf Monaten mit Wachstum. Von einem Abschwung gehen inzwischen nur vier Prozent der Befragten aus (Vorjahr: sieben Prozent).
Weshalb schlĂ€gt die schwache Konjunktur in Deutschland nicht auf die Seetransporte durch? Wenn die deutsche Industrieproduktion lahmt, trifft das nicht alle Reedereien. In der Studie heiĂt es: "Sieben von zehn Schifffahrtsunternehmen geben an, dass ihre GeschĂ€ftstĂ€tigkeit praktisch gar nicht mehr oder allenfalls nur noch geringfĂŒgig von der hiesigen Produktion abhĂ€nge." Und nahezu zwei Drittel der FĂŒhrungskrĂ€fte gehen davon aus, dass trotz der Zölle und der Handelsbarrieren Transporte in den nĂ€chsten Jahren nicht abnehmen werden.
"Schwere See voraus" - vor allem in der Containerschifffahrt
Vorstellbar ist, dass sich die bestĂ€ndige Lage der Reeder dennoch verschlechtert: Die Verfasser erwarten, dass geopolitische Verwerfungen sowie Sanierungs- und InvestitionsbedĂŒrfnissee die Unternehmen beschĂ€ftigen werden. Die Studie haben die Autoren "Schwere See voraus" genannt.
Eine mögliche Entwicklung sind fallende Frachtraten, also Transportpreise. Nur jeder fĂŒnfte Befragte erwartet, dass die Raten in den nĂ€chsten zwölf Monaten steigen werden (Vorjahr: 44 Prozent). Mehr als ein Drittel rechnet mit einem PreisrĂŒckgang. AuffĂ€llig ist, dass sich Vertreter der Containerschifffahrt sorgenvoller als ihre Kollegen Ă€uĂern. FĂŒr andere Bereiche der Wirtschaft wĂ€ren gĂŒnstigere Transportpreise eine gute Nachricht.
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