Erneutes Zoll-Chaos zieht Dax unter 25.000-Punkte-Marke
23.02.2026 - 17:45:13 | dts-nachrichtenagentur.de"Der Ifo-Index hat gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft bislang nicht so richtig an Dynamik gewinnen kann, sich aber zumindest die Aussichten etwas aufhellen. Das konjunkturelle PflĂ€nzchen in Deutschland ist noch jung und zart. Ein potenzieller massiver Ălpreisanstieg in Folge einer militĂ€rischen Eskalation im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran oder neue Zollkonflikte dĂŒrften daher starke negative EinflĂŒsse auf diese leicht positive Entwicklung haben. Jetzt gibt es auch keine Klarheit mehr, wie es mit dem Handelsabkommen zwischen den USA und der EuropĂ€ischen Union weitergeht. Erst in den kommenden Wochen wird sich deshalb zeigen, wie stark die konjunkturelle Erholung durch weitere protektionistische MaĂnahmen beeintrĂ€chtigt wird."
"ZurĂŒckhaltung herrschte heute aber auch deshalb auf dem Börsenparkett, weil die Handelswoche noch einige Impulse bereithĂ€lt. So stehen neben den Quartalszahlen von Nvidia und Salesforce auch einige Dax-Titel auf der Bilanz-Agenda. ZusĂ€tzlich mĂŒssen Investoren mit weiteren AusfĂŒhrungen des US-PrĂ€sidenten zum Zollthema rechnen, die wohl eher auf eine Wiederherstellung der Ausgangssituation abzielen dĂŒrften. Auch wenn sich die inflationĂ€ren Einflussfaktoren in Grenzen halten dĂŒrften, belasten die handelspolitischen Auseinandersetzungen in jedem Fall das operative GeschĂ€ft vieler Unternehmen."
"Auf Unternehmensseite gerieten heute einmal die Aktien von Novo Nordisk unter die RĂ€der. Das dĂ€nische Unternehmen kann mit der Wirksamkeit eines KombiprĂ€parats nicht ĂŒberzeugen und enttĂ€uscht damit einmal mehr die Erwartung der Investoren. Der AbwĂ€rtstrend in der Aktie gewinnt damit wieder an Tempo, das Minus heute 15 Prozent. Investoren greifen stattdessen wieder verstĂ€rkt bei den Edelmetallen und Rohöl zu. Die Flucht in die sicheren HĂ€fen setzt sich fort und drĂŒckt auch die Notierung von Bitcoin unter die Marke von 65.000 US-Dollar", sagte Lipkow.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagnachmittag etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1799 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8475 Euro zu haben.
Der Goldpreis verzeichnete starke ZuwĂ€chse, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 5.211 US-Dollar gezahlt (+2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 142,00 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 72,31 US-Dollar, das waren 55 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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