Anthropic: Milliarden-Deal und IPO-Fieber
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
WĂ€hrend Anthropic in New York und anderen Finanzzentren um das Vertrauen kĂŒnftiger BörsenaktionĂ€re wirbt, sorgt das Unternehmen im Hintergrund fĂŒr einen der gröĂten Infrastruktur-Deals der KI-Branche. Zwei Entwicklungen zeigen, wie sich das Unternehmen gerade zwischen operativem Wachstum und Kapitalmarkt-DebĂŒt bewegt.
Riot Platforms wird zum KI-Stromlieferanten
Der frĂŒhere Bitcoin-Miner Riot Platforms hat mit Anthropic einen langfristigen Vertrag ĂŒber 9,1 Milliarden Dollar abgeschlossen, mit VerlĂ€ngerungsoptionen von bis zu 16,1 Milliarden Dollar. Die Laufzeit betrĂ€gt 20 Jahre, zusĂ€tzliche Optionen könnten sie bis 2048 verlĂ€ngern. Im Zentrum steht Riots Rechenzentrum in Rockdale, Texas â dort sollen bis Juni 2028 insgesamt 191 Megawatt RechenkapazitĂ€t fĂŒr Anthropic bereitstehen, erste 96 Megawatt bereits Ende 2027.
FĂŒr Riot ist der Deal Teil einer Neuausrichtung vom Bitcoin-Mining zum KI-Infrastrukturanbieter. Innerhalb weniger Monate hat das Unternehmen damit VertrĂ€ge ĂŒber insgesamt 241 Megawatt und langfristige UmsĂ€tze von 9,8 Milliarden Dollar eingesammelt â ein Beleg dafĂŒr, wie hungrig Anthropic nach Rechenleistung fĂŒr sein wachsendes ModellgeschĂ€ft ist.
IPO-Vorbereitung trifft auf kritische Fragen
Parallel zur Infrastruktur-Offensive bereitet sich Anthropic laut einem Bericht des Wall Street Journal auf einen Börsengang vor, der im September oder Anfang Oktober stattfinden soll â potenziell einer der gröĂten BörsengĂ€nge der Geschichte. Das Unternehmen wird derzeit mit rund 965 Milliarden Dollar bewertet. Konkurrent OpenAI dĂŒrfte seinen eigenen Börsengang erst spĂ€ter, womöglich erst 2027, vollziehen.
In vorbereitenden InvestorengesprĂ€chen mussten sich FĂŒhrungskrĂ€fte um Chief Executive Dario Amodei kritischen Fragen stellen: zur Konkurrenz gĂŒnstigerer chinesischer KI-Systeme, zu Spannungen mit der US-Regierung und zum wachsenden Widerstand gegen neue Rechenzentren in den USA. Amodei begegnete den Sorgen um chinesische Systeme mit dem Argument, Nutzer wĂŒrden ohnehin die leistungsfĂ€higsten Modelle bevorzugen â und diese lĂ€gen weiterhin bei Anthropic und vergleichbaren US-Anbietern.
Der Riot-Deal liefert dabei ein handfestes Argument fĂŒr die IPO-GesprĂ€che: Er zeigt, dass Anthropic langfristige Verpflichtungen ĂŒber Jahrzehnte eingehen kann und genug Kapitalzugang hat, um seine RechenkapazitĂ€ten deutlich auszubauen. Ob das reicht, um die Bedenken der Investoren zu den chinesischen Billig-Modellen und dem politischen Gegenwind auszurĂ€umen, dĂŒrfte sich in den kommenden Wochen bei weiteren GesprĂ€chen vor dem geplanten Börsengang zeigen.
Anthropic-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Anthropic-Analyse vom 11. August liefert die Antwort:
Die neusten Anthropic-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Anthropic-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Anthropic: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
