Altstadt Havanna, Habana Vieja

Altstadt Havanna: Warum Habana Vieja unter die Haut geht

17.05.2026 - 22:00:44 | ad-hoc-news.de

Zwischen morbidem Charme und UNESCO-Glanz: Die Altstadt Havannas, Habana Vieja, erzÀhlt Kubas Geschichte in jeder Fassade. Was Reisende aus Deutschland heute wissen sollten.

Altstadt Havanna, Habana Vieja, Kuba
Altstadt Havanna, Habana Vieja, Kuba

Wenn in der Altstadt Havannas die Sonne ĂŒber den pastellfarbenen Fassaden von Habana Vieja (auf Deutsch sinngemĂ€ĂŸ „Alte Havanna“) aufgeht, schimmern Patina, Einschusslöcher und koloniale Balkone wie eine lebendige BĂŒhne der Weltgeschichte. Oldtimer brummen ĂŒber Kopfsteinpflaster, wĂ€hrend aus offenen Fenstern Son-Musik klingt – ein sinnliches Panorama, das viele Kuba-Besucher nie wieder loslĂ€sst.

Altstadt Havanna: Das ikonische Wahrzeichen von Havanna

Die Altstadt Havannas, offiziell als Habana Vieja bezeichnet, gilt als das historische Herz der kubanischen Hauptstadt Havanna. Sie umfasst die Ă€ltesten Viertel rund um den Hafen und die spanischen Kolonialbefestigungen und wurde von der UNESCO als Teil des Welterbes „Altstadt von Havanna und ihre Festungsanlagen“ anerkannt. FĂŒr viele Reisende aus Deutschland ist sie das Bild, das vor Augen erscheint, wenn von „Havanna“ die Rede ist: pastellige KolonialhĂ€user, enge Gassen und PlĂ€tze, auf denen sich das Leben im Freien abspielt.

UNESCO und ICOMOS betonen die außergewöhnliche Mischung aus spanischer Kolonialarchitektur, militĂ€rischen Festungsanlagen und lebendiger Alltagskultur. Anders als in vielen museal wirkenden AltstĂ€dten Europas ist Habana Vieja kein reines Freilichtmuseum, sondern ein dicht bewohntes Viertel mit MĂ€rkten, Schulen, WerkstĂ€tten und WohnhĂ€usern. Genau dieser Kontrast zwischen historischer Kulisse und gelebtem Alltag macht die Altstadt Havannas fĂŒr Besucherinnen und Besucher aus dem deutschsprachigen Raum so faszinierend.

FĂŒr die deutsche Perspektive ist außerdem spannend: Habana Vieja steht exemplarisch fĂŒr die turbulente Geschichte der Karibik – von der spanischen Kolonialmacht ĂŒber den Sklavenhandel bis zur sozialistischen Revolution im 20. Jahrhundert. Wer durch die Gassen bummelt, erlebt auf kleinem Raum eine Art begehbares Geschichtsbuch der Neuen Welt.

Geschichte und Bedeutung von Habana Vieja

Die Geschichte der Altstadt Havannas beginnt im 16. Jahrhundert, als die spanische Krone in der Karibik StĂŒtzpunkte fĂŒr ihre Flotten und Handelsrouten nach Mittel- und SĂŒdamerika aufbaute. Havanna entwickelte sich aufgrund seiner geschĂŒtzten Bucht rasch zu einem strategisch wichtigen Hafen, in dem die Silberflotten aus den Kolonien zusammentrafen. Die frĂŒhen Stadtanlagen von Habana Vieja wurden im Raster angelegt, mit rechtwinkligen Straßen, PlĂ€tzen und kirchlichen Zentren nach dem Vorbild spanischer StĂ€dte.

Im Laufe der Jahrhunderte entstand ein dichtes Ensemble aus Kirchen, Klöstern, VerwaltungsgebĂ€uden, WohnhĂ€usern und militĂ€rischen Befestigungen. Bereits im 16. und 17. Jahrhundert wurden mĂ€chtige Festungen errichtet, um die Stadt gegen Piratenangriffe und rivalisierende KolonialmĂ€chte zu schĂŒtzen. Diese militĂ€rischen Anlagen sind heute ein zentraler Bestandteil des UNESCO-Welterbestatus der Altstadt Havannas.

