Reise, Italien

Amalfiküste: Warum die Costiera Amalfitana Italien verzaubert

17.05.2026 - 20:39:32 | ad-hoc-news.de

Zwischen steilen Felsen und tiefblauem Meer entfaltet die Amalfiküste, die Costiera Amalfitana bei Amalfi in Italien, ihren Mythos. Was macht diesen Küstenabschnitt so besonders – gerade für Reisende aus Deutschland?

Reise, Italien, Amalfiküste
Reise, Italien, Amalfiküste

Wenn sich an der Amalfiküste die farbigen Häuser wie ein Mosaik an die steilen Felsen klammern und unter Ihnen das tiefblaue Meer der Tyrrhenischen See glitzert, versteht man sofort, warum die Costiera Amalfitana (sinngemäß: „Küste von Amalfi") seit Jahrzehnten als Inbegriff der italienischen Sehnsuchtslandschaft gilt. Düfte von Zitronen und Meer, kurvenreiche Panoramastraßen, jahrhundertealte Orte – dieser Küstenstreifen südlich von Neapel wirkt wie eine Bühne, auf der Italien all seine Klischees in besonders intensiver Form inszeniert.

Amalfiküste: Das ikonische Wahrzeichen von Amalfi

Die Amalfiküste ist ein rund 40 km langer Küstenabschnitt an der Südküste der sorrentinischen Halbinsel in der Region Kampanien. Herzstück ist der Ort Amalfi, der der gesamten Costiera Amalfitana ihren internationalen Namen gegeben hat. Für viele Reisende aus Deutschland ist sie die vielleicht berühmteste Küstenlandschaft Italiens – neben der Cinque Terre und der ligurischen Riviera.

Die UNESCO hat die Amalfiküste bereits in den 1990er-Jahren als Kulturlandschaft in die Liste des Welterbes aufgenommen und betont in ihren Unterlagen die einzigartige Verbindung von dramatischer Geologie, jahrhundertealter Terrassenkultur und dicht bebauten Küstendörfern. Auch italienische und deutschsprachige Reiseführer wie „Marco Polo Italien Süditalien" oder das „ADAC Reisemagazin Kampanien" heben hervor, dass sich hier Natur und Kultur so eng verzahnen wie an nur wenigen Orten im Mittelmeerraum.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist die Amalfiküste dabei mehr als eine Fotokulisse. Sie steht für eine bestimmte Vorstellung von „la dolce vita": lange Abende auf Aussichtsterrassen, der Blick über das Meer, Boote, die in kleinen Häfen schaukeln, und verwinkelte Gassen, in denen sich Geschichte, Religion und Alltagsleben überlagern. Die Küste ist zugleich ein Symbol für den Boom des Italien-Tourismus nach dem Zweiten Weltkrieg – und für aktuelle Debatten um Overtourism, Verkehr und nachhaltige Reisekonzepte.

Geschichte und Bedeutung von Costiera Amalfitana

Die heutige Postkartenidylle der Costiera Amalfitana ist das Ergebnis einer bewegten Geschichte. Archäologische Funde belegen, dass die Küste schon in der Antike besiedelt war, als Teil des Einflussbereichs römischer Eliten, die im Golf von Neapel luxuriöse Villen errichteten. Die eigentliche Blütezeit begann jedoch im frühen Mittelalter, als Amalfi zu einer der wichtigen Seerepubliken Italiens aufstieg – neben Genua, Pisa und Venedig.

Historikerinnen und Historiker, unter anderem in Beiträgen des italienischen Kulturministeriums und in Publikationen der Deutschen Welle, verweisen darauf, dass Amalfi zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert ein bedeutender maritimer Handelsakteur im Mittelmeer war. Die Stadt unterhielt Handelsbeziehungen bis ins Byzantinische Reich und in den arabischen Raum. Die sogenannten „Tabulae Amalfitanae", eine der ältesten bekannten Seerechtskodifikationen des Mittelmeerraums, wurden traditionell dieser Phase zugeschrieben und unterstreichen die Rolle Amalfis als Handelspionier.

Die geographischen Bedingungen der Küste – steile Hänge, schmale Küstenstreifen – waren einerseits Schutz, andererseits Herausforderung. Laut der italienischen Tourismusbehörde ENIT entstanden bereits im Mittelalter Terrassenanlagen („terrazzamenti"), um Zitronen, Wein und Oliven anzubauen. Diese Terrassen prägen noch heute das Bild der Amalfiküste und gelten als identitätsstiftend für die Region.

