Zoll-Portal: Ab MĂ€rz wird der Export fĂŒr Tausende Unternehmen digitaler
24.01.2026 - 20:43:12Ab 17. März 2026 ist Schluss: Die deutsche Zollverwaltung schaltet den direkten Zugang zum kostenlosen Export-Portal IAA-Plus ab. Tausende Unternehmen, vor allem KMU, müssen sich bis dahin im zentralen Zoll-Portal registrieren, um weiterhin Ausfuhranmeldungen abgeben zu können. Wer die Frist verpasst, riskiert einen Stillstand seiner Exportgeschäfte.
Warum der Wechsel für Exporteure Pflicht wird
Die Internet-Ausfuhranmeldung-Plus (IAA-Plus) war lange der einfache, webbasierte Einstieg für Unternehmen, die Waren in Drittländer exportieren. Ohne spezielle Software oder Dienstleister konnten sie alle nötigen Daten online übermitteln. Diese Ära endet nun planmäßig.
Passend zum Thema EORI‑Nummer und Zoll‑Registrierung: Viele Exportfirmen unterschätzen, dass die korrekte EORI‑Nummer und das richtig verknüpfte ELSTER-/eIDAS‑Zertifikat die Voraussetzung für jede Ausfuhranmeldung sind. Wer hier Fehler macht, riskiert Verzögerungen, Sanktionen und Lieferstopps. Der kostenlose Praxis‑Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Ihre EORI beantragen, die Zuordnung zum Geschäftskundenkonto prüfen und typische Fallen beim IAA‑Plus‑Übergang umgehen. Mit klaren Checklisten für Ihre Zollabteilung. EORI‑Leitfaden jetzt kostenlos herunterladen
Die Abschaltung ist Teil der umfassenden Digitalisierungsstrategie der Bundesfinanzverwaltung. Ziel ist ein zentraler, sicherer Zugangspunkt für alle Zolldienste. “Die Konsolidierung erhöht die Benutzerfreundlichkeit und verbessert die IT-Sicherheit”, so die Begründung der Behörden. Der eigenständige IAA-Plus-Zugang wird am Stichtag deaktiviert – der Wechsel ist für alle Nutzer verbindlich.
Das müssen betroffene Unternehmen jetzt tun
Die Uhr tickt: Für einen reibungslosen Übergang ist die Einrichtung eines Geschäftskundenkontos im Zoll-Portal zwingend notwendig. Eine einfache Anmeldung mit E-Mail und Passwort genügt nicht. Erforderlich ist eine Authentifizierung mit hohem Sicherheitsniveau, entweder über ein bestehendes ELSTER-Zertifikat oder ein europäisches eIDAS-Zertifikat.
Ein kritischer Punkt: Das verwendete Zertifikat muss auf dasselbe Unternehmen ausgestellt sein, für das auch die EORI-Nummer registriert ist. Diese Nummer ist das zentrale Identifikationsmerkmal im Außenhandel. Unternehmen mit einem bereits verifizierten Konto müssen nichts weiter unternehmen.
Als Hilfestellung plant die Zollverwaltung für aktive Nutzer eine Vereinfachung: Am 2. Februar 2026 sollen personalisierte Registrierungslinks per E-Mail versendet werden. Dieser Link soll die Kontoanlage erleichtern und die korrekte Übernahme der bestehenden Daten sicherstellen.
Vorteile der neuen Plattform und die Risiken des Zögerns
Langfristig bietet die Integration Vorteile. Exporteure erhalten über ein Login gebündelten Zugang zu verschiedenen Zolldiensten. Das reduziert den administrativen Aufwand und schafft eine einheitliche Oberfläche. Zudem ermöglicht die zentrale Plattform eine robustere Sicherheitsarchitektur.
Doch die Risiken bei Verspätung sind konkret und wirtschaftlich spürbar. Wer die Registrierung nicht rechtzeitig abschließt, kann ab dem Stichtag keine Ausfuhranmeldungen mehr abgeben. Die Folge könnten sofortige Unterbrechungen im Warenversand, Lieferverzögerungen und hohe Vertragsstrafen sein. Für exportorientierte Betriebe drohen gravierende finanzielle Einbußen.
Digitalisierung der Zollabwicklung schreitet voran
Die Abschaltung ist kein Einzelphänomen, sondern ein Schritt in der kontinuierlichen Modernisierung der europäischen Zollprozesse. Das IT-System ATLAS wird ständig angepasst, zuletzt etwa für die Datenanforderungen des AES 3.0.
Die Botschaft an die Wirtschaft ist klar: Das Zoll-Portal wird zur zentralen digitalen Schnittstelle. Wer den aktuellen Umstellungsprozess als strategische Notwendigkeit begreift und frühzeitig handelt, sichert nicht nur seine kurzfristige Exportfähigkeit, sondern bereitet sich auch auf künftige digitale Anforderungen im Außenhandel vor.
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