Venezuela, Freigabe

Venezuela fordert Freigabe von Auslandsvermögen als Erdbebenhilfe

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 08:26 Uhr, dpa.de

Zwei Wochen nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela setzt sich InterimsprĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez dafĂŒr ein, blockierte Auslandsvermögen des Landes als Katastrophenhilfe zugĂ€nglich zu machen.

Sie habe den Internationalen WĂ€hrungsfonds gebeten, von der Institution festgesetzte Finanzressourcen freizugeben, sagte RodrĂ­guez auf einer Pressekonferenz. Das Geld solle gebeutelten Familien und besonders von der Katastrophe betroffenen Zonen des Landes zugutekommen.

Zudem habe sie einen Brief an den britischen König Charles III. geschickt und darin Gold eingefordert, welches bei der Bank of England liege und Venezuela zustehe, sagte RodrĂ­guez. "Dieses Gold gehört unserem Volk und dieses Gold soll dafĂŒr da sein, um ihm zu dienen."

Mittlerweile liegt die offizielle Zahl der Todesopfer bei 3.811. Zudem gebe es 16.740 Verletzte, erklĂ€rte der PrĂ€sident der Nationalversammlung und Bruder der geschĂ€ftsfĂŒhrenden Regierungschefin, Jorge RodrĂ­guez, auf der Plattform X am Mittwochabend (Ortszeit).

VerschĂŒttete zwei Wochen nach dem Doppelbeben noch lebendig zu finden, ist inzwischen sehr unwahrscheinlich. Umgeben von Leichengeruch hoffen verzweifelte Angehörige im besonders schwer betroffenen Gebiet im Bundesstaat La Guaira dennoch weiter auf Lebenszeichen unter den TrĂŒmmern. FĂŒr die internationalen HilfskrĂ€fte geht es laut UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher nunmehr darum, Wasser, Essen und Medizin im Katastrophengebiet im Norden des sĂŒdamerikanischen Landes zu verteilen.

Zwei heftige Erdbeben der StĂ€rke 7,2 und 7,5 hatten Venezuela am 24. Juni erschĂŒttert. Mehr als Tausend deutlich schwĂ€chere Nachbeben folgten.

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