Alcazar von Segovia, Spanien

Alcazar von Segovia: Spaniens MĂ€rchenschloss ĂŒber der Schlucht

17.05.2026 - 19:06:07 | ad-hoc-news.de

Der Alcazar von Segovia, lokal Alcazar de Segovia, thront ĂŒber der kastilischen Stadt Segovia in Spanien und wirkt wie ein MĂ€rchenschloss. Warum das Wahrzeichen deutsche Reisende besonders fasziniert und was Sie vor dem Besuch wissen sollten.

Alcazar von Segovia, Spanien, Reise
Alcazar von Segovia, Spanien, Reise

Über einer tiefen Schlucht, auf einem schmalen FelsrĂŒcken, erhebt sich der Alcazar von Segovia wie ein MĂ€rchenschloss aus einem Bilderbuch. Der Alcazar de Segovia („AlcĂĄzar“ aus dem Arabischen, sinngemĂ€ĂŸ „Festung“ oder „Burg“) verbindet die Strenge einer mittelalterlichen Festung mit der Eleganz eines Königspalastes – ein Bild, das viele Besucher unwillkĂŒrlich an romantische Schlösser in Deutschland erinnert, aber deutlich Ă€lter ist als etwa Schloss Neuschwanstein.

Alcazar von Segovia: Das ikonische Wahrzeichen von Segovia

Der Alcazar von Segovia gilt als eines der charakteristischsten Schlösser Spaniens. GEO und National Geographic Deutschland beschreiben ihn als Symbol fĂŒr die Macht der kastilischen Könige, zugleich aber auch als romantische Silhouette, die sich tief in das GedĂ€chtnis der Besucher einprĂ€gt. Die spitz zulaufenden SchieferdĂ€cher der TĂŒrme, die hellen Mauern und die exponierte Lage hoch ĂŒber den FlĂŒssen Eresma und Clamores machen das Bauwerk zu einem markanten Orientierungspunkt in der Landschaft.

Segovia selbst liegt in Kastilien-LeĂłn, nordwestlich von Madrid, auf rund 1.000 m Höhe. Die Stadt ist vor allem fĂŒr drei Monumente bekannt: den römischen AquĂ€dukt, die spĂ€tgotische Kathedrale und eben den Alcazar de Segovia. Diese Kombination hat dazu beigetragen, dass die Altstadt von Segovia zusammen mit dem AquĂ€dukt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklĂ€rt wurde. Zwar ist der Alcazar formal nicht eigenstĂ€ndig gelistet, er bildet aber laut UNESCO und spanischem Kulturministerium einen integralen Bestandteil des geschĂŒtzten historischen Ensembles.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Alcazar von Segovia ein idealer Baustein einer Kulturreise durch Zentralspanien. Im Vergleich zu bekannten Zielen wie Barcelona oder Andalusien ist Segovia weniger ĂŒberlaufen, bietet aber eine außergewöhnliche Dichte an Architekturgeschichte – von der römischen Antike ĂŒber das Mittelalter bis zur frĂŒhen Neuzeit.

Geschichte und Bedeutung von Alcazar de Segovia

Die UrsprĂŒnge des Alcazar de Segovia reichen weit zurĂŒck. ArchĂ€ologische und schriftliche Hinweise, die unter anderem in Publikationen der spanischen Denkmalbehörden und in Überblicksartikeln der Deutschen Welle zusammengefasst werden, deuten darauf hin, dass der FelsrĂŒcken bereits in römischer und westgotischer Zeit befestigt war. Die heutige Burganlage entwickelte sich jedoch vor allem im Hochmittelalter.

Der Name „AlcĂĄzar“ geht auf das Arabische „al-qa?r“ zurĂŒck, was „Festung“ oder „Palast“ bedeutet. Er stammt aus der Zeit der islamischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel. Die Region um Segovia wurde im 11. Jahrhundert von den christlichen Königreichen zurĂŒckerobert. In dieser Phase, zur Zeit der kastilischen und spĂ€ter kastilisch-leonischen Könige, wurde die Anlage zu einer wichtigen Festung ausgebaut, die den Zugang zur Hochebene von Kastilien kontrollierte.

