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Alphabet Aktie: Richterin lehnt Werbesparte-Zerschlagung ab

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 06:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Rechner mit Gemini ergänzen Alphabets TPU-Ausbau, während Auflagen im Werbegeschäft und eine laufende Konsultation den Konzern betreffen.

Isometrische 3D-Illustration einer Wertschöpfungskette von Suche über Cloud zu Werbung
Isometrisches Diagramm der Datenwertschöpfungskette veranschaulicht Alphabet Inc. (Class A), ISIN US02079K3059, Suche, Cloud und Werbung Illustration mit AI erstellt.

Alphabet erweitert die Präsenz seiner künstlichen Intelligenz Gemini im Hardware-Markt. Hinter der neuen Gerätekategorie verbergen sich hochpreisige, an Android ausgerichtete Laptops, die speziell um die konzerneigenen Gemini-Werkzeuge herum konzipiert wurden.

Neue Laptop-Kategorie fordert PC-Hersteller heraus

Für den Bau der Rechner setzt das Unternehmen auf etablierte Partner. Modelle von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo sollen ab einem Einstiegspreis von 899 $ in den Handel kommen. Unter der Haube arbeiten Prozessoren von Intel oder Qualcomm. Google unternimmt damit den Versuch, das KI-Ökosystem enger mit dem traditionellen PC-Markt zu verzahnen und Gemini direkt am Arbeitsplatz der Nutzer zu verankern.

An den Finanzmärkten verlief der Handel zuletzt stabil. Die Alphabet-Aktie verabschiedete sich am Freitag bei 301,90 Euro aus dem Xetra-Handel.

Milliardenkredit stärkt Nachfrage nach TPU-Chips

Neben Endgeräten gewinnt auch die hauseigene Rechenzentrumshardware an Profil.

Die Mittel fließen in das Gemeinschaftsunternehmen Crux AI, das Alphabet zusammen mit Blackstone betreibt. Das geliehene Kapital ist für die Beschaffung von Googles Tensor Processing Units bestimmt, den konzerneigenen Spezialprozessoren für KI-Berechnungen.

Auf institutioneller Seite herrschte im Spätsommer allerdings Skepsis vor. Das Analysehaus Hazeltree meldete für August eine wachsende Zurückhaltung bei Hedgefonds. Erstmals im laufenden Jahr überwog demnach die Zahl der Fonds mit Leerverkaufspositionen die Zahl der langfristigen Halter. Alphabet fiel in der Folge aus der Liste der am stärksten gehaltenen Standardwerte der Fondsbranche heraus.

Wettbewerbsbehörden verschärfen die Regeln

Gleichzeitig fordern Regulierungsbehörden den Konzern auf mehreren Ebenen heraus.

Google soll den Nutzern künftig Auswahlbildschirme für die Standardsuchmaschine anzeigen, auf denen auch qualifizierte KI-Assistenten zur Wahl stehen. Die Konsultationsphase für diesen Vorschlag läuft bis zum 9. Oktober, eine finale Entscheidung wird bis Jahresende erwartet.

In den USA konnte das Management derweil ein drastisches Szenario abwenden. Im Kartellverfahren um das Werbetechnologiegeschäft lehnte eine Richterin am U.S. District Court for the Eastern District of Virginia am 16. September die vom US-Justizministerium geforderte Zerschlagung des Segments ab.

Google muss jedoch Auktionsregeln für Online-Werbung lockern und für sechs Jahre einen Aufseher für Kartellfragen akzeptieren. Gegen die Feststellung der Haftung bezüglich eines Werbetools kündigte der Konzern bereits Rechtsmittel an.

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