Mit dem Niedergang der Seerepublik Amalfi, ausgelöst durch politische Konflikte, Naturkatastrophen und den Aufstieg konkurrierender Städte, geriet die Costiera Amalfitana zeitweise ins Abseits. Erst im 19. Jahrhundert entdeckten europäische Reisende – darunter britische und deutsche Bildungsreisende auf der „Grand Tour" – die Küste neu. Reiseberichte, etwa in frühen Ausgaben der „Frankfurter Zeitung" und später in Kulturmagazinen wie „GEO Saison", schildern eine abgeschiedene, fast schwer zugängliche Welt, in der Fischerdörfer terrassenförmig an den Felsen hingen.

Der Bau der legendären Küstenstraße, heute als Strada Statale 163 Amalfitana bekannt, im 19. Jahrhundert erleichterte den Zugang und machte die Amalfiküste nach und nach zu einem Magneten für Künstler, Schriftsteller und schließlich für den internationalen Massentourismus. Die UNESCO begründete die Aufnahme als Welterbe unter anderem damit, dass die Landschaft ein herausragendes Beispiel für eine mediterrane Kulturlandschaft sei, die in jahrhundertelanger Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur entstanden ist.

Für die Bevölkerung vor Ort ist die Costiera Amalfitana deshalb nicht nur ein touristisches Ziel, sondern Lebensraum und wirtschaftliche Grundlage. Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus greifen ineinander – mit allen Chancen und Risiken, die eine starke Abhängigkeit vom Reisegeschäft mit sich bringt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Wer die Amalfiküste besucht, erlebt eine dichte Abfolge von Orten mit jeweils eigener Prägung. Architektonisch reichen die Eindrücke von mittelalterlichen Domkirchen über barocke Villen bis hin zu einfachen Fischerhäusern. Der deutsche Kunsthistoriker und langjährige Italienkenner Georg Goy, den verschiedene Kulturmagazine zitieren, beschreibt die Costiera Amalfitana als „vertikale Stadtlandschaft", in der Treppen, Terrassen und Loggien die Rolle von Straßen übernehmen.

Amalfi selbst wird vom Dom Sant’Andrea dominiert, einem Bau mit markanter Treppenfront und maurisch inspirierter Fassade. Reiseführer wie „Merian live! Amalfiküste" betonen, dass sich im Dom lombardische, normannische, arabische und byzantinische Einflüsse mischen – ein architektonischer Spiegel der einstigen Handelsbeziehungen. Der Kreuzgang des Paradieses („Chiostro del Paradiso") mit seinen schlanken Säulen und Spitzbögen vermittelt eine fast orientalische Atmosphäre, die Besucherinnen und Besucher aus Mitteleuropa überrascht.

Positano, ein weiteres ikonisches Dorf an der Costiera Amalfitana, gilt als Inbild des vertikal terrassierten Küstenortes. Die pastellfarbenen Häuser scheinen übereinandergestapelt am Hang zu kleben. Das italienische Kulturministerium und renommierte Magazine wie „National Geographic" heben die typische Kombination aus engen Gassen, kleinen Plätzen und Treppenwegen hervor, die sich zur Uferlinie hinunterwinden.

Besonders eindrücklich ist die Art, wie an der Amalfiküste gebaut wurde, um der Topografie gerecht zu werden. Laut Studien italienischer Architekturfakultäten, die in Fachpublikationen zusammengefasst wurden, sind die Gebäude häufig ineinander verschachtelt, mit dicken Mauern, flachen Dächern und Gewölbedecken. Diese Bauweise diente dem Schutz vor Hitze und Feuchtigkeit und half, Erdbeben besser zu überstehen. Viele Häuser verfügen über Dachterrassen, die früher auch zum Trocknen von Früchten oder zum Sammeln von Regenwasser genutzt wurden.

Die Terrassenkultur ist ein weiterer Schlüssel zur Besonderheit der Costiera Amalfitana. Über Jahrhunderte hinweg wurden die Hänge mit Trockenmauern stabilisiert, um Platz für Landwirtschaft zu schaffen. Die UNESCO und regionale Agrarverbände betonen, dass diese Mauern nicht nur kulturelles Erbe, sondern auch wichtiger Erosionsschutz seien. Auf den Terrassen gedeihen die berühmten „Limoni di Amalfi", eine Zitronensorte mit besonders intensiver Schale, aus der der regionale Limoncello-Likör hergestellt wird.