Besondere Bedeutung erlangte der Alcazar von Segovia im SpĂ€tmittelalter und in der frĂŒhen Neuzeit. Historische Arbeiten, auf die unter anderem die spanische Tourismusbehörde Turespaña und das Informationsmaterial des Alcazar selbst verweisen, beschreiben die Burg als bevorzugte Residenz mehrerer kastilischer Herrscher. König Alfons VIII., Heinrich IV. von Kastilien und das katholische Königspaar Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von AragĂłn nutzten Segovia wiederholt als Aufenthaltsort.

Schon frĂŒh wurde der Alcazar nicht nur als Wehrbau, sondern auch als reprĂ€sentativer Palast verstanden. Hier fanden Hofzeremonien, EmpfĂ€nge und wichtige politische Entscheidungen statt. Besonders hervorgehoben wird in spanischen und internationalen Quellen die Rolle der Burg bei der Thronbesteigung Isabellas der Katholischen: In Segovia ließ sie sich im 15. Jahrhundert zur Königin von Kastilien ausrufen – ein SchlĂŒsselereignis fĂŒr die spĂ€tere Vereinigung der spanischen Königreiche und die Ära der Entdeckungsfahrten, die auch fĂŒr die Geschichte Europas prĂ€gend wurde.

Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte der Alcazar mehrere Umnutzungen. Nach Angaben der offiziellen Verwaltung des Alcazar, die von seriösen ReisefĂŒhrern wie Marco Polo Spanien und dem ADAC Reisemagazin bestĂ€tigt werden, diente die Burg zeitweise als StaatsgefĂ€ngnis und spĂ€ter als königliche Artillerieschule. Ein verheerender Brand im 19. Jahrhundert zerstörte Teile der Anlage. Der Wiederaufbau orientierte sich stark an der romantischen Vorstellung einer mittelalterlichen Festung, wie sie damals in ganz Europa – auch in Deutschland, etwa beim Wiederaufbau der Wartburg – populĂ€r war.

Heute ist der Alcazar von Segovia ein Museum und ein historisches Monument von nationaler Bedeutung. Das spanische Kulturministerium fĂŒhrt ihn als Kulturgut (Bien de InterĂ©s Cultural), und die Burg gehört zu den meistbesuchten SehenswĂŒrdigkeiten der Region Kastilien-LeĂłn. Sie ist ein anschauliches Beispiel dafĂŒr, wie sich Herrschaftsarchitektur ĂŒber Jahrhunderte verĂ€ndert und an neue Funktionen angepasst hat.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist der Alcazar de Segovia ein Kaleidoskop verschiedener Epochen. Kunsthistoriker betonen, dass sich in der Anlage romanische, gotische, mudĂ©jarische und frĂŒhneuzeitliche Elemente ĂŒberlagern. Die unregelmĂ€ĂŸige Grundform folgt dem Felsen, auf dem die Burg steht – ein Grund, warum die Anlage so organisch mit der Landschaft wirkt.

Schon von außen prĂ€gen die markanten TĂŒrme und die SchieferdĂ€cher das Bild. Der große Turm, hĂ€ufig als „Torre de Juan II“ (Turm Johanns II.) bezeichnet, dominiert die Silhouette. Er ist ĂŒber eine enge Wendeltreppe mit vielen Stufen zu erklimmen und bietet bei klarem Wetter weite Blicke ĂŒber die Altstadt Segovias, den AquĂ€dukt und die umliegende kastilische Hochebene. Viele ReisefĂŒhrer vergleichen diesen Ausblick mit dem Blick von mittelalterlichen Burgen in Deutschland – nur dass hier die karge, goldene Landschaft Kastiliens statt der waldreichen Mittelgebirge dominiert.

Im Inneren wechseln sich reprĂ€sentative SĂ€le, Kapellen und kleinere RĂ€ume ab. Besonders eindrucksvoll sind laut mehreren kunsthistorischen Publikationen die SĂ€le mit reich verzierten Holzdecken im MudĂ©jar-Stil. „MudĂ©jar“ bezeichnet eine Kunst- und Architekturrichtung, in der christliche und islamische Formen verschmelzen – eine Besonderheit Spaniens. Holzdecken mit geometrischen Mustern, Stuckornamente und Kachelböden zeigen, wie stark die islamische Ornamentik das christliche Kastilien beeinflusste.