Die Kolonialzeit brachte auch eine dunkle Seite mit sich: Havanna war ein wichtiger Umschlagplatz im transatlantischen Handelssystem, zu dem auch der Transport versklavter Menschen aus Afrika gehörte. Die ReichtĂŒmer, die in den PalĂ€sten von Habana Vieja sichtbar werden, stehen in engem Zusammenhang mit diesem ausbeuterischen System. Historikerinnen und Historiker weisen darauf hin, dass ein bewusster Besuch der Altstadt auch bedeutet, diese ZusammenhĂ€nge mitzudenken.

Mit den UnabhĂ€ngigkeitskĂ€mpfen im 19. Jahrhundert und dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft begann eine neue Epoche fĂŒr Havanna. Amerikanischer Einfluss, wirtschaftliche UmbrĂŒche und politische InstabilitĂ€t prĂ€gten die Stadt. Nach der kubanischen Revolution 1959 stand Sanierung zunĂ€chst nicht im Vordergrund; viele historische GebĂ€ude verfielen ĂŒber Jahrzehnte. Gleichzeitig blieb das soziale GefĂŒge der Altstadt weitgehend erhalten, da umfangreiche Gentrifizierungsprozesse wie in vielen europĂ€ischen AltstĂ€dten ausblieben.

Die internationale Bedeutung von Habana Vieja wurde mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste stĂ€rker herausgestellt. Seit den spĂ€ten 1980er-Jahren lĂ€uft unter Leitung des „Oficina del Historiador de la Ciudad de La Habana“ ein breit angelegtes Programm zur Restaurierung und Revitalisierung der Altstadt. Dieses BĂŒro des Stadthistorikers gilt als eine der zentralen Institutionen fĂŒr den Denkmal- und Stadtschutz in Havanna und wird in Fachpublikationen und Berichten etwa von UNESCO und der Deutschen Welle immer wieder als vorbildliches Modell fĂŒr integrierte Stadterneuerung in einem historischen Kontext genannt.

Die historische Bedeutung der Altstadt Havannas liegt heute nicht nur in der Architektur selbst, sondern auch im Modellcharakter des Umgangs mit einem lebendigen historischen Stadtviertel in einem Land mit begrenzten finanziellen Ressourcen. FĂŒr viele Expertinnen und Experten aus Stadtplanung, Denkmalpflege und Tourismus gilt Habana Vieja als spannendes Labor, in dem der Spagat zwischen Erhalt des Welterbes, sozialer StabilitĂ€t und wirtschaftlicher Nutzung ausprobiert wird.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Altstadt Havannas ein Kaleidoskop des kolonialen und postkolonialen Karibikraums. In Habana Vieja finden sich GebĂ€ude aus mehreren Jahrhunderten, die unterschiedliche Stilelemente vereinen. Typisch sind zweigeschossige HĂ€user mit Innenhöfen, ArkadengĂ€ngen und Balkonen aus Schmiedeeisen, die an viele StĂ€dte im ehemaligen spanischen Kolonialreich erinnern. Gleichzeitig haben tropisches Klima und karibische Kultur ihre Spuren hinterlassen – etwa in farbigen Putzfassaden und offenen Wohnstrukturen.

UNESCO hebt in ihren Beschreibungen die Dichte an historisch wertvollen Bauten auf engem Raum hervor. Zu den markanten baulichen Merkmalen gehören:

  • Koloniale PlĂ€tze: Mehrere zentrale PlĂ€tze wie Plaza de Armas, Plaza de la Catedral, Plaza Vieja und Plaza de San Francisco strukturieren die Altstadt. Sie verbinden sakrale und profane Architektur und dienen bis heute als wichtige Treffpunkte.
  • Religiöse Bauwerke: Kirchen und Klöster aus der Kolonialzeit prĂ€gen die Silhouette. Ihr Stil reicht vom Barock bis zum Neoklassizismus und erzĂ€hlt von der Macht der katholischen Kirche in der spanischen Kolonie.
  • BĂŒrgerliche PalĂ€ste: Ehemalige Wohnsitze wohlhabender Familien mit reprĂ€sentativen Innenhöfen wurden teilweise in Museen, Galerien oder kulturelle Einrichtungen umgewandelt.
  • MilitĂ€rische Festungen: Die Festungsanlagen an der Hafeneinfahrt symbolisieren die frĂŒhere strategische Bedeutung Havannas und sind integraler Bestandteil der WelterbestĂ€tte.

Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker betonen, dass in Habana Vieja die europĂ€ische Bautradition des 16. bis 19. Jahrhunderts mit lokalen Materialien, karibischem Klima und sozialen Strukturen verschmolz. Daraus entstand ein eigener architektonischer Ausdruck, der sich von bekannten AltstĂ€dten in Europa deutlich unterscheidet und dennoch vertraute Elemente enthĂ€lt – ein Grund, warum sich deutsche Besucher hĂ€ufig schnell orientieren, aber gleichzeitig ein GefĂŒhl des Exotischen erleben.

Neben der klassischen Architektur spielt auch die AlltagsĂ€sthetik eine große Rolle: bunt gestrichene TĂŒren, handgemalte Schilder, improvisierte Reparaturen an Fassaden und Balkonen, WĂ€scheleinen, die quer ĂŒber Innenhöfe gespannt sind. Diese alltĂ€gliche Nutzung wird in Reisereportagen deutschsprachiger Medien wie GEO oder Merian immer wieder hervorgehoben, weil sie das Bild einer „authentischen“ Altstadt verstĂ€rkt, die nicht nur fĂŒr Touristinnen und Touristen inszeniert ist.

Kulturell ist Habana Vieja einer der wichtigsten Orte, um die Vielfalt der kubanischen Musik und Kunst kennenzulernen. Live-Musik in Bars und auf PlĂ€tzen, kleine Galerien, staatliche Kultureinrichtungen und StraßenkĂŒnstler prĂ€gen das Bild. Viele Initiativen im Viertel versuchen, Kulturprojekte mit sozialer Arbeit und Denkmalpflege zu verbinden, was in Berichten der UNESCO und internationaler Kulturinstitutionen regelmĂ€ĂŸig gewĂŒrdigt wird.

FĂŒr architekturinteressierte Reisende aus Deutschland ist besonders reizvoll, dass sich in Habana Vieja zahlreiche Epochen ĂŒberlagern, ohne dass eine vollstĂ€ndige „Durchsanierung“ die Spuren der Zeit beseitigt hĂ€tte. Der Kontrast zwischen liebevoll restaurierten GebĂ€uden und NachbarhĂ€usern mit bröckelndem Putz macht den besonderen Reiz aus – und erinnert daran, dass AltstĂ€dte lebendige Organismen sind, keine eingefrorenen Freilichtmuseen.

