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Amgen Aktie: Repatha senkt Sterberisiko um 20 Prozent

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 11:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amgen meldet für Repatha einen Überlebensvorteil bei Hochrisikopatienten und Analysten erhöhen ihre Gewinnschätzung für 2026.

Amgen: Repatha senkt Sterberisiko in großer Studie deutlich
Abstrakte Darstellung eines modernen pharmazeutischen Forschungslabors mit Fokus auf medizinische Innovation. Illustration mit AI erstellt.

Der US-Biotechkonzern Amgen hat am gestrigen Montag auf dem europäischen Kardiologie-Kongress (ESC) in München wegweisende Studienergebnisse für sein Cholesterin-Medikament Repatha präsentiert.

In der großangelegten VESALIUS-CV-Studie mit mehr als 12.000 Hochrisikopatienten senkte der Wirkstoff das allgemeine Sterberisiko um 20 Prozent. Dies gilt für Erwachsene, die zwar ein hohes Risiko aufweisen, aber bisher noch keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben.

Mit diesen Daten positioniert sich das Unternehmen stark im Bereich der Primärprävention. Repatha ist damit der bisher einzige PCSK9-Inhibitor, der einen solchen Überlebensvorteil in dieser speziellen Patientengruppe nachweisen konnte.

Deutliche Senkung des Sterberisikos durch Repatha

Die Untersuchung, deren Ergebnisse zeitgleich in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlicht wurden, erstreckte sich über einen Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 4,6 Jahren.

Ein statistisch signifikanter Überlebensvorteil kristallisierte sich dabei nach rund anderthalb Jahren kontinuierlicher Behandlung heraus. Neben der Gesamtmortalität reduzierte die Therapie auch das Risiko für den ersten sowie für nachfolgende schwerwiegende kardiovaskuläre Vorfälle.

Bereits nach sechs Monaten zeigte sich eine messbare Verringerung der Herzinfarktrate unter den Probanden. Die Patienten unter der Repatha-Therapie erreichten einen LDL-Cholesterinwert von im Mittel 45 Milligramm pro Deziliter.

Die Vergleichsgruppe, die lediglich ein Placebo erhielt, verzeichnete hingegen deutlich höhere Werte. Laut Amgen unterstreichen diese Resultate die Bedeutung einer frühzeitigen und konsequenten Senkung des Cholesterinspiegels bei Patienten mit hohem Risiko, noch bevor ein erstes klinisches Ereignis eintritt.

Analysten erhöhen Gewinnprognosen

Für den Konzern ist der Erfolg der Studie von hoher strategischer Bedeutung, da Repatha zu den zentralen Umsatztreibern gehört. Im Jahr 2025 erzielte das Medikament einen weltweiten Erlös von 3,02 Milliarden US-Dollar, was einem Anteil von acht Prozent am Gesamtaufkommen entsprach. Experten gehen davon aus, dass die neuen Daten die Basis für eine Erweiterung der Zulassung und verbesserte Erstattungsmöglichkeiten bilden könnten.

Parallel zu den medizinischen Fortschritten hoben Analysten zuletzt ihre finanziellen Erwartungen an. Die Erste Group Bank steigerte ihre Schätzung für den Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2026 auf 23,05 US-Dollar. Damit liegt das Analysehaus über dem aktuellen Marktkonsens.

Erst im August hatte Amgen zudem starke Zahlen für das zweite Quartal gemeldet, in dem der Umsatz auf über zehn Milliarden US-Dollar kletterte und damit die Erwartungen übertraf.

Kursentwicklung und Ausblick für Anleger

An der Börse wird die positive Entwicklung der Produktpipeline sowie die solide Geschäftslage honoriert. Die Amgen-Aktie notiert am heutigen Dienstag bei 368,65 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus für Anleger damit auf beachtliche 32 Prozent, womit der Wert zu den stärkeren Titeln im Sektor gehört.

Trotz des dynamischen Laufs verbleibt das Papier aktuell noch knapp unter seinem bisherigen 52-Wochen-Hoch, das am 25. August bei 382,75 Euro markiert wurde. Investoren blicken nun auf die kommende Dividendenzahlung von 2,52 US-Dollar je Aktie, die für den 11. September angekündigt ist.

Das Unternehmen setzt damit seine Politik fort, einen erheblichen Teil des freien Cashflows an die Aktionäre auszuschütten, während gleichzeitig hohe Summen in die Forschung und Entwicklung fließen.

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