Der Thronsaal und der Saal der Könige (Sala de los Reyes) gehören zu den meistfotografierten RĂ€umen. Im Saal der Könige sind die Herrscher Kastiliens in Form einer Reihe von geschnitzten und bemalten Figuren dargestellt. Offizielle Informationen der Burgverwaltung und Beschreibungen in renommierten FĂŒhrern betonen, dass diese Ausstattung grĂ¶ĂŸtenteils auf Neuinterpretationen aus der Neuzeit zurĂŒckgeht, aber in der Tradition Ă€lterer Darstellungen steht. Der Raum vermittelt Besucherinnen und Besuchern dennoch anschaulich, wie sich die kastilische Monarchie selbst inszenierte.

In anderen Teilen des Alcazar erinnern Kanonen, RĂŒstungen und Waffensammlungen an die Zeit als Artillerieschule. Diese militĂ€rhistorische Dimension wird von der Burgverwaltung und von spanischen Museen hervorgehoben, weil sie zeigt, wie sich die Funktion der Anlage vom königlichen Wohnsitz zur militĂ€rischen AusbildungsstĂ€tte wandelte. FĂŒr deutsche Reisende, die sich fĂŒr MilitĂ€rgeschichte interessieren, ist dies ein spannender Kontrast zu reinen Residenzschlössern wie Sanssouci oder Schloss Nymphenburg.

Ein weiteres Highlight ist der Innenhof mit seinen Arkaden. Er bildet einen ruhigen Gegenpol zu den eher dramatischen Außenszenen auf dem FelsrĂŒcken. Bei gutem Wetter fĂ€llt das kastilische Sonnenlicht in klaren Linien auf die hellen SteinflĂ€chen, was Fotografen und Architekturfans gleichermaßen begeistert. WĂ€hrend einige Elemente des Hofes auf die spĂ€tgotische Phase zurĂŒckgehen, stammen andere aus spĂ€teren Restaurierungen – ein Zusammenspiel, das Fachleute wie die spanische Denkmalbehörde nicht als Nachteil, sondern als dokumentierte Schichtung der Geschichte verstehen.

