Apple Aktie: Jefferies senkt Kursziel auf 263,66 Dollar
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Apple-Aktie steht am heutigen Mittwoch unter Druck, da eine markante Herabstufung durch das Analysehaus Jefferies und Sorgen um die künftige Gewinnmarge die Stimmung belasten. Zwar konnte der Technologiekonzern für das dritte Geschäftsquartal ein Rekordergebnis vorweisen, doch dämpfen Lieferkettenprobleme und die Streichung innovativer Produktpläne die Erwartungen der Investoren für die kommenden Monate.
Jefferies warnt vor Margenverfall und iPhone-Risiken
Die Analysten von Jefferies haben Apple heute von „Buy“ direkt auf „Underperform“ herabgestuft und das Kursziel deutlich von 285,56 US-Dollar auf 263,66 US-Dollar gesenkt. Damit gehört das Haus nun zu einer wachsenden Gruppe von Skeptikern; mittlerweile raten sechs Institutionen zum Verkauf des Papiers — ein Höchstwert seit dem Jahr 2012. Die Experten begründen diesen Schritt mit zunehmenden Sorgen um die iPhone-Nachfrage und einem schwieriger werdenden Marktumfeld.
Zusätzlich belasten Berichte über strategische Rückschläge in der Produktentwicklung das Sentiment. Medienberichten zufolge wurde die Planung für ein vollständig aus Glas gefertigtes iPhone aufgrund von Produktionsschwierigkeiten gestrichen. Das erwartete faltbare iPhone wird zudem nur als Nischenprodukt mit einem Preis von über 2.000 US-Dollar eingestuft, was das Potenzial für massenmarkttaugliche Impulse in naher Zukunft einschränkt. Aktuell notiert die Aktie bei 262,25 Euro, was einem Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht.
Rekordquartal mit Schattenseiten bei der Gewinnprognose
Dabei blickt das Unternehmen eigentlich auf ein erfolgreiches Juni-Quartal zurück. Apple meldete einen Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte um 29 Prozent auf 2,02 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Besonders stark zeigten sich die Sparten iPhone mit 54,3 Milliarden US-Dollar Umsatz sowie das Dienstleistungsgeschäft.
Trotz dieser Rekordwerte trübt der Ausblick die Zuversicht. Apple warnte davor, dass die Bruttomarge in den nächsten sechs Monaten um fast drei Prozentpunkte fallen könnte.
Steigende Kosten für Speicherbausteine und anhaltende Lieferengpässe werden als Hauptgründe für diesen prognostizierten Rückgang genannt. Analysten von Daiwa zeigten sich hingegen optimistischer und hoben ihr Kursziel von 325 auf 335 US-Dollar an, während sie die Aktie weiterhin mit „Outperform“ bewerten.
Lieferketten-Probleme und institutionelle Umschichtungen
Ein zentraler Belastungsfaktor bleibt die Beschaffung kritischer Komponenten. Apples Versuche, Speicherchips von chinesischen Anbietern wie CXMT zu beziehen, stoßen auf regulatorische Hürden in den USA. Da CXMT auf US-Sanktionslisten steht, ist eine Genehmigung für maßgeschneiderte Chips höchst unwahrscheinlich.
Angesichts einer weltweiten Knappheit und sich vervierfachender Preise für Speicherchips steht der Konzern unter Druck, seine Lieferketten weiter zu diversifizieren oder die Produktion stärker in die USA zu verlagern, was Experten jedoch als kostenintensiv und langwierig einