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Alpha Metallurgical Resources Aktie: Kosten bremsen Erholung

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 14:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Förderkosten drückten die Marge; für 2027 plant Alpha Lieferungen von 14,3 bis 15,7 Millionen Tonnen.
Industrielle Kohlemine in der Dämmerung mit atmosphärischer Beleuchtung und Fokus auf die Schwerindustrie. Illustration mit AI erstellt.

Alpha Metallurgical Resources verbucht im dritten Quartal erneut einen Verlust und verfehlt die Erwartungen. Der Kohleproduzent legt dennoch einen ersten Ausblick für 2027 vor und meldet feste Inlandsabnehmer für das kommende Jahr.

Verlust größer als erwartet

Der Nettoverlust lag bei 9,3 Millionen Dollar, das entspricht 0,73 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem Minus von 0,56 Dollar gerechnet. Der Umsatz erreichte 562,25 Millionen Dollar und blieb knapp unter der Konsensschätzung von 564,69 Millionen Dollar.

Im Vergleich zum zweiten Quartal verbesserte sich das Bild leicht. Damals stand ein Verlust von 12,3 Millionen Dollar zu Buche. Das bereinigte EBITDA stieg auf 29,4 Millionen Dollar, nach 25,6 Millionen Dollar. Zum Vorjahresquartal fällt der Rückstand allerdings deutlich aus, damals lag es bei 41,7 Millionen Dollar.

Der Grund liegt bei den Kosten. Die Förderkosten im Metallurgie-Segment stiegen auf 106,93 Dollar je Tonne, nach 103,07 Dollar im Vorquartal. Der realisierte Preis legte auf 121,09 Dollar je Tonne zu. Die Marge je Tonne schrumpfte trotzdem. Mit 3,9 Millionen verkauften Tonnen normalisierten sich immerhin die Liefermengen.

Ausblick 2027 und Hafenschaden

Für 2027 plant das Unternehmen Lieferungen von 14,3 bis 15,7 Millionen Tonnen, davon 13,1 bis 14,1 Millionen Tonnen Kokskohle. Die Kosten je Tonne sollen zwischen 104 und 110 Dollar liegen.

Rund 3,5 Millionen Tonnen sind bereits an inländische Kunden zu durchschnittlich 135,48 Dollar je Tonne vergeben. Das gibt dem Exportgeschäft eine Grundlage.

Ein Risiko bleibt der Terminal-Betreiber Dominion Terminal Associates in Newport News. Dort beschädigte im Juni ein Sturm eine Verladeanlage. Der Austausch dürfte laut Konzernchef Andy Eidson lange dauern, größere Investitionen erwartet er dafür nicht. Die Gespräche mit der Versicherung kämen gut voran. Ausweichen will Alpha auf andere Terminals in Hampton Roads.

Bilanz bleibt solide

Die Liquidität beträgt 443,4 Millionen Dollar, die Schulden liegen bei nur 10,6 Millionen Dollar. Das Aktienrückkaufprogramm ist über die Zeit weit fortgeschritten. Bis Ende Oktober erwarb Alpha rund 7,1 Millionen Aktien für etwa 1,2 Milliarden Dollar, im Schnitt zu 166,31 Dollar. Zuletzt schloss die Aktie bei 143,27 Dollar, also deutlich darunter.

Die nächste Orientierung liefert die Telefonkonferenz zu den Zahlen, die für heute 10:00 Uhr Ostküstenzeit angesetzt war. Dort dürfte sich zeigen, wie das Management die Kostenspanne für 2027 begründet.

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