Alcazar von Segovia besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Segovia liegt in Zentralspanien, rund 90 km nordwestlich von Madrid. Von Madrid aus ist die Stadt gut per Bahn erreichbar. HochgeschwindigkeitszĂŒge (AVE bzw. Avant) verbinden zum Beispiel den Bahnhof Madrid-ChamartĂ­n mit der Station Segovia Guiomar in etwa 30 Minuten. Von dort fahren Busse ins Zentrum. Deutsche Reisende erreichen Madrid von Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin, DĂŒsseldorf oder Hamburg aus meist mit DirektflĂŒgen großer Airlines. Die Flugzeit liegt – je nach Abflughafen – typischerweise bei rund 2,5 bis 3 Stunden. Von Madrid aus kann Segovia auch per Mietwagen ĂŒber Autobahnen mit Mautabschnitten angefahren werden. Die Fahrzeit betrĂ€gt je nach Verkehrslage etwa eine Stunde.
  • Weg zum Alcazar
    Der Alcazar von Segovia befindet sich am westlichen Ende der historischen Altstadt. Vom Bereich des AquĂ€dukts fĂŒhrt ein Spaziergang durch die mittelalterlichen Straßen zunĂ€chst zur Kathedrale und weiter zum Felsvorsprung mit der Burg. Der Weg ist leicht ansteigend, aber in einem normalen Stadtspaziergang gut zu bewĂ€ltigen. Wer mit dem Auto anreist, findet in der Umgebung mehrere Parkmöglichkeiten, die jedoch, wie die Stadtverwaltung und ReisefĂŒhrer betonen, zu Stoßzeiten stark ausgelastet sein können.
  • Öffnungszeiten
    Die Öffnungszeiten des Alcazar de Segovia variieren je nach Saison. In vielen Jahren gelten in der warmen Jahreszeit lĂ€ngere Öffnungszeiten als im Winter, wobei mittlere Tageszeiten generell abgedeckt sind. Da die Zeiten durch Feiertage, Sonderveranstaltungen oder Anpassungen der Verwaltung von Jahr zu Jahr leicht abweichen können, empfiehlt die Burgverwaltung ausdrĂŒcklich, die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt auf der offiziellen Website des Alcazar von Segovia zu prĂŒfen. ReisefĂŒhrer wie „Spanien“ von Marco Polo und das ADAC Reisemagazin schließen sich dieser Empfehlung an.
  • Eintritt
    Der Zugang zum Alcazar ist kostenpflichtig. Es werden unterschiedliche Ticketarten angeboten, etwa fĂŒr den Besuch der InnenrĂ€ume, fĂŒr den Aufstieg auf den Turm oder Kombitickets. Preise können je nach Saison, Besuchergruppe (Erwachsene, Kinder, ErmĂ€ĂŸigungen) und etwaigen Sonderausstellungen variieren. Seriöse Quellen wie die spanische Tourismusbehörde und aktuelle ReisefĂŒhrer raten daher, vor dem Besuch die konkrete Preisstruktur und mögliche ErmĂ€ĂŸigungen online auf der offiziellen Seite der Burg zu prĂŒfen. In der Regel sind die Eintrittspreise moderat und liegen im Bereich ĂŒblicher Museums- und Schlossbesichtigungen in Spanien.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Segovia ist kontinental geprĂ€gt. Sommer können heiß und trocken, Winter ĂŒberraschend kĂŒhl sein, zumal die Stadt auf etwa 1.000 m Höhe liegt. Viele Reiseexpertinnen und -experten empfehlen FrĂŒhling und Herbst als angenehmste Reisezeiten, wenn Temperaturen milder sind und das Licht fĂŒr Fotografie besonders reizvoll ist. Wer im Hochsommer kommt, sollte Mittagshitze und stĂ€rkere Besucherzahlen einkalkulieren. FĂŒr den Besuch des Alcazar ist es ratsam, möglichst frĂŒh am Tag oder am spĂ€ten Nachmittag zu kommen, um grĂ¶ĂŸere Gruppen zu umgehen.
  • Sprache und Kommunikation
    Die Amtssprache in Segovia ist Spanisch. In touristischen Einrichtungen wie dem Alcazar von Segovia sprechen Mitarbeitende hĂ€ufig Englisch, teils auch weitere Fremdsprachen. Deutschsprachige Beschilderung ist weniger verbreitet als in stark von deutschen GĂ€sten geprĂ€gten Regionen wie den Balearischen Inseln. Viele deutschsprachige ReisefĂŒhrer empfehlen, einige grundlegende spanische Floskeln zu beherrschen, da dies im Alltag – etwa in Bars oder kleineren GeschĂ€ften – geschĂ€tzt wird.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In Spanien wird mit Euro (€) bezahlt, sodass fĂŒr Reisende aus Deutschland kein WĂ€hrungswechsel nötig ist. In Segovia sind Kreditkarten und gĂ€ngige Debitkarten weit verbreitet. In historischen Bereichen oder kleineren Lokalen ist Bargeld allerdings weiterhin nĂŒtzlich. Mobile Payment ĂŒber Apple Pay oder Google Pay wird zunehmend akzeptiert, ist aber nicht ĂŒberall garantiert. Beim Trinkgeld orientieren sich viele Reisende an einer runden Aufstockung: Im Restaurant ist ein Trinkgeld von rund 5–10 Prozent bei gutem Service ĂŒblich, in CafĂ©s genĂŒgt es oft, etwas Kleingeld auf dem Teller zu lassen. FĂŒr FĂŒhrungen oder besondere Hilfeleistungen wird ein kleines Trinkgeld gerne angenommen.
  • Einreise, Gesundheit und Sicherheit
    Spanien gehört zur EuropĂ€ischen Union und zum Schengen-Raum. Deutsche StaatsbĂŒrgerinnen und StaatsbĂŒrger können daher in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen Ă€ndern können, sollten die jeweils aktuellen Einreisehinweise und möglichen Besonderheiten – etwa bei gesundheitlichen Lagen – immer vorab beim AuswĂ€rtigen Amt (auswaertiges-amt.de) geprĂŒft werden. Innerhalb der EU ist die EuropĂ€ische Krankenversicherungskarte (in der Regel auf der RĂŒckseite der deutschen Gesundheitskarte) ein wichtiges Dokument fĂŒr medizinische Leistungen im Notfall. ZusĂ€tzliche Auslandsreiseversicherungen können je nach persönlicher Situation sinnvoll sein.
  • Zeitzone
    Segovia liegt – wie der Großteil Spaniens – in der gleichen Zeitzone wie Deutschland (MitteleuropĂ€ische Zeit bzw. MitteleuropĂ€ische Sommerzeit). Reisende aus Deutschland mĂŒssen daher in der Regel keine Zeitverschiebung berĂŒcksichtigen, was die Planung von Bahnfahrten, Museumsbesuchen und Reservierungen erleichtert.
  • Fotografie, Kleidung, Verhalten
    Der Alcazar von Segovia ist ein touristisch erschlossenes Monument. In vielen Bereichen ist das Fotografieren fĂŒr den privaten Gebrauch erlaubt, teilweise ohne Blitz. Da Regeln sich Ă€ndern können und einzelne RĂ€ume Sonderbestimmungen haben können, sollten Hinweisschilder und Anweisungen des Personals beachtet werden. Eine spezielle Kleiderordnung wie in religiösen Bauwerken gibt es ĂŒblicherweise nicht, aber respektvolles Auftreten, keine laute Musik und eine sorgfĂ€ltige Behandlung historischer OberflĂ€chen werden erwartet.