Auch die Kunstgeschichte hat Spuren an der Amalfiküste hinterlassen. Maler der Romantik und des 19. Jahrhunderts, darunter auch deutsche Künstler, hielten die dramatische Landschaft auf Leinwand fest. Später kamen Schriftsteller, Intellektuelle und Filmschaffende hinzu. Italienische und internationale Produktionen nutzen die Küste bis heute als Filmkulisse – von italienischen Klassikern bis hin zu modernen Serien, was die Sichtbarkeit der Region weltweit weiter erhöht.

Gleichzeitig ist die moderne Debatte um Nachhaltigkeit und Schutz der Kulturlandschaft präsent. Institutionen wie ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) und lokale Behörden verweisen darauf, dass Massentourismus, Verkehrsaufkommen und Klimawandel die Stabilität der Hänge, die traditionelle Landwirtschaft und die Lebensqualität der Bewohner unter Druck setzen. Es werden daher zunehmend Konzepte diskutiert, die Besucherströme lenken und den öffentlichen Verkehr ausbauen sollen.

Amalfiküste besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Amalfiküste liegt in der Region Kampanien südlich von Neapel, am Golf von Salerno. Für Reisende aus Deutschland sind die Flughäfen Neapel (Napoli Capodichino) und – mit etwas längerer Anreise – Rom Fiumicino die gängigsten Einstiegspunkte. Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es je nach Saison Direkt- oder Umsteigeverbindungen; Flugzeiten liegen grob bei 2 bis 2,5 Stunden reine Flugzeit bis Neapel. Deutsche und internationale Fluggesellschaften bieten regelmäßige Verbindungen, wobei sich der genaue Flugplan saisonal verändert.
  • Weiterreise ab Neapel oder Rom
    Ab Neapel ist die Amalfiküste per Zug und Bus erreichbar: Regionale Züge fahren bis Salerno oder Sorrent, von dort aus verkehren Busse entlang der Küstenstraße zu Orten wie Amalfi, Positano oder Ravello. Alternativ sind Fähren im Sommerhalbjahr eine attraktive Option, die mehrere Küstenorte mit Neapel und Salerno verbinden. Wer mit dem Mietwagen anreist, sollte die engen, kurvenreichen Straßen und begrenzten Parkmöglichkeiten einkalkulieren. Aus der DACH-Region ist auch eine Anreise mit der Bahn über Mailand und Neapel möglich, meist mit Umstieg in Rom oder Bologna. Das italienische Eisenbahnnetz wird von Trenitalia und weiteren Anbietern betrieben; eine genaue Verbindungssuche ist vor Reiseantritt sinnvoll.
  • Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
    Die Amalfiküste als Landschaft ist rund ums Jahr zugänglich. Einzelne Sehenswürdigkeiten – etwa der Dom von Amalfi, die Gärten der Villa Rufolo in Ravello oder Klöster und Museen – besitzen individuelle Öffnungszeiten, die je nach Saison und Wochentag variieren. Da sich Zeiten ändern können, empfehlen sowohl die örtlichen Tourismusbüros als auch Reiseführer, aktuelle Informationen direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder bei den offiziellen Tourismusportalen der Gemeinden einzuholen. Einige Küstenwege und Wanderpfade, wie der bekannte „Sentiero degli Dei" (Götterweg), können bei Unwettern oder aus Sicherheitsgründen temporär gesperrt werden.
  • Eintrittspreise
    Die Küste selbst ist frei zugänglich, doch viele Einzelattraktionen – Kirchenmuseen, archäologische Stätten, Gärten oder Aussichtsvillen – erheben Eintritt. Da Preise regelmäßig angepasst werden und je nach Saison, Alter und Kombitickets variieren, ist es ratsam, sich vor dem Besuch direkt bei den Betreibern oder offiziellen Informationsstellen zu informieren. Viele Orte bieten Ermäßigungen für Kinder, Studierende oder Seniorinnen und Senioren. Für deutsche Reisende lohnt sich der Blick auf mögliche Kombi- oder Regionalpässe, die mehrere Sehenswürdigkeiten in Kampanien umfassen können.
  • Beste Reisezeit
    Reisemagazine wie „GEO Saison" und der Deutsche Reiseverband verweisen übereinstimmend darauf, dass Frühling (April bis Anfang Juni) und Herbst (September bis Oktober) für viele Gäste aus Deutschland die angenehmsten Reisezeiten sind. Dann sind die Temperaturen meist mild bis warm, die Vegetation üppig und die Strände sowie Küstenorte im Vergleich zum Hochsommer weniger überlaufen. In den Monaten Juli und August kann es sehr heiß werden, und die Küstenstraße ist starker Verkehrsspitze ausgesetzt. Wer hauptsächlich zum Wandern kommt, findet in den Frühlings- und Herbstmonaten oft klarere Sicht. Im Winter ist es ruhiger, manche Hotels und Restaurants schließen jedoch saisonal, und Fährverbindungen werden eingeschränkt.
