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Ameriprise Aktie: Neues 52-Wochen-Hoch bei 485,60 Euro

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 04:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ameriprise verzeichnet Rekordquartal mit 22% EPS-Wachstum, verwaltet 1,8 Billionen US-Dollar und investiert jährlich eine Milliarde in KI-Technologie.

Ameriprise Aktie erreicht neues Hoch: Rekordquartal und Milliarden-Investment in KI
Abstrakte Darstellung eines modernen Finanzbüros bei Sonnenuntergang als Symbol für steigende Marktwerte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ameriprise Financial hat an den Kapitalmärkten einen neuen Meilenstein erreicht. Die Aktie markierte am gestrigen Mittwoch ein neues 52-Wochen-Hoch von 485,60 Euro. Zeitgleich setzt der US-Finanzdienstleister seinen Expansionskurs im Kerngeschäft fort. Am gestrigen Mittwoch gab der Konzern bekannt, dass sich die Steinmetz Jackson Wealth Management Group dem Niederlassungsnetzwerk in Fort Lauderdale, Florida, angeschlossen hat.

Expansion und Wachstum des verwalteten Vermögens

Die Steinmetz Jackson Wealth Management Group wechselt von Janney Montgomery Scott zu Ameriprise und bringt laut einer Mitteilung von Business Wire mehr als 370 Millionen US-Dollar an Kundenvermögen in das Unternehmen ein. Dieser Neuzugang ist Teil einer Serie von Personalwechseln: Bereits am 20. Juli schloss sich der Privatkundenberater Kevin King, der zuvor für Edward Jones tätig war, dem unabhängigen Kanal von Ameriprise an und steuerte rund 160 Millionen US-Dollar an Kundenvermögen bei.

Diese Zuwächse spiegeln sich in der langfristigen Entwicklung des Unternehmens wider. In dem am Dienstag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten 10-Q-Bericht bestätigte Ameriprise, dass das gesamte verwaltete und administrierte Vermögen per 30. Juni 2026 die Marke von 1,8 Billionen US-Dollar erreicht hat. Dies entspricht einer Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Starke Quartalszahlen und Rekordproduktivität

Die am 23. Juli veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 bilden das Fundament für die aktuelle Kursstärke, die sich in einem Plus von 14,42 % seit Jahresbeginn zeigt. Das Unternehmen meldete für diesen Zeitraum einen bereinigten operativen Gewinn von 1,0 Milliarde US-Dollar. Der bereinigte operative Gewinn pro Aktie (EPS) kletterte im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 11,07 US-Dollar.

Der Nettoumsatz stieg um 13 Prozent auf 5,01 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war die Effizienz innerhalb der Organisation: Die Produktivität der Berater erreichte mit 1,2 Millionen US-Dollar pro Berater einen historischen Rekordwert. Um diese Dynamik beizubehalten, kündigte Ameriprise am 27. Juli an, jährlich eine Milliarde US-Dollar in technologische Innovationen und Künstliche Intelligenz zu investieren, um sowohl die Berater als auch das digitale Erlebnis für Kunden zu unterstützen.

Reaktionen der Analysten und Führungsebene

Auf die starken Quartalszahlen reagierten Fachleute positiv. Analyst Ryan Krueger von Keefe, Bruyette & Woods hob am 24. Juli das Kursziel für Ameriprise von 515 auf 545 US-Dollar an, behielt jedoch die Einstufung „Market Perform“ bei. Innerhalb der vergangenen sieben Tage konnte die Aktie bereits um 2,84 % zulegen.

Parallel zur Kursrallye kam es Ende Juli zu umfangreichen Aktientransaktionen durch die Konzernführung. Wie aus Pflichtmitteilungen hervorgeht, veräußerte Chairman und CEO James M. Cracchiolo am 28. Juli insgesamt 52.932 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 545,69 US-Dollar, nachdem er zuvor Optionen ausgeübt hatte. Am selben Tag verkaufte CFO Walter Stanley Berman 34.111 Anteile. William Jerryl Williams, President der Wealth Management Advisor Group, veräußerte am 29. Juli 16.104 Aktien.

Regulatorische Entwicklungen und Dividende

Im regulatorischen Bereich gab es zuletzt gemischte Nachrichten. Medienberichten zufolge schloss die Aufsichtsbehörde FINRA am Montag den ehemaligen Ameriprise-Berater Elias Chris Gerodemos dauerhaft aus, da dieser die Kooperation bei Ermittlungen zu illegalem Glücksspiel verweigerte. Das Unternehmen hatte sich bereits im Mai von ihm getrennt. Erfolgreicher verlief ein Rechtsstreit vor einem Schiedsgericht, das LPL Financial und einen ehemaligen Mitarbeiter am 24. Juli zur Zahlung einer Entschädigung an Ameriprise verpflichtete. Grund war das unzulässige Mitnehmen vertraulicher Kundeninformationen.

Anleger können derweil mit einer stabilen Ausschüttung rechnen. Das Board of Directors hat eine Quartalsdividende von 1,70 US-Dollar pro Stammaktie beschlossen. Diese wird am 21. August an jene Aktionäre ausgezahlt, die zum Stichtag am 3. August als Anteilseigner registriert waren.

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