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American Assets Trust: 200.000 Quadratfuß vorvermietet

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der REIT übertrifft beim operativen Ergebnis die Erwartungen, meldet aber ein gedämpftes Hotelgeschäft. Neue Mietverträge versprechen künftige Einnahmen.

American Assets Trust: FFO übertrifft Prognosen, Mietwachstum im Bürobereich
Modernes Bürogebäude mit Glasfassade bei Sonnenuntergang als Symbol für gewerbliche Immobilien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Immobilien-Investmentfonds American Assets Trust hat seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Während das Unternehmen beim operativen Ergebnis die Erwartungen übertreffen konnte, zeigt sich im Portfolio ein gemischtes Bild zwischen robusten Zuwächsen im Büro- und Einzelhandelssektor und einer leichten Abschwächung im Hotelgeschäft.

Solide Quartalszahlen trotz Sondereffekten

American Assets Trust meldete für das abgelaufene Quartal einen Gewinn aus dem operativen Geschäft (Funds from Operations, FFO) von 0,51 US-Dollar pro verwässerter Aktie. Damit lag das Ergebnis über den internen Prognosen des Unternehmens. Der Nettogewinn belief sich auf 0,09 US-Dollar je Aktie, was einem Gesamtwert von rund 5,18 Millionen US-Dollar entspricht.

Der Gesamtumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent auf etwa 109,5 Millionen US-Dollar. Das operative Ergebnis aus dem Bestand (Same-store cash NOI) verzeichnete ein Plus von 0,3 Prozent. Dieses Wachstum wurde jedoch durch eine einmalige Rückstellung im Bürosegment gedämpft, die sich auf etwa 1,2 Millionen US-Dollar belief. Ohne diesen Sondereffekt hätte das Plus bei den Bestandseinnahmen laut Unternehmensberichten 1,3 Prozent betragen.

Wachstumspotenzial durch neue Mietverträge

Besondere Aufmerksamkeit widmeten Analysten der Dynamik bei den Neuvermietungen. Im Bürosegment lag die Vermietungsquote zuletzt bei 84,4 Prozent. Dabei gelang es dem Management, neue Mietverträge für eine Fläche von 110.000 Quadratfuß abzuschließen, wobei die Mietpreise im Vergleich zu den Vorverträgen um 9 Prozent gesteigert werden konnten.

Noch bedeutsamer für die künftige Umsatzentwicklung ist das Volumen bereits unterzeichneter, aber noch nicht begonnener Mietverhältnisse. Diese umfassen eine Fläche von insgesamt 200.000 Quadratfuß. Sobald diese Mieter ihre Flächen beziehen, erwartet das Unternehmen zusätzliche jährliche Mieteinnahmen von mehr als 10 Millionen US-Dollar.

Im Einzelhandelsportfolio zeigt sich die Marktstellung von American Assets Trust besonders deutlich. Hier ist der Bestand mit einer Quote von 98 Prozent nahezu vollständig vermietet. Auch die Mehrfamilienhäuser weisen mit einer Auslastung von über 94 Prozent eine hohe Stabilität auf. In der Region San Diego konnten bei Vertragsverlängerungen in diesem Segment Mietsteigerungen von 5 Prozent durchgesetzt werden.

Herausforderungen im Hotelsektor und stabiler Ausblick

Ein differenziertes Bild ergab sich im Hotelbereich des REITs. Das operative Ergebnis dieses Segments sank von 2,9 Millionen auf 2,5 Millionen US-Dollar. Zwar stieg die Auslastung auf 90,5 Prozent an, doch der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) verbesserte sich mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent auf 308 US-Dollar nur moderat. Der CEO Adam Wyll verwies in diesem Zusammenhang auf einen gewissen Druck im Tourismussektor, betonte jedoch die insgesamt hohe Qualität der Standorte.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hält die Unternehmensführung an ihrer bisherigen Prognose fest. Erwartet wird ein FFO pro Aktie in einer Spanne von 1,96 US-Dollar bis 2,10 US-Dollar. Um die Aktionäre am Erfolg zu beteiligen, wurde eine Dividende von 0,34 US-Dollar pro Aktie beschlossen. Diese soll am 17. September an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Die finanzielle Basis des Unternehmens bleibt mit einer Liquidität von rund 610 Millionen US-Dollar stabil. Am gestrigen Freitag schloss die Aktie im US-Handel mit einem Minus von 2,04 Prozent bei 23,54 US-Dollar. Damit notiert das Papier aktuell rund 9,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 25,97 US-Dollar, das am 16. Juli markiert worden war. Die Verschuldung, gemessen am Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA, lag im Berichtsquartal bei einem Faktor von 6,7.

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