  • Klima und Kleidung
    Das Klima an der Amalfiküste ist mediterran, mit warmen bis heißen Sommern und milden Wintern. Für den Sommer empfehlen sich leichte, atmungsaktive Kleidung, Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme) und bequeme Schuhe – idealerweise mit Profil, da viele Wege aus Treppen und Kopfsteinpflaster bestehen. In der Nebensaison sind zusätzliche Schichten und eine leichte Regenjacke sinnvoll, da das Wetter wechselhaft sein kann. Für den Besuch von Kirchen oder Klöstern gelten meist einfache Kleidervorschriften: Schultern und Knie sollten bedeckt sein.
  • Sprache und Verständigung
    Die Landessprache ist Italienisch. In touristisch geprägten Orten der Costiera Amalfitana wird in Hotels, vielen Restaurants und Geschäften meist Englisch gesprochen, teilweise auch Deutsch, insbesondere in Betrieben, die regelmäßig Gäste aus dem deutschsprachigen Raum empfangen. Gerade außerhalb der Hauptorte kann es hilfreich sein, einige Grundbegriffe auf Italienisch zu beherrschen; dies wird von der lokalen Bevölkerung häufig positiv aufgenommen.
  • Zahlung, Geld und Trinkgeld
    In Italien ist der Euro (€) Landeswährung. An der Amalfiküste sind in der Regel Kreditkarten gängiger Anbieter weit verbreitet, vor allem in Hotels, Restaurants und Geschäften in touristischen Zentren. Kleinere Bars, Kioske oder lokale Märkte akzeptieren gelegentlich nur Bargeld, weshalb ein gewisser Bargeldbetrag sinnvoll ist. Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay) setzt sich zunehmend durch, ist aber nicht überall selbstverständlich. Beim Trinkgeld orientiert sich die Praxis grob an deutschen Gepflogenheiten: In Restaurants sind 5 bis 10 Prozent üblich, sofern kein „coperto" (Gedeckpauschale) oder Service bereits deutlich ausgewiesen ist. Bei Taxi- und Fährfahrten wird oft aufgerundet.
  • Verkehr und Mobilität vor Ort
    Die Strada Statale 163 Amalfitana gilt als eine der schönsten, aber auch anspruchsvollen Küstenstraßen Europas. Besonders zur Hauptsaison können Staus und Parkplatzmangel die Geduld strapazieren. Der Automobilclub ADAC rät daher häufig zu einer Kombination aus öffentlichen Bussen, Taxis, organisierten Transfers und Booten. Wer dennoch mit dem eigenen Auto aus Deutschland anreist, sollte Mautgebühren auf italienischen Autobahnen einkalkulieren und sich mit den lokalen Parkvorschriften vertraut machen. Viele Besucherinnen und Besucher nutzen mittlerweile Fähren zwischen Sorrent, Positano, Amalfi und Salerno, um den Blick auf die Küste vom Wasser aus zu genießen und Staus zu entgehen.
  • Wandern und Naturerlebnis
    Die Amalfiküste ist nicht nur ein Bade- und Kulturziel, sondern auch ein Wanderparadies. Besonders bekannt ist der „Sentiero degli Dei", ein Panoramaweg oberhalb der Küste mit spektakulären Ausblicken. Offizielle Wanderkarten und Hinweise lokaler Bergführer sowie der Tourismusbüros sind empfehlenswert, da Wegverläufe und Sperrungen sich ändern können. Gute Wanderschuhe, Wasser und Sonnenschutz sind obligatorisch. Zur Sicherheit empfiehlt sich, nicht bei starkem Regen oder unmittelbar danach auf exponierten Pfaden unterwegs zu sein, da Steinschlag und rutschige Passagen auftreten können.
  • Einreise und Formalitäten
    Für Staatsangehörige Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gilt Italien als EU-Mitgliedstaat als leicht zugängliches Reiseziel. Innerhalb des Schengen-Raums finden in der Regel keine systematischen Grenzkontrollen statt; ein gültiger Personalausweis oder Reisepass sollte dennoch mitgeführt werden. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, insbesondere bei gesundheitspolitischen Maßnahmen oder sicherheitspolitischen Lagen, sollten deutsche Staatsbürger aktuelle Hinweise vor der Reise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für EU-Bürgerinnen und -Bürger gilt in Italien in der Regel der Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkassen; dennoch empfehlen Verbraucherzentralen häufig eine ergänzende Auslandskrankenversicherung für zusätzliche Leistungen.
  • Zeitzone
    Italien liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) im Winter und Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) im Sommer. Dies erleichtert die Reiseplanung, da es keinen Zeitunterschied gibt. Flug- und Bahnzeiten werden lokal angegeben; insbesondere bei Umstiegen über andere Länder ist auf Zeitangaben in den jeweiligen Zeitzonen zu achten.

