Almonty Aktie: Rückkaufprogramm über 300 Millionen Dollar
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 04:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Rohstoffkonzern Almonty Industries stößt an den internationalen Finanzmärkten auf ein deutlich wachsendes Interesse großer Investmenthäuser. Nachdem bereits Analysehäuser wie Jefferies das Unternehmen begleiten, nahmen mit Goldman Sachs und Stifel weitere Adressen die Beobachtung auf. Im Zentrum der Analysen steht die strategische Positionierung des Unternehmens vor dem Hintergrund globaler Lieferkettenrisiken bei Wolfram.
Wolframmarkt unter erheblichem Angebotsdruck
Auslöser der gestiegenen Aufmerksamkeit ist die anhaltende Verknappung am Wolframmarkt. China dominierte 2025 nach Angaben von Stifel-Analyst Brock Cannon rund 80 Prozent der weltweiten Minenförderung und hielt etwa 85 Prozent der nachgelagerten Kapazitäten zur Raffinerie von Ammoniumparatungstat. Nach der Einführung chinesischer Exportkontrollen zogen die Notierungen für das Industriemetall seit Anfang 2025 um rund 775 Prozent an.
Große Industrie- und Verteidigungssektoren suchen seither verstärkt nach verlässlichen Bezugsquellen außerhalb Chinas. Stifel bewertet die Aktie mit einer Kaufempfehlung und veranschlagt ein Kursziel von 25 US-Dollar.
Ausbaupläne in Südkorea und Portugal
Almonty reagiert auf die Marktlage mit einer Erweiterung der eigenen Förderstrukturen. Nachdem das Unternehmen vor gut einer Woche die kommerzielle Wolframproduktion gestartet hatte (seither minus 1,7 Prozent), läuft im südkoreanischen Sangdong-Bergwerk die Phase-I-Kommerzproduktion.
Eine geplante zweite Ausbauphase soll den jährlichen Erzdurchsatz im Jahr 2027 auf 1,2 Millionen Tonnen nahezu verdoppeln. Nach Einschätzung von Analyst Cannon könnte der Standort Sangdong nach Vollendung beider Phasen rund 40 Prozent der westlichen und alliierten Wolframversorgung abdecken.
Parallel dazu treibt das Unternehmen das Kapazitätswachstum im portugiesischen Panasqueira voran. Ziel des Konzerns ist es, bis Ende 2028 zum führenden Wolfram-Produzenten der westlichen Welt aufzusteigen. Zusätzliches Potenzial sieht das Management in einer geplanten Anlage für Wolframoxid.
Rückkaufprogramm stützt die Kapitalstruktur
Neben den operativen Fortschritten setzte der Vorstand auch kapitalmarktpolitische Signale. Das Gremium genehmigte ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 300 Millionen US-Dollar, das den Erwerb von bis zu 14,4 Millionen eigenen Anteilen über einen Zeitraum von 36 Monaten erlaubt.
An den Handelsplätzen spiegelte sich die operative Beschleunigung zuletzt deutlich wider. Am Freitag legte der Schlusskurs im deutschen Handel um 11 Prozent auf 12,09 Euro zu. Seit Jahresanfang beläuft sich das Kursplus damit auf 52 Prozent.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt damit bei umgerechnet 2,74 Milliarden Euro. Dennoch mahnen vorsichtigere Analystenstimmen zur Wachsamkeit hinsichtlich der Umsetzungsrisiken bei den laufenden Erweiterungsprojekten.
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