AMD, Aktie

AMD Aktie: Cashflow bremst Glanzquartal

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
AMD steigerte Umsatz und operative Marge im dritten Quartal; zugleich verringerte sich der freie Cashflow deutlich.
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Der Umsatz wÀchst um fast die HÀlfte, der Ausblick fÀllt stark aus, und die Aktie springt nachbörslich an. Trotzdem steckt im Quartalsbericht ein Wermutstropfen: Der freie Cashflow ist deutlich geschrumpft.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 45 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,09 Dollar, Analysten hatten mit 1,97 Dollar gerechnet. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich von 24 auf 29 Prozent. Nachbörslich legte die Aktie gut sieben Prozent auf fast 520 Dollar zu.

Rechenzentren als Motor

Den Sprung trÀgt fast allein das Data-Center-GeschÀft. Der Erlös dieses Segments kletterte um 97 Prozent auf 8,55 Milliarden Dollar, erwartet worden waren 8,2 Milliarden. Die Nachfrage nach KI-Hardware und Cloud-Anwendungen bleibt hoch.

Das PrivatkundengeschĂ€ft zeichnet ein gemischtes Bild. Die Sparte Client mit PC-Prozessoren wuchs um 7,2 Prozent auf 2,95 Milliarden Dollar und verfehlte die Erwartung knapp. Im Gaming-Segment brach der Umsatz um 40 Prozent auf 773 Millionen Dollar ein, ĂŒbertraf aber die befĂŒrchteten Werte.

Hohe Investitionen belasten die LiquiditÀt

Der Preis des Wachstums zeigt sich in der Kasse. Die Forschungsausgaben stiegen um 31 Prozent, die Investitionen erreichten 648 Millionen Dollar nach 258 Millionen im Vorjahr. Der freie Cashflow sackte um 64 Prozent auf 554 Millionen Dollar ab. Analysten hatten fast das Vierfache erwartet.

AMD versucht, den RĂŒckstand auf MarktfĂŒhrer Nvidia zu verringern. Das kostet Geld.

Ausblick und Kursbild

FĂŒr das vierte Quartal peilt das Management einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar an, bei einer Schwankungsbreite von drei Prozent nach oben und unten. Das wĂ€ren fast zwei Drittel mehr als im Schlussquartal 2025. Die Bruttomarge soll bei etwa 55 Prozent liegen, einen Prozentpunkt ĂŒber den Vorquartalen. Konzernchefin Lisa Su verwies auf die ungebrochene Nachfrage im Rechenzentrumsportfolio.

FĂŒr die Aktie kommt die Reaktion zur rechten Zeit. Nach dem Rekordhoch von fast 660 Dollar Anfang Oktober verlor das Papier rund 30 Prozent. Auf Jahressicht steht trotzdem ein Plus von 126 Prozent, der Börsenwert liegt bei etwa 790 Milliarden Dollar. Anfang Oktober ĂŒberschritt AMD zeitweise die Marke von einer Billion Dollar. Gelingt es dem Kurs, die nachbörslichen 520 Dollar zu halten, wĂ€re die Korrektur der vergangenen Wochen vorerst beendet.

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