Warum Costiera Amalfitana auf jede Amalfi-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland ist die Amalfiküste der emotionale Höhepunkt einer Süditalien-Reise. Während Städte wie Neapel oder Rom mit ihrer urbanen Dichte überwältigen, bietet die Costiera Amalfitana eine andere Form von Intensität: das Gefühl, zwischen Meer und Himmel zu schweben, ständig begleitet von Lichtspielen, die sich im Lauf des Tages ändern.

Der Küstenabschnitt ist dabei keineswegs homogen. Amalfi selbst fasziniert mit seinem Domplatz, der festlichen Treppe und einer lebendigen Mischung aus Eisdielen, Cafés und kleinen Läden. Ravello, einige hundert Meter über dem Meer gelegen, zieht mit seinen Gärten – etwa der Villa Cimbrone und der Villa Rufolo – Besucherinnen und Besucher an, die Ruhe, Kultur und grandiose Ausblicke suchen. Positano gilt mit seiner ikonischen Hanglage als Instagram-Liebling und zieht sowohl Badegäste als auch Mode- und Designfreunde an.

Auch kulinarisch bietet die Costiera Amalfitana eine charakteristische Handschrift. Zitronen in allen Variationen, frischer Fisch, Pasta mit Meeresfrüchten, Büffelmozzarella aus der weiteren Region Kampanien, aber auch einfache Gerichte wie „spaghetti al limone" prägen die Speisekarten. Der Limoncello-Likör, der aus den aromatischen Zitronen der Terrassen gewonnen wird, ist für viele das flüssige Souvenir dieser Küste. Renommierte kulinarische Magazine und italienische Gastronomieführer heben hervor, dass zahlreiche Restaurants an der Amalfiküste die lokale Tradition mit moderner Küche verbinden – bis hin zu Häusern mit Auszeichnungen in internationalen Restaurantführern.

Darüber hinaus ist die Amalfiküste ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region. Neapel, Pompeji, der Vesuv, die Insel Capri und die Sorrentinische Halbinsel liegen in gut erreichbarer Entfernung und können als Tagestouren eingeplant werden. Diese Kombination aus Kulturerbe, Natur, Meer und urbanem Leben macht die Gegend besonders attraktiv für Reisende, die in einer Woche möglichst viele Facetten Süditaliens erleben möchten.

Wer die Costiera Amalfitana bewusster erleben will, plant genügend Zeit ein – etwa, um einzelne Orte auch frühmorgens oder abends zu erkunden, wenn Tagesgäste abgereist sind. Viele erfahrene Italienreisende aus Deutschland empfehlen, nicht jeden Tag den Ort zu wechseln, sondern einen festen Standort zu wählen und von dort aus mit Bus, Boot oder Auto Ausflüge zu unternehmen. So lassen sich Stress und ständiges Kofferpacken vermeiden, und man hat die Chance, den Rhythmus eines Ortes wirklich zu spüren.

