Zoominfo, Aktie

Zoominfo Aktie: Daten statt Klinkenputzen

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 20:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ZoomInfo zeigt anhand von drei Praxisbeispielen aus Bildung, Gesundheit und Industrie die Wirksamkeit seiner Datenplattform für den Vertrieb.

ZoomInfo: Drei Fallstudien belegen Vertriebserfolge mit Daten
Abstrakte Darstellung von Datenanalyse und Business Intelligence mit leuchtenden Datenpunkten in einem Serverraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Papierkonzern, ein Gesundheitsdienstleister, eine Wirtschaftsfakultät — drei völlig unterschiedliche Welten, ein gemeinsamer Nenner. ZoomInfo veröffentlichte binnen weniger Stunden gleich drei Fallstudien, die zeigen, wie unterschiedlich Vertrieb heute funktionieren kann, wenn verifizierte Kontaktdaten und Kaufsignale ins Spiel kommen. Für ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell auf genau dieser Datenbasis fußt, ist das mehr als nur Marketing — es ist ein Beleg für die Reichweite der eigenen Plattform.

Vom Hörsaal bis zur Recyclingfabrik

Die Busch School of Business der Catholic University of America hat ZoomInfo in ihren Vertriebskurs integriert, um Studierende praxisnah auf echte Prospecting-Arbeit vorzubereiten. Das Ergebnis: Der Anteil der von Unternehmenspartnern als kontaktwürdig eingestuften Kontaktlisten stieg von 58 Prozent auf 72,5 Prozent im ersten Semester mit der Software.

Bei Sago Health, einem Ableger des Gesundheits-Beratungsunternehmens Sago, ging es um einen strukturellen Umbau. Nach Jahrzehnten reputationsbasierten Inbound-Geschäfts stellte die Sparte ihren Vertrieb schrittweise auf datengetriebenes Outbound um — beginnend mit der Bereinigung der CRM-Daten, gefolgt von verifizierten Kontaktdaten und schließlich KI-gestütztem Prospecting. Das Unternehmen berichtet von höheren Konversionsraten bei gleichbleibender Teamgröße, nennt dabei aber keine konkreten Prozentwerte.

Am greifbarsten wird der Effekt bei Pratt Industries, dem nach eigenen Angaben größten privaten Hersteller von Recycling-Papierverpackungen. Die Außendienstmitarbeiter des Konzerns halten an ihrer klassischen Tür-zu-Tür-Tradition fest, nutzen dabei aber verifizierte Direktnummern statt veralteter Telefonzentralen. Ein Vertreter erkannte Produkte einer Marke bei Costco, ermittelte über die Plattform den zuständigen Einkäufer und schloss darüber innerhalb von zehn Monaten ein sechsstelliges Geschäft ab. Ein anderer Fall brachte durch die Identifikation eines Verpackungslieferanten mehrere Millionen Dollar Jahresumsatz zurück in die USA.

Breite als Argument

Die drei Fälle decken ein ungewöhnlich breites Spektrum ab: akademische Ausbildung, Gesundheitswesen und traditionelle Industriefertigung. Für ein Datenunternehmen, das seinen Wert über Kundenbeispiele beweisen muss, ist genau diese Streuung die eigentliche Botschaft — die Plattform funktioniert offenbar nicht nur in Tech-lastigen Vertriebsteams, sondern auch dort, wo der Handschlag noch zählt.

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