Schwesig und Woidke fordern StÀrkung der Wirtschaft
31.05.2026 - 18:46:43 | dpa.deMecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Schwesig (SPD) hĂ€lt einen Bund-LĂ€nder-Gipfel unter Beteiligung von Wirtschaft und Gewerkschaften fĂŒr nötig. Zudem brauche es weitere Entlastungen bei den Spritpreisen, sagte Schwesig beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow in Brandenburg.
Viele Menschen in den ostdeutschen LĂ€ndern machten sich Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung und ihre persönliche Zukunft. "Deshalb mĂŒssen wir in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Wirtschaft stĂ€rken, ArbeitsplĂ€tze sichern und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt bewahren." Kanzler Friedrich Merz (CDU) mĂŒsse LĂ€nder und Wirtschaft an einen Tisch holen. "Wir brauchen ein Gesamtpaket auf Bundesebene, zu dem neben der Energieversorgung, Rente, Gesundheit und Pflege auch eine Einkommensteuerreform fĂŒr kleine und mittlere Einkommen gehört."
Woidke: Wirtschaft muss wachsen
Brandenburgs MinisterprĂ€sident Woidke rief die schwarz-rote Bundesregierung zu schnellen Reformen auf. "Ohne wachsende Wirtschaft werden wir nicht in der Lage sein, diesen Sozialstaat, diese Sozialsysteme so zu erhalten", sagte der SPD-Politiker. Nötig seien niedrigere Energiepreise ĂŒber eine gröĂere Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort, schnellere AblĂ€ufe bei Verkehrsprojekten und mehr Investitionen in Forschung und Technologie.
Der SPD-Regierungschef wies zurĂŒck, dass die Krisen in der Welt nur von auĂen gelöst werden können. "Wir tragen dafĂŒr die Verantwortung - deswegen brauchen wir auch den Mut, Dinge zu verĂ€ndern", sagte Woidke.
Merz am Dienstag zu Gast
Bei dem Treffen in der Gemeinde am ScharmĂŒtzelsee beraten Manager und Politiker bis Dienstag ĂŒber die Folgen geopolitischer Krisen und den Reformkurs der Bundesregierung. Zum Auftakt kam neben Woidke unter anderem auch die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD). Am Dienstag wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Das Forum steht unter dem Motto "Eine neue (Un)Ordnung".
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht derzeit nicht die richtigen Weichenstellungen fĂŒr einen Aufbruch. "In jeder Krise steckt eine Chance", sagte BDI-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Holger Lösch in Bad Saarow. "Aber wenn natĂŒrlich die Rahmenbedingungen, um die Chancen zu nutzen, nicht funktionieren, dann wird es kritisch."
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