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AFC Energy Aktie: 2-Millionen-Vertrag mit Komatsu startet im September

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 05:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AFC Energy schließt Machbarkeitsstudie mit Komatsu ab und startet im September die Integrationsphase. Erste Wasserstoff-Großaufträge in Großbritannien sichern Einnahmen.

AFC Energy treibt Wasserstoff-Offensive mit Komatsu und H-Power voran
Moderne Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie in einer industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Entwicklung wasserstoffbasierter Antriebe für die Industrie nimmt bei AFC Energy, das inzwischen unter der Marke H-Power firmiert, weiter an Fahrt auf.

Das Unternehmen gab Anfang August den erfolgreichen Abschluss der ersten Phase seines gemeinsamen Entwicklungsprogramms mit dem japanischen Baumaschinenkonzern Komatsu bekannt. In diesem ersten Projektabschnitt stand die Machbarkeitsstudie für eine potenzielle, mit Ammoniak betriebene Motorenplattform im Fokus.

Strategische Neuausrichtung unter der Marke H-Power

Nach der erfolgreichen Bewertung der technischen Umsetzbarkeit rückt nun die praktische Erprobung näher. Die zweite und finale Phase der Kooperation mit Komatsu soll im September beginnen und ist bis Dezember 2027 terminiert. Ziel ist es, die Ammoniak-Cracking-Technologie von AFC Energy in industrielle Dieselmotoren von Komatsu zu integrieren.

Dieser Vertrag hat einen geschätzten Wert von rund 2 Millionen US-Dollar. Parallel zu diesen operativen Fortschritten vollzog das Unternehmen im Juni eine strategische Neuausrichtung und tritt seitdem verstärkt unter dem Namen H-Power auf.

Am gestrigen Dienstag verzeichnete die Aktie im Handel einen Rückgang von 2,5 Prozent und schloss bei 0,1228 Euro. Damit liegt der Kurs aktuell 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,2035 Euro, das im Mai erreicht wurde. Trotz des jüngsten Kursrücksetzers zeigen die operativen Zahlen eine positive Tendenz.

In den am 10. Juni veröffentlichten Zwischenergebnissen berichtete das Unternehmen von einer deutlich gestiegenen kommerziellen Dynamik. Die Umsatzerlöse legten im Vorjahresvergleich signifikant zu, während sich der Liquiditätsverbrauch verringerte. Zum Ende des Berichtszeitraums verfügte die Gruppe über liquide Mittel und kurzfristige Investitionen in Höhe von 17,4 Millionen Pfund.

Kommerzialisierung der Wasserstoff-Technologie

Ein wesentlicher Baustein der Wachstumsstrategie ist die dezentrale Erzeugung von Wasserstoff. So sicherte sich H-Power den ersten Großauftrag im Vereinigten Königreich für den Verkauf von grünem Wasserstoff, der aus Ammoniak gewonnen wurde. Die Belieferung erfolgt vom Standort Dunsfold aus.

Dort konnte das Unternehmen Medienberichten zufolge die Genehmigung der Umweltbehörde für einen Pilot-Cracker bereits früher als ursprünglich geplant sichern, was die Generierung von Einnahmen um drei bis vier Monate vorzog. Bis Ende 2026 strebt das Unternehmen gemeinsam mit der Industrial Chemicals Group die Produktion von Wasserstoff in großen Mengen für britische Industriekunden an.

Zusätzlich zur Großproduktion treibt das Unternehmen die Entwicklung kompakter Lösungen voran. Bereits am 25. Februar wurde die Einführung des LC30 gemeldet, eines Brennstoffzellen-Generators mit einer Leistung von 30 Kilowatt.

Das System zeichnet sich laut Unternehmensangaben durch eine um 20 Prozent höhere Effizienz aus. Zudem wurde die Anzahl der Bauteile gegenüber dem Vorgängermodell um mehr als 95 Prozent reduziert, was die Kosten um rund 85 Prozent senkt.

Neben Komatsu arbeitet AFC Energy an einem weiteren Projekt mit einem Partner aus dem S&P 500. Hierbei wurde die erste Phase zur Entwicklung dezentraler Ammoniak-zu-Wasserstoff-Cracker bereits abgeschlossen, während Gespräche über die anschließende kommerzielle Phase laufen.

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