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Allianz Aktie: Lillelund fordert Staatshilfe für KI-Risiken

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 06:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Thomas Lillelund sieht bei schweren KI-Schäden Grenzen privater Versicherbarkeit und plädiert für staatlich-private Risikoteilung.

Pop-Art-Illustration: Großer blauer Regenschirm schützt Häuser und Familien, Aufschrift SAFETY
Retro-Pop-Art-Illustration der 1960er: Ein riesiger blauer Regenschirm überspannt bunte Häuser und Familien. Schwarze Konturen, flache Primärfarben, Ben-Day-Raster. Titel „SAFETY”. Allianz SE (DE0008404005) Illustration mit AI erstellt.

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Geschäftsprozesse, sondern stellt Versicherungskonzerne auch vor neue versicherungstechnische Herausforderungen. Bei schwerwiegenden Cyber- und Technologievorfällen stoßen klassische Deckungskonzepte an ihre Grenzen.

Thomas Lillelund, Vorstandschef von Allianz Commercial, wies am 29. September im Handelsblatt darauf hin, dass KI-Risiken Schäden verursachen könnten, die nicht mehr vollständig am privaten Markt versicherbar seien.

Ruf nach öffentlich-privaten Kooperationen

Nach Einschätzung von Lillelund verlangen potenzielle Großschadensereignisse im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz neue Modelle der Risikoteilung. Konkret sprach sich der Vorstandschef von Allianz Commercial dafür aus, bei der Absicherung solcher systemischen Großrisiken auf öffentlich-private Lösungen zu setzen.

Wenn Schäden Dimensionen annehmen, die private Bilanzen überfordern, könnten staatliche Auffangmechanismen nach dem Vorbild von Terror- oder Naturkatastrophen-Pools als Rückhalt dienen.

Die Debatte über die finanziellen Folgen von KI trifft den Münchener DAX-Konzern in einer Phase solider operativer Trends. Im gestrigen Montagshandel schloss die Allianz-Aktie mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent bei 419,20 Euro.

Unterschiedliche Akzente bei Analysten

An den Märkten wird das Zusammenspiel aus Technologiechancen und Risikoprofilen aufmerksam verfolgt. Medienberichten zufolge bestätigte das Bankhaus Berenberg am 29. September seine Kaufempfehlung („Buy“) für die Allianz-Aktie mit einem Kursziel von 684 Euro.

Kapitaldisziplin und Quartalszahlen im Fokus

Neben den strategischen Branchendiskussionen hält der Versicherer an seiner aktionärsfreundlichen Linie fest. Das Management setzt das laufende Aktienrückkaufprogramm kontinuierlich fort und erwarb vom 21. bis einschließlich 22. September weitere 182.616 eigene Anteilsscheine. Damit summierte sich die Zahl der seit dem 13. März bis zu diesem Stichtag zurückgekauften Papiere auf über 6,2 Millionen Stück.

Mehr Klarheit über die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten erhalten Anleger im kommenden Monat. Die Allianz hat die Veröffentlichung ihrer Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 für den 12. November angekündigt.

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