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Alphabet Aktie: Harrison verlÀsst SpaceX-Verwaltungsrat

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 00:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google will die Kooperation mit SpaceX fortsetzen; ein mehrjÀhriger Rechenvertrag sieht monatliche Zahlungen von bis zu 920 Millionen US-Dollar vor.
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Alphabet verliert mit Donald Harrison einen langjĂ€hrigen Vertreter im SpaceX-Verwaltungsrat, hĂ€lt aber an der Zusammenarbeit fest. SpaceX legte den RĂŒcktritt gestern offen. Elon Musk begrĂŒndete den Schritt mit Interessenkonflikten zu Alphabet, ohne konkrete FĂ€lle zu nennen. FĂŒr Anleger rĂŒckt damit die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die enge GeschĂ€ftsbeziehung trotz dieser Spannungen fortsetzen lĂ€sst.

Harrison informierte SpaceX am Mittwoch ĂŒber seinen sofort wirksamen RĂŒcktritt. Er ist bei Google PrĂ€sident fĂŒr globale Partnerschaften und Unternehmensentwicklung und gehörte dem SpaceX-Verwaltungsrat seit Februar 2015 an. Damit endet eine mehr als zehnjĂ€hrige TĂ€tigkeit.

Partnerschaft besteht trotz RĂŒcktritt fort

SpaceX erklĂ€rte in seiner regulatorischen Mitteilung, Harrisons Ausscheiden beruhe nicht auf Differenzen ĂŒber den Betrieb, Richtlinien oder GeschĂ€ftspraktiken. Musks ErklĂ€rung setzt einen anderen Schwerpunkt: Er verwies ausdrĂŒcklich auf zu viele Interessenkonflikte mit Alphabet. Beide Aussagen beschreiben unterschiedliche Aspekte des RĂŒcktritts.

Google erklĂ€rte seinerseits, SpaceX weiterhin zu unterstĂŒtzen und die langjĂ€hrige Partnerschaft fortsetzen zu wollen. Dazu zĂ€hlt auch Project Suncatcher. Der erklĂ€rte Wille zur Zusammenarbeit spricht fĂŒr KontinuitĂ€t, sofern beide Seiten die von Musk angesprochenen Konflikte im GeschĂ€ftsalltag handhaben können.

Die Verbindung hat fĂŒr Alphabet zudem erhebliches finanzielles Gewicht. Laut Reuters ist Alphabet nach Angaben von LSEG der grĂ¶ĂŸte einzelne institutionelle SpaceX-AktionĂ€r. Harrisons Ausscheiden betrifft damit eine Beziehung, in der Beteiligungsinteressen und operative Zusammenarbeit zusammenkommen.

FĂŒr Anleger ist deshalb die Umsetzung der bestehenden Vereinbarungen entscheidend. Googles UnterstĂŒtzung ist ein positives Signal, solange daraus verlĂ€ssliche Zusammenarbeit und nutzbare RechenkapazitĂ€t entstehen.

Rechenvertrag macht die Verbindung greifbar

Besonders konkret wird die Partnerschaft beim Zugang zu Rechenleistung. Google vereinbarte fĂŒr KapazitĂ€ten nahe Memphis Zahlungen von bis zu 920 Mio. US-Dollar monatlich. Der Vertrag umfasst laut Prospekt rund 110.000 NVIDIA-GPUs.

Die vereinbarte Zahlungsphase reicht von Oktober 2026 bis Juni 2029 und folgt auf eine Anlaufphase mit reduziertem Entgelt. Damit besitzt die GeschÀftsbeziehung einen mehrjÀhrigen Rahmen.

Zugleich enthĂ€lt die Vereinbarung eine wichtige Ausstiegsmöglichkeit: Nach dem 31.12.2026 kann jede Seite mit einer Frist von 90 Tagen kĂŒndigen. FĂŒr Alphabet bietet der Vertrag Zugang zu umfangreicher RechenkapazitĂ€t, sofern die Zusammenarbeit Bestand hat.

Harrisons RĂŒcktritt macht die Interessenkonflikte zwischen den Partnern sichtbar. FĂŒr die wirtschaftliche Bewertung zĂ€hlt nun vor allem, ob Google und SpaceX ihre angekĂŒndigte Kooperation fortfĂŒhren und den Rechenvertrag umsetzen. Daran entscheidet sich, wie belastbar die Verbindung ohne Harrison im Verwaltungsrat bleibt.

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