DÀnemark strebt erstmals weitreichende PrÀzisionswaffen an
17.09.2025 - 14:48:21Dazu hat die Regierung in Kopenhagen eine Grundsatzentscheidung getroffen, wie MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen, Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen bekanntgaben. Genauere Angaben etwa zum Typ der Waffen, zum Zeithorizont und zu den erwarteten Kosten machte das Trio nicht.
Es handele sich um "einen Paradigmenwechsel in der dĂ€nischen Verteidigungspolitik", machte Frederiksen jedoch fest. Ziel sei es, eine glaubwĂŒrdige Abschreckung vor Angriffen auf DĂ€nemark und die Nato insgesamt gewĂ€hrleisten zu können.
Es bestehe nach Bewertung der Geheimdienste kein unmittelbares Risiko eines militĂ€rischen Angriffs auf DĂ€nemark, sagte die Regierungschefin. Russland stelle zwar eine reale Gefahr fĂŒr die Nato dar, aber die DĂ€ninnen und DĂ€nen mĂŒssten sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor einem solchen Angriff fĂŒrchten.
DĂ€nemark rĂŒstet vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seit geraumer Zeit krĂ€ftig auf. Frederiksen hat dazu vor lĂ€ngerem die Devise "Kaufen, kaufen, kaufen!" ausgegeben. Auf Basis der Grundsatzentscheidung soll die zustĂ€ndige Beschaffungsbehörde nun den Markt nach den PrĂ€zisionswaffen untersuchen, die fĂŒr den dĂ€nischen Bedarf am besten geeignet sind. Dabei könne es sich zum Beispiel um Raketen oder Drohnen handeln, die Bedrohungen auf feindlichem Territorium wie etwa Raketenabschussrampen bekĂ€mpfen könnten, sagte Lund.

