WOCHENAUSBLICK, Dax

WOCHENAUSBLICK: Dax könnte im MÀrz weiter auf Rekordhoch schielen

27.02.2026 - 15:35:01 | dpa.de

Zum Auftakt in den Börsenmonat MĂ€rz dĂŒrfte das bisherige Rekordhoch beim Dax DE0008469008 vermehrt im Fokus bleiben.

FĂŒr eine Bestmarke mĂŒsste der deutsche Leitindex in der neuen Woche die 25.507 ZĂ€hler aus dem Januar ĂŒberbieten. Am Freitag kam der Dax dieser Marke zwar nĂ€her. Wie in den Tagen zuvor blieb es aber dabei, dass es oberhalb von 25.300 Punkten Widerstand gibt.

"Unserer Meinung nach könnten, sofern geopolitische Störfaktoren ausbleiben, Anfang MĂ€rz neue Bestmarken folgen", gaben sich die Experten von Index-Radar am Freitag zuversichtlich. Sie halten in der Folge sogar einen weiteren Vorstoß in Richtung 26.000 Punkte fĂŒr möglich. Dabei kommt hinzu, dass der MĂ€rz unter Börsianern als relativ guter Aktienmonat gilt.

Baader-Bank-Experte Robert Halver hĂ€lt zwar je nach Nachrichtenlage weitere Kursschwankungen wegen Zinsfantasie, Geopolitik und Zöllen fĂŒr möglich. Er glaubt aber, dass kurze ruckartige KursrĂŒcksetzer lĂ€ngerfristig gĂŒnstige Einstiegsgelegenheiten schaffen. Von besonderer Bedeutung dĂŒrfte nach unten die Marke 25.000 Punkten bleiben, die in der zweiten Februar-HĂ€lfte UnterstĂŒtzung gab.

"Trotz der aktuellen Risiken - Zoll-Chaos, Iran, KI-Ängste - zeigen sich die AktienmĂ€rkte weltweit widerstandsfĂ€hig", schrieb Baader-Bank-Fachmann Halver. Diese Themen hinterließen zwar ihre Spuren in der Anleger-Psyche und am US-Aktienmarkt ĂŒbernĂ€hmen die Pessimisten allmĂ€hlich die Überhand, doch genau dies spreche gegen deutliches Korrekturpotenzial.

Halver beobachtete zuletzt, dass europĂ€ische Aktien im globalen Umfeld durch einen Sinneswandel wiederentdeckt werden. "Die langanhaltende KI-Euphorie ist zwischenzeitlich ErnĂŒchterung gewichen", schrieb er. KI-Fantasie hatten in den vergangenen Jahren vor allem die US-Börsen zu bieten, doch nun wirke Europas "Tech-Abstinenz wie eine willkommene Sorgenpause". Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stellte im Februar immer wieder Rekorde auf, wĂ€hrend die Bestmarke des US-Technologieindexes Nasdaq 100 US6311011026 schon vier Monate alt ist.

Chefstratege Robert Greil von der Privatbank Merck Finck bleibt aber auch auf globaler Ebene fĂŒr Aktien positiv gestimmt, nicht zuletzt weil der Konjunkturtrend aufwĂ€rts gerichtet bleibe. In diesem Punkt erwartet er in der kommenden Woche viele neue EindrĂŒcke, vor allem vom nĂ€chsten US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag erwartet wird. Davor aber könnten Einkaufsmanagerindizes des Instituts ISM am Montag und Mittwoch schon relevant werden.

"Beim Arbeitsmarktbericht wird fĂŒr die US-Notenbank Fed wichtig sein, ob sich der gute Trend vom Januar im Februar bestĂ€tigt", erwĂ€hnte Greil. FĂŒr Anleger wĂ€re dies dann relevant, weil es die Zinssenkungsfantasien weiter dĂ€mpfen wĂŒrde. Andreas HĂŒrkamp von der Commerzbank rechnet im Februar in den USA mit nur 60.000 neuen Stellen nach 130.000 im Januar. Der anhaltend schwache Stellenzuwachs spreche im Jahresverlauf fĂŒr drei Zinsschritte der Fed. Am Markt als eingepreist gelten aber nur zwei.

In Deutschland könnten im Wochenverlauf noch weitere Impulse von der Berichtssaison ausgehen, die mit einer Vielzahl von Dax-Werten weiter geht. Genannt seien dabei Beiersdorf DE0005200000 am Dienstag sowie Adidas DE000A1EWWW0, Bayer DE000BAY0017, Continental DE0005439004 und Symrise DE000SYM9999 am Mittwoch. Am Donnerstag werden dann außerdem noch Zahlen von Merck DE0006599905 und DHL DE0005552004 erwartet. Mit Lufthansa DE0008232125 rundet ein potenzieller Dax-RĂŒckkehrer am Freitag die Woche ab. In den USA könnte am Mittwoch Nvidia-Konkurrent US67066G1040 Broadcom US11135F1012 in den Fokus rĂŒcken./tih/la/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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