A O Smith Aktie: Fokus auf Nordamerika
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 17:29 Uhr | Redaktion boerse-global.deA. O. Smith legt nach dem angekündigten China-Verkauf seine Zahlen für das dritte Quartal vor. Der Konzern steht damit erstmals als fokussierter Wasserwärme-Spezialist da. Das Quartal selbst verlief unspektakulär, die Weichen für die Zukunft stellt jedoch der Umbau.
Solides Quartal ohne Wachstum
Der Umsatz lag mit 940,5 Millionen Dollar auf Vorjahresniveau. Der Nettogewinn sank um vier Prozent auf 126,3 Millionen Dollar, der Gewinn je Aktie gab leicht auf 0,93 Dollar nach. Bereinigt ergab sich derselbe Wert.
In Nordamerika wuchs der Umsatz um drei Prozent. Kesselverkäufe, Preiserhöhungen und die im Januar übernommene Leonard Valve trugen dazu bei. Schwächere Absatzmengen bei Haushaltswassererhitzern bremsten. Die Segmentmarge fiel auf 23,6 Prozent, nach 24,2 Prozent im Vorjahr. Höhere Kosten für Stahl und Fracht schlugen durch.
Im Rest der Welt sanken die Erlöse um sieben Prozent. In China brachen die Verkäufe lokal um 17 Prozent ein. Der Konzern nennt schwache Konsumnachfrage und Unruhe durch den Verkaufsprozess als Gründe.
China wird ausgegliedert
Seit dieser Woche stehen die Verträge mit dem Finanzinvestor CPE. Dieser übernimmt 81 Prozent des China-Geschäfts, A. O. Smith behält 19 Prozent und vergibt eine langfristige Markenlizenz. Das Geschäft wird mit rund 400 Millionen Dollar bewertet, inklusive der Lizenzerlöse soll der Gesamtwert über 500 Millionen Dollar liegen. Zusätzlich fließen rund 80 Millionen Dollar an derzeit in China gebundenem Geld zurück.
Die Erlöse will das Management vorrangig für Aktienrückkäufe nutzen. Für 2026 sind bereits Rückkäufe von etwa 300 Millionen Dollar eingeplant. Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
Neue Prognose ohne China
Die Prognose rechnet China für das gesamte Jahr heraus. Der Umsatz soll auf 3,27 bis 3,29 Milliarden Dollar steigen, rund vier Prozent mehr. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 3,42 und 3,52 Dollar liegen. Ab dem vierten Quartal weist der Konzern China als aufgegebenen Geschäftsbereich aus, Vorperioden werden angepasst.
Die Aktie notierte im Handel zuletzt bei 61,76 Dollar, ein Plus von 1,4 Prozent. Der Free Cashflow stieg in den ersten neun Monaten um vier Prozent auf 396 Millionen Dollar, auch weil die Investitionen sanken. Die Dividende hob der Verwaltungsrat am 12. Oktober um sechs Prozent an, es ist die mehr als 30. Erhöhung in Folge. Nach dem Closing im ersten Halbjahr 2027 wird sich zeigen, wie viel Kapital tatsächlich in Rückkäufe fließt.
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