Nicht zuletzt ist die Amalfiküste ein Ort, an dem die Diskussion über die Zukunft des Reisens sichtbar wird. Lokale Initiativen, unterstützt von italienischen Medien und internationalen Organisationen, werben für einen respektvollen Umgang mit der sensiblen Landschaft: Müllvermeidung, Rücksichtnahme im Straßenverkehr, Unterstützung lokaler Produzenten und eine Reiseplanung, die nicht nur die Hochsaison ausreizt. Wer diese Empfehlungen berücksichtigt, trägt dazu bei, dass die Costiera Amalfitana auch für kommende Generationen ihre besondere Anziehungskraft behält.

Amalfiküste in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Die Amalfiküste gehört seit Jahren zu den sichtbarsten europäischen Küstenlandschaften in sozialen Netzwerken. Fotos von Sonnenuntergängen über Positano, Drohnenaufnahmen der Küstenstraße und Reels von Bootstouren zwischen Amalfi und Capri prägen das Bild vieler Nutzerinnen und Nutzer von Instagram, TikTok oder YouTube. Influencer und Reisecontent-Creator setzen die Costiera Amalfitana häufig als Bühne für Lifestyle-Inszenierungen ein – von Mode-Shootings bis hin zu Food-Content in spektakulärer Kulisse.

Gleichzeitig wird in den Kommentaren immer wieder der Kontrast zwischen den idyllischen Bildern und der Realität thematisiert: Staus, Menschenmengen im Hochsommer, steigende Preise und der Druck auf die lokale Infrastruktur. Dieser Diskurs spiegelt eine globale Entwicklung wider, die auch andere Hotspots wie Venedig oder die Cinque Terre betrifft. Für Reisende aus der DACH-Region kann der Blick in soziale Medien somit Inspiration sein – aber auch Anlass, die Reise bewusst zu planen, alternative Jahreszeiten zu wählen und nicht jeder populären Perspektive blind zu folgen.

Häufige Fragen zu Amalfiküste

Wo genau liegt die Amalfiküste?

Die Amalfiküste befindet sich in Süditalien in der Region Kampanien, südlich von Neapel, entlang der Südküste der sorrentinischen Halbinsel zwischen etwa Positano im Westen und Vietri sul Mare im Osten. Zentraler Ort und Namensgeber ist die Stadt Amalfi.

Warum ist die Costiera Amalfitana UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO hat die Costiera Amalfitana als Kulturlandschaft ausgezeichnet, weil hier eine außergewöhnliche Verbindung aus steil abfallender Felsküste, jahrhundertealten Terrassenfeldern, historischen Orten und maritimer Geschichte besteht. Die Landschaft gilt als herausragendes Beispiel für die Anpassung des Menschen an eine schwierige, aber fruchtbare Umgebung des Mittelmeerraums.

Welche Orte sollte man an der Amalfiküste unbedingt sehen?

Beliebte und oft empfohlene Orte sind Amalfi mit seinem Dom, Positano mit der berühmten Hanglage, Ravello mit seinen Villen und Gärten hoch über dem Meer sowie kleinere Orte wie Atrani, Minori, Maiori und Praiano. Viele Reisende kombinieren die Küste mit Ausflügen nach Neapel, Pompeji, Capri oder Sorrent.

Wie reist man von Deutschland aus am besten zur Amalfiküste?

Der häufigste Weg führt per Flug nach Neapel oder Rom, von dort weiter mit Zug, Bus, Fähre oder Mietwagen zur Küste. Alternativ ist eine Anreise mit der Bahn über große Knotenpunkte in Nord- und Mittelitalien möglich. Wer mit dem Auto aus Deutschland kommt, fährt meist über die Alpen, Norditalien und die Autobahnen Richtung Neapel und Salerno und wechselt dann auf die Küstenstraße.

Wann ist die beste Zeit, um die Amalfiküste zu besuchen?

Als besonders angenehm gelten der Frühling (April bis Anfang Juni) und der Herbst (September bis Oktober), wenn das Wetter meist mild ist und der Besucherandrang etwas geringer ausfällt als im Hochsommer. In den Monaten Juli und August ist es oft sehr heiß und voll, während der Winter ruhiger, aber mit eingeschränktem Angebot an Fährverbindungen und teilweise geschlossenen Hotels verbunden ist.

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