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Akzo Nobel Aktie: Verlust schrumpft, Umsatz bröckelt

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 08:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sondereffekte prägen das Quartal; bereinigtes EBITDA steigt leicht, während der Umsatz geringfügig zurückgeht.
Architektur-Render zeigt moderne Konzernzentrale neben Chemieanlage, passend zu Akzo Nobel N.V., ISIN NL0013267909, in Amsterdam Illustration mit AI erstellt.

Akzo Nobel hat im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht als nötig, aber weniger tief als vor einem Jahr. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 178 Millionen Euro nach 194 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie liegt bei minus 1,04 Euro.

Sonderlasten verzerren das Bild

Der operative Verlust fiel mit 73 Millionen Euro größer aus als vor einem Jahr (29 Millionen Euro). Ursache sind einmalige Belastungen: Die Dekonsolidierung des Russland-Geschäfts schlug mit 230 Millionen Euro zu Buche, der Verkauf der Pakistan-Sparte mit 46 Millionen Euro. Hinzu kamen Kosten im Vorgriff auf weitere Maßnahmen.

Im Vorjahr hatte eine Rückstellung von 275 Millionen Euro für den australischen Rechtsstreit (Projekt Ichthys) das Ergebnis belastet. Beide Quartale sind damit durch Sondereffekte geprägt, was den direkten Vergleich erschwert.

Operativ stabil, Umsatz leicht rückläufig

Bereinigt zeigt sich ein ruhigeres Bild. Der bereinigte EBITDA stieg auf 388 Millionen Euro, nach 385 Millionen Euro im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie aus fortgeführten Geschäften lag mit 1,00 Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 1,01 Euro.

Der Umsatz gab minimal nach, auf 2,538 Milliarden Euro von 2,547 Milliarden Euro. Eine Bewegung von weniger als einem halben Prozent ist kein Einbruch, aber auch kein Wachstumssignal.

Prognose bleibt auf Kurs

Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management eine Verbesserung des bereinigten EBITDA um rund 100 Millionen Euro in Aussicht, bei konstanten Wechselkursen. Das ergibt ein erwartetes Jahresergebnis von etwa 1,47 Milliarden Euro. Die Basis sind Wechselkurse vom Jahresende 2025, bereinigt um den Verkauf der Flüssiglack-Geschäfte in Asien. Die Prognose steht unter dem Vorbehalt der aktuellen Marktsicht und geopolitischer Entwicklungen.

Mittelfristig peilt der Konzern eine bereinigte EBITDA-Marge von mehr als 16 Prozent an. Die bereinigte Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital soll zwischen 16 und 19 Prozent liegen. Wer die Zielmarke von 1,47 Milliarden Euro erreichen will, muss im Schlussquartal also operativ zulegen: Der Zielwert verlangt eine spürbare Steigerung gegenüber dem aktuellen Niveau.

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