Warum Alcazar de Segovia auf jede Segovia-Reise gehört

FĂŒr viele Besucherinnen und Besucher ist der Alcazar de Segovia der emotionale Höhepunkt eines Segovia-Aufenthalts. Der Weg zur Burg fĂŒhrt durch eine Altstadt, die mit ihren engen Gassen, romanischen Kirchen und Blickachsen auf die Kathedrale ein dichtes historisches Ambiente schafft. Aus der Ferne wirkt der Alcazar fast wie ein Schiff, das an der Spitze des Felsens im Meer aus HĂ€usern ankert – ein Bild, das sich in zahlreichen Fotoreportagen, etwa in National Geographic Deutschland und im spanischen Kulturfernsehen TVE, wiederfindet.

Im Inneren entsteht eine AtmosphĂ€re, die sich deutlich von vielen barocken Residenzschlössern in Mitteleuropa unterscheidet. Die RĂ€ume sind oft dunkler, die Mauern massiver, und die Dekorationen erinnern an die besondere Mischung aus christlicher und islamisch geprĂ€gter Kultur, die fĂŒr die Geschichte Spaniens charakteristisch ist. FĂŒr deutsche GĂ€ste, die vielleicht Neuschwanstein, die Schlösser an Rhein und Mosel oder die Burgen in Franken kennen, eröffnet sich hier ein anderer Zugang zur europĂ€ischen Burgenlandschaft.

Der Besuch des Alcazar lĂ€sst sich ideal mit weiteren Stationen in Segovia verbinden. Die Altstadt mit dem monumentalen römischen AquĂ€dukt – einem Meisterwerk antiker Ingenieurskunst – bildet einen Kontrast zum mittelalterlichen Charakter der Burg. Die Kathedrale, ein Beispiel hochgotischer Architektur, erzĂ€hlt wiederum von der religiösen Geschichte der Stadt. So lĂ€sst sich an einem Tag in Segovia eine Zeitreise durch rund 2.000 Jahre Architektur- und Kulturgeschichte unternehmen.

Auch in der Kombination mit anderen Zielen in Zentralspanien hat der Alcazar von Segovia seinen festen Platz. Von Madrid aus bieten sich etwa TagesausflĂŒge an, bei denen Segovia mit Ávila oder El Escorial kombiniert wird. Spanische und deutsche Reiseanbieter planen den Alcazar hĂ€ufig als Höhepunkt solcher Routen ein, weil er sowohl fotogen als auch kulturhistorisch bedeutend ist.

