AB Electrolux Aktie: Verlust trotz Cashflow-Sprung
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 09:16 Uhr | Redaktion boerse-global.deElectrolux schreibt im dritten Quartal rote Zahlen, liefert aber beim Cashflow ein deutliches Plus. Der Konzern verbucht einen Nettoverlust von 340 Millionen schwedischen Kronen nach einem Gewinn von 192 Millionen im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie fiel auf minus 0,46 Kronen.
Sonderkosten drücken das Ergebnis
Der Umsatz stieg auf 33,9 Milliarden Kronen, organisch wuchs er um 3,5 Prozent. Alle Regionen trugen bei. In Europa, dem Nahen Osten, Afrika, Asien-Pazifik und Lateinamerika legten vor allem die Volumen zu, in Nordamerika halfen höhere Preise.
Das operative Ergebnis ohne Sonderposten kam auf 912 Millionen Kronen, nach 890 Millionen im Vorjahr. Die Marge sank leicht auf 2,7 Prozent. Inklusive Einmalbelastungen von 305 Millionen Kronen blieben 607 Millionen übrig. Sie stehen für Restrukturierungen rund um die Partnerschaft mit Midea in Nordamerika sowie für die Straffung von Organisation und Werksnetz. In Rosario, Argentinien, wurde ein Werk geschlossen.
Gegenwind kam von außen. Der Nahost-Konflikt verteuerte Rohstoffe und Logistik, hinzu kamen US-Zölle. Effizienzmaßnahmen im Umfang von 1,4 Milliarden Kronen fingen das auf. Positiv wirkte zudem eine Steuererstattung, die einen Rückstellungseffekt in Brasilien mehr als ausglich.
Cashflow und Verschuldung verbessern sich
Der operative Cashflow nach Investitionen sprang auf 3,6 Milliarden Kronen, nach nur 624 Millionen im Vorjahr. Treiber waren ein besseres Working Capital und Rückerstattungen von US-Zöllen. Die Verschuldung sank auf das 2,2-Fache des EBITDA, zuvor war es das 3,5-Fache.
Die Midea-Partnerschaft ist nun operativ. Das Gemeinschaftsunternehmen für Wäschepflege in Anderson startete am 1. September. Vertriebs- und Fertigungs-Joint-Venture für Kühlprodukte in den USA und Juarez folgten am 1. Oktober, die Juarez-Anlagen gingen an Midea über.
Ausblick: Volumen und Preis liefern keinen Beitrag mehr
Konzernchef Yannick Fierling dämpft die Erwartungen an das Kerngeschäft. Volumen, Preis und Mix sollen 2026 nur noch neutral zum operativen Ergebnis beitragen, bisher war ein positiver Beitrag eingeplant. Als Grund nennt er das schwierige Marktumfeld. Verbraucher in Nordamerika greifen wegen der Inflation zu günstigeren Geräten, in Europa trübte sich die Stimmung ein.
Dafür hebt der Konzern den erwarteten Effizienzbeitrag auf rund 4,0 Milliarden Kronen an. Den Druck durch externe Faktoren erwartet das Management auch in den kommenden Quartalen. In Italien laufen die Gespräche mit Gewerkschaften über den Optimierungsplan nach Unternehmensangaben planmäßig. Zuletzt schloss die Aktie bei 25,97 Kronen.
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