Altstadt Havanna besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Altstadt Havannas liegt östlich des modernen Stadtteils Centro Habana und grenzt direkt an die Bucht von Havanna. FĂŒr Reisende aus Deutschland fĂŒhren internationale FlĂŒge in der Regel ĂŒber große Drehkreuze wie Madrid oder andere europĂ€ische oder amerikanische Hubs zum Flughafen JosĂ© MartĂ­ in Havanna. Die Flugzeit von Frankfurt, MĂŒnchen oder Berlin mit Umstieg kann je nach Verbindung und Wartezeiten deutlich ĂŒber zehn Stunden liegen. Vom Flughafen aus ist Habana Vieja in der Regel mit dem Taxi oder organisierten Transfers erreichbar; die Fahrzeit hĂ€ngt vom Verkehr ab, liegt aber meist im Bereich von mehreren Dutzend Minuten.
  • Fortbewegung vor Ort: Innerhalb der Altstadt bewegt man sich am besten zu Fuß. Viele Straßen sind eng oder fĂŒr den Autoverkehr eingeschrĂ€nkt. FĂŒr lĂ€ngere Wege innerhalb Havannas bieten sich Taxis oder andere lokale Transportangebote an. FĂŒr deutsche Reisende empfiehlt es sich, Preise vor Antritt der Fahrt zu klĂ€ren.
  • Öffnungszeiten: Da Habana Vieja ein Stadtviertel ist, ist es rund um die Uhr zugĂ€nglich. Einzelne Museen, Kirchen und SehenswĂŒrdigkeiten in der Altstadt haben individuelle Öffnungszeiten, die sich Ă€ndern können. Es ist ratsam, vor einem Besuch die aktuellen Informationen direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder ĂŒber offizielle Tourismusportale Kubas zu prĂŒfen. Viele Institutionen orientieren sich an Tagesöffnungszeiten im Bereich spĂ€ter Vormittag bis frĂŒher Abend.
  • Eintritt: Das Spazieren durch die Altstadt Havannas ist an sich kostenfrei. FĂŒr Museen, historische GebĂ€ude, bestimmte Dachterrassen oder Aussichtsplattformen sowie fĂŒr kulturelle Veranstaltungen werden hĂ€ufig EintrittsgebĂŒhren erhoben. Deren Höhe kann je nach Einrichtung und Saison variieren. Reisende sollten berĂŒcksichtigen, dass oftmals unterschiedliche Preise fĂŒr Einheimische und auslĂ€ndische Besucher gelten können.
  • Beste Reisezeit: Havanna liegt in den Tropen und hat eine deutlich andere Klimazone als Mitteleuropa. Allgemein gelten die Monate mit etwas niedrigeren Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit als angenehmer fĂŒr Stadtbesichtigungen. Regen- und Hurrikansaison sind bei der Reiseplanung zu berĂŒcksichtigen. Viele deutschsprachige ReisefĂŒhrer empfehlen, starke Mittagshitze zu meiden und StadtspaziergĂ€nge eher auf den Vormittag oder den spĂ€ten Nachmittag zu verlegen. Wer Menschen und Alltag erleben möchte, findet aber zu nahezu jeder Tageszeit belebte Straßenszenen.
  • Sprache: Amtssprache in Kuba ist Spanisch. In touristisch geprĂ€gten Bereichen von Habana Vieja sprechen viele Menschen zumindest grundlegendes Englisch, insbesondere in Hotels, einigen Restaurants und bei offiziellen StadtfĂŒhrungen. Deutschsprachiges Personal ist deutlich seltener anzutreffen, kann aber vereinzelt in grĂ¶ĂŸeren HĂ€usern oder bei spezialisierten Reiseanbietern vorkommen. Ein paar spanische Floskeln erleichtern den Kontakt und werden meist positiv aufgenommen.
  • Zahlung und WĂ€hrung: Kuba hat ein eigenes WĂ€hrungssystem, das sich von europĂ€ischen Standards unterscheidet und in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst wurde. FĂŒr Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist wichtig, dass Kartenzahlung nicht ĂŒberall verfĂŒgbar ist. In manchen UnterkĂŒnften, gehobenen Restaurants oder offiziellen Einrichtungen wird Kartenzahlung eher akzeptiert, in kleineren LĂ€den, MĂ€rkten und bei vielen Dienstleistungen dominiert jedoch Bargeld. Da Wechselkurse schwanken und sich Vorschriften Ă€ndern können, empfiehlt es sich, vor der Reise aktuelle Hinweise seriöser Quellen und des AuswĂ€rtigen Amts zu lesen und ausreichend finanzielle Reserven einzuplanen. Preise lassen sich grob in Euro umrechnen; als Reisekasse bietet sich eine Mischung aus Karte und Bargeld an.
  • Trinkgeld: Trinkgeld wird in Kuba in vielen Bereichen erwartet oder zumindest gerne angenommen, insbesondere in touristischen Restaurants, Bars, bei StadtfĂŒhrungen und von Servicepersonal. Üblich sind prozentuale AufschlĂ€ge oder kleinere BetrĂ€ge, abhĂ€ngig von Leistung und Kontext. Viele deutschsprachige ReisefĂŒhrer empfehlen, sich an moderaten Trinkgeldhöhen zu orientieren und darauf zu achten, ob Service bereits in der Rechnung enthalten ist. Das Trinkgeld wird idealerweise in lokaler WĂ€hrung gegeben.
  • Sicherheit: Habana Vieja ist tagsĂŒber stark besucht, sowohl von Einheimischen als auch von Touristen. Wie in vielen GroßstĂ€dten sollten WertgegenstĂ€nde nicht offen zur Schau gestellt werden. Taschendiebstahl kann in belebten Straßen und in der NĂ€he von touristischen Hotspots vorkommen. Reisende aus Deutschland sollten die ĂŒblichen Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr StĂ€dte in Lateinamerika beachten und auf aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des AuswĂ€rtigen Amts achten.
  • Kleiderordnung: FĂŒr einen Spaziergang durch die Altstadt werden leichte, atmungsaktive Kleidung, Sonnenschutz und bequemes Schuhwerk empfohlen. Beim Besuch von Kirchen und religiösen Orten innerhalb von Habana Vieja ist eine zurĂŒckhaltende Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien angebracht. Durch das tropische Klima können plötzliche Regenschauer auftreten; ein leichter Regenschutz oder ein zusammenklappbarer Schirm sind praktisch.
  • Fotografieren: Die Altstadt Havannas ist Ă€ußerst fotogen, und Fotografieren im öffentlichen Raum ist in der Regel möglich. In Museen, Kirchen oder bestimmten Einrichtungen können besondere Regeln gelten, etwa Fotografierverbote, Blitzverbote oder zusĂ€tzliche GebĂŒhren fĂŒr das Fotografieren. Es ist respektvoll, Menschen nicht ungefragt aus nĂ€chster NĂ€he zu fotografieren, insbesondere in Alltagssituationen. Wer PortrĂ€ts aufnehmen möchte, sollte um Erlaubnis bitten; manchmal wird ein kleines Trinkgeld erwartet.
  • Einreisebestimmungen: FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger gelten fĂŒr Kuba spezifische Einreisevorschriften, die sich Ă€ndern können. Vor einer Reise sollten die jeweils aktuellen Bestimmungen, etwa zu erforderlichen Reisedokumenten, Visumspflichten, Versicherungsnachweisen oder gesundheitlichen Anforderungen, beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de geprĂŒft werden. FĂŒr Reisende aus Österreich und der Schweiz gelten teilweise abweichende Regelungen, die ĂŒber die jeweiligen Außenministerien zu recherchieren sind.
  • Zeitverschiebung: Kuba liegt in einer anderen Zeitzone als Deutschland. Zwischen Havanna und Mitteleuropa besteht in der Regel eine Zeitverschiebung von mehreren Stunden, die je nach Sommer- oder Winterzeit variiert. Dies ist insbesondere bei der Planung von FlĂŒgen, Anrufen nach Hause oder digitalen Terminen zu beachten.
  • Gesundheit und Versicherung: Bei Reisen außerhalb der EU, so auch nach Kuba, wird eine Auslandskrankenversicherung dringend empfohlen. Zudem sollten sich Reisende vorab ĂŒber empfohlene Impfungen und gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen informieren. Die medizinische Versorgung kann sich von europĂ€ischen Standards unterscheiden, vor allem außerhalb großer StĂ€dte.