Ein weiterer Grund, warum Alcazar de Segovia fĂŒr Reisende aus der DACH-Region so attraktiv ist, liegt in der ZugĂ€nglichkeit. Ohne Zeitverschiebung, mit guter Bahn- und Flugverbindung und innerhalb eines Landes, das innerhalb der EU als sicheres Reiseziel gilt, lĂ€sst sich ein Besuch vergleichsweise unkompliziert organisieren. Wer Spanien abseits der KĂŒsten erleben möchte, findet in Segovia eine authentische, nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig touristische Stadt, deren Wahrzeichen dennoch international bekannt ist.

Alcazar von Segovia in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien ist der Alcazar von Segovia lĂ€ngst ein wiederkehrendes Motiv. Reisevideos auf YouTube zeigen den Aufstieg zum Turm und die Panoramablicke ĂŒber die kastilische Landschaft, Instagram ist voll von SonnenuntergĂ€ngen hinter der Burgsilhouette, und auf Kurzvideoplattformen werden oft dramatische Drohnenaufnahmen oder ÜbergĂ€nge vom AquĂ€dukt zur Burg geteilt. Diese Bilder verstĂ€rken die Wahrnehmung des Alcazar als MĂ€rchenschloss und inspirieren viele, die Burg bei einer Spanienreise in die eigene Route aufzunehmen.

HĂ€ufige Fragen zu Alcazar von Segovia

Wo liegt der Alcazar von Segovia genau?

Der Alcazar von Segovia befindet sich am westlichen Rand der historischen Altstadt von Segovia in der Region Kastilien-LeĂłn in Zentralspanien. Er steht auf einem Felsvorsprung ĂŒber den FlĂŒssen Eresma und Clamores und ist von Madrid aus in etwa einer halben Stunde per Schnellzug nach Segovia und anschließend kurzer Bus- oder Taxifahrt erreichbar.

Wie alt ist der Alcazar de Segovia?

Die genaue Entstehungszeit der Burg ist nicht eindeutig datiert, da auf dem Felsen bereits in römischer und westgotischer Zeit Befestigungen bestanden. Die Entwicklung zur königlichen Burganlage erfolgte vor allem im Hoch- und SpĂ€tmittelalter, insbesondere ab dem 12. und 13. Jahrhundert. Viele der heute sichtbaren GebĂ€ude und TĂŒrme wurden in spĂ€teren Jahrhunderten umgebaut oder nach dem Brand im 19. Jahrhundert restauriert.

Kann man den Turm des Alcazar besteigen?

Der markante Turm des Alcazar, hĂ€ufig „Torre de Juan II“ genannt, kann in der Regel im Rahmen des Besuchs bestiegen werden. Der Aufstieg erfolgt ĂŒber eine enge Wendeltreppe mit zahlreichen Stufen, weshalb festes Schuhwerk und eine gewisse Grundkondition empfehlenswert sind. Ob der Turm aktuell geöffnet ist und ob dafĂŒr ein eigenes Ticket nötig ist, sollten Reisende direkt auf der offiziellen Website des Alcazar prĂŒfen.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr einen Besuch einplanen?

FĂŒr eine Besichtigung der Außenanlagen, der wichtigsten InnenrĂ€ume und des Turms planen viele Reisende zwischen 1,5 und 2,5 Stunden ein. Wer sich intensiver mit der Geschichte, den Ausstellungen und der Architektur beschĂ€ftigen möchte, kann auch deutlich mehr Zeit brauchen, insbesondere wenn der Besuch mit einem ausfĂŒhrlichen Rundgang durch die Altstadt von Segovia kombiniert wird.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr einen Besuch?

Angenehm sind vor allem FrĂŒhling und Herbst, wenn die Temperaturen in Segovia mild sind und das Licht fĂŒr Fotografie besonders attraktiv ist. Im Sommer kann es heiß und voller werden, wĂ€hrend im Winter kĂŒhle Temperaturen und gelegentlich raues Wetter möglich sind. UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit lohnt es sich, den Alcazar möglichst frĂŒh am Tag oder am spĂ€ten Nachmittag zu besuchen, um den grĂ¶ĂŸten Andrang zu vermeiden.

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