Aflac, Aktie

Aflac Aktie: Präsident Koide verkauft für 1,2 Millionen

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 03:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aflac steigert den Nettogewinn, verzeichnet bereinigt jedoch einen Rückgang. In Japan und den USA blieb das operative Geschäft stabil.

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Beim US-Versicherer Aflac sorgen jüngste Transaktionen in der Führungsetage für Aufmerksamkeit. Präsident Masatoshi Koide veräußerte Anteile im Wert von rund 1,2 Millionen US-Dollar zu einem Preis von 118 US-Dollar je Aktie. Durch den Schritt verringerte sich seine Beteiligung um zwölf Prozent.

Führungskräfte veräußern Anteile

Die Veräußerung durch den Präsidenten reiht sich in eine Serie von Abgaben aus dem Management ein. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate bildete eine Transaktion von Finanzchef Max Broden den größten Einzelfall. Broden stieß Anteile im Gesamtwert von 1,5 Millionen US-Dollar ab, ebenfalls zu einem Ausführungskurs von 118 US-Dollar je Anteilsschein.

Käufe aus den Führungsetagen blieben im selben Zeitraum vollständig aus. Zusammengenommen halten die Unternehmensinsider weiterhin Aflac-Papiere im Gegenwert von 447 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Anteil von 0,8 Prozent am Grundkapital des Unternehmens.

Währungseffekte belasten bereinigtes Ergebnis

Parallel zu den Signalen aus der Führungsebene sieht sich der Konzern mit gegenläufigen Entwicklungen im operativen Geschäft konfrontiert. Im zweiten Quartal 2026 kletterte das Nettoergebnis zwar um 37,7 Prozent auf 825 Millionen US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis sank jedoch um 7,7 Prozent auf 883 Millionen US-Dollar.

Verantwortlich für diesen Rückgang waren vor allem Wechselkurseffekte im wichtigen Japan-Geschäft. Der durchschnittliche Kurs lag im abgelaufenen Jahresviertel bei 159,45 Yen je US-Dollar, was einer Abwertung von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach.

Diese Währungsschwäche kostete das bereinigte Ergebnis je Aktie rechnerisch 0,05 US-Dollar. Im gesamten ersten Halbjahr verzeichnete Aflac auf währungsbereinigter Basis hingegen einen Zuwachs beim bereinigten Gewinn je Aktie von 4,1 Prozent auf 3,57 US-Dollar.

Stabiles operatives Geschäft in Japan und den USA

Abseits der Währungsturbulenzen behauptete sich das Neugeschäft in den Kernmärkten stabil. In Japan verbesserte sich die bereinigte Vorsteuermarge auf 34,3 Prozent, nach 32,0 Prozent im Vorjahresquartal. Die dortigen Halbjahresverkäufe legten um 7,0 Prozent auf 37,3 Milliarden Yen zu.

Auch der US-Heimatmarkt wuchs moderat. Die Nettoprämien erhöhten sich dort um 2,3 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Das Verkaufsvolumen verbesserte sich zeitgleich um 2,6 Prozent auf 349 Millionen US-Dollar. Das Management setzte zudem umfangreiche Mittel für die Aktionäre ein. Im Quartal flossen 983 Millionen US-Dollar in Aktienrückkäufe, ergänzt durch eine Quartalsdividende von 0,61 US-Dollar für das dritte Quartal.

Im europäischen Handel schloss die Aktie am Freitag bei 101,50 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Plus von 8,5 Prozent. Gegenüber dem am 29. Juli 2026 markierten 52-Wochen-Hoch von 114,50 Euro liegt der Kurs aktuell elf Prozent im Minus.

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