Warum Habana Vieja auf jede Havanna-Reise gehört

Habana Vieja ist weit mehr als eine Ansammlung kolonialer Fassaden. FĂŒr viele Reisende aus Deutschland ist die Altstadt der emotionale Höhepunkt einer Kubareise, weil sie hier auf engstem Raum die komplexe IdentitĂ€t des Landes spĂŒren. Zwischen revolutionĂ€ren Wandbildern, kolonialen Arkaden und modernem Streetfood wird deutlich, wie viele historische Schichten Kuba in sich trĂ€gt.

Ein Bummel durch die Altstadt Havannas fĂŒhrt vorbei an StraßencafĂ©s, in denen Musiker klassische Son-Rhythmen spielen, an kleinen BuchlĂ€den mit Werken kubanischer Autoren, an MĂ€rkten, auf denen frisches Obst verkauft wird, und an Bars, die sich mit berĂŒhmten GĂ€sten schmĂŒcken. Viele deutschsprachige ReisefĂŒhrer empfehlen, sich bewusst Zeit zu nehmen, um Habana Vieja nicht nur als Fotomotiv, sondern als soziales GefĂŒge wahrzunehmen – etwa bei einem lĂ€ngeren Aufenthalt in einem StraßencafĂ©, bei einer gefĂŒhrten Stadtbesichtigung mit lokalem Guide oder beim Besuch kultureller Einrichtungen.

FĂŒr Reisende aus Deutschland hat der Besuch von Habana Vieja noch eine weitere Dimension: Er bietet einen Perspektivwechsel auf Themen wie Stadtentwicklung, Denkmalschutz und soziale Gerechtigkeit. WĂ€hrend europĂ€ische AltstĂ€dte hĂ€ufig stark saniert und gentrifiziert sind, steht die Altstadt Havannas symbolisch fĂŒr den Versuch, historisches Erbe und soziale Strukturen gleichzeitig zu bewahren – trotz begrenzter finanzieller Mittel und politischer Herausforderungen. Internationale Organisationen wie UNESCO und verschiedene Kulturstiftungen sehen in diesem Modell wichtige Lernfelder fĂŒr die Zukunft historischer Stadtkerne weltweit.

In unmittelbarer NĂ€he zur Altstadt liegen weitere SehenswĂŒrdigkeiten Havannas, die sich gut mit einem Besuch von Habana Vieja kombinieren lassen. Moderne Viertel mit breiteren Boulevards, kulturelle Einrichtungen und die weltberĂŒhmte Uferpromenade der Stadt verdeutlichen den Kontrast zwischen Alt und Neu. So lĂ€sst sich innerhalb weniger Tage ein facettenreiches Bild Havannas zeichnen, das ĂŒber nostalgische Klischees hinausgeht.

Viele Reisende berichten in deutschsprachigen Medien, dass sie nach einem Aufenthalt in der Altstadt Havannas mit gemischten GefĂŒhlen abreisen: einer Mischung aus Bewunderung fĂŒr die Schönheit und Widerstandskraft des Viertels und Nachdenklichkeit ĂŒber die Herausforderungen, vor denen Stadt und Bewohner stehen. Gerade diese Ambivalenz macht Habana Vieja zu einem besonders eindrĂŒcklichen Reiseziel, das noch lange nachhallt.

Altstadt Havanna in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien ist Habana Vieja seit Jahren ein beliebtes Motiv: Bilder von farbenfrohen Hausfassaden, klassischen Autos, Straßenmusik und Abendstimmungen ĂŒber den DĂ€chern Havannas prĂ€gen die Feeds. Viele BeitrĂ€ge deutschsprachiger Reisender zeigen dabei nicht nur die „Postkartenmotive“, sondern auch Alltagsszenen, MĂ€rkte und spontane Begegnungen – ein Hinweis darauf, dass die Altstadt Havannas als authentischer, emotional aufgeladener Ort wahrgenommen wird.

HĂ€ufige Fragen zu Altstadt Havanna

Wo liegt die Altstadt Havannas genau?

Die Altstadt Havannas, Habana Vieja, liegt im östlichen Teil der Stadt Havanna direkt an der Bucht und grenzt an den Hafen. Sie umfasst das historische Zentrum mit den wichtigsten kolonialen PlÀtzen, Kirchen und Befestigungsanlagen.

Warum ist Habana Vieja UNESCO-Welterbe?

Habana Vieja wurde von der UNESCO als Welterbe eingestuft, weil die Altstadt eine außergewöhnlich dichte und gut erhaltene Ansammlung kolonialer Architektur, bedeutender Festungsanlagen und historischer Stadtstrukturen aufweist. Die StĂ€tte dokumentiert die Rolle Havannas als wichtigen Hafen im spanischen Kolonialreich und als Knotenpunkt im transatlantischen Handel.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr die Altstadt Havannas einplanen?

FĂŒr einen ersten Eindruck genĂŒgt ein halber Tag, um zentrale PlĂ€tze und einige Hauptstraßen zu erkunden. Wer tiefer einsteigen möchte, Museen besuchen, an einer FĂŒhrung teilnehmen und die AtmosphĂ€re in Ruhe auf sich wirken lassen will, sollte mindestens ein bis zwei volle Tage in Habana Vieja einplanen.

Ist ein Besuch von Habana Vieja fĂŒr Familien geeignet?

Die Altstadt Havannas kann auch fĂŒr Familien mit Kindern interessant sein, da es viel im Freien zu entdecken gibt und sich Straßenszenen, Musik und MĂ€rkte als sehr lebendig erleben lassen. Wegen des Verkehrs in einigen Straßen, der WĂ€rme und der teilweise unebenen Wege ist jedoch eine sorgfĂ€ltige Planung empfehlenswert.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr die Altstadt Havannas?

Aus klimatischer Sicht gelten Monate mit geringerer Hitze und weniger Niederschlag als angenehmer fĂŒr Stadtbesichtigungen. UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit sollten StadtspaziergĂ€nge nach Möglichkeit in die Morgen- oder spĂ€ten Nachmittagsstunden gelegt werden, um die intensive Mittagshitze zu vermeiden.

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