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Amprius Aktie: CAMINUS übernimmt Zellfertigung

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 16:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Qualifizierungsfertigung läuft bereits; kommerzielle Produktion ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Amprius und CAMINUS starten Zellfertigung in Indianapolis
Hochmoderne industrielle Fertigung von Batteriezellen in einer Hightech-Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Amprius Technologies vergibt die Produktion seiner Siliziumanoden-Pouchzellen an den US-Auftragsfertiger CAMINUS. Wie die Partner heute bekanntgaben, soll die Fertigung im Werk in Indianapolis erfolgen, um Kunden aus der Luftfahrt, dem Verteidigungssektor und dem Bereich unbemannter Systeme zu beliefern. An den US-Märkten legte die Aktie im heutigen Handel leicht um 0,6 Prozent auf 9,73 USD zu.

Produktionsstart für Anfang 2027 avisiert

Die Vereinbarung zwischen Amprius und CAMINUS, vormals als EnPower bekannt, umfasst ein mehrstufiges Fertigungsmodell. Dieses reicht von der Teilmontage durch Amprius gelieferter Komponenten bis hin zur vollständigen Herstellung einsatzbereiter Batteriezellen. Neben Standardformaten sollen unterschiedliche Zellvarianten die Fertigungsstufen durchlaufen.

Die Qualifizierungsfertigung in Indianapolis hat bereits begonnen. Das Erreichen der kommerziellen Volumenproduktion ist für das erste Quartal 2027 geplant. Der Standort umfasst eine vertikal integrierte Produktionsfläche von 92.000 Quadratfuß.

Die dort aufgebaute Lieferkette erfüllt laut Angaben beider Unternehmen die Anforderungen nach Section 842 des US-Verteidigungshaushaltsgesetzes NDAA, was als zentrale Voraussetzung für Beschaffungsaufträge der Streitkräfte gilt.

Zum konkreten Abrufvolumen nannten die Vertragspartner offiziell keine Stückzahlen. Nach Informationen des US-Branchendienstes The Information zielt die Vereinbarung darauf ab, im Jahr 2027 Hunderttausende Drohnenbatterien herzustellen.

Schrittweiser Ausbau der Inlandsversorgung

Der Schulterschluss mit CAMINUS ermöglicht Amprius eine zügige Erweiterung der US-Lieferkapazitäten bei überschaubarem eigenen Kapitaleinsatz. Hintergrund ist die verstärkte Nachfrage nach heimischen Speichertechnologien, die durch Regierungsaufträge forciert wird.

Erst Ende September 2026 sicherte sich Amprius für das Projekt acCELLerate eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium über Mittel aus dem IBAS-Programm im Umfang von bis zu 75 Millionen US-Dollar. Von diesem rund 100 Millionen US-Dollar schweren Projekt sind derzeit rund 22 Millionen US-Dollar bewilligt.

Weitere Tranchen hängen von künftigen Haushaltsmitteln sowie dem Erreichen technischer Meilensteine ab. Ziel dieses Vorhabens ist es, bis Anfang 2028 eine jährliche Produktionskapazität von 12 Millionen Siliziumanodenzellen in den USA aufzubauen.

Geschäftlich untermauert dieser Kurs die Expansionspläne des Batterietechnologie-Unternehmens. Amprius hatte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 im August auf mindestens 140 Millionen US-Dollar heraufgesetzt.

Die nun eingeleitete Serienfertigung in Indianapolis soll sicherstellen, dass die wachsende Nachfrage nach NDAA-konformen Hochleistungszellen für unbemannte Flugsysteme bedient werden kann. Anleger honorieren die operative Entwicklung: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier einen Wertzuwachs von 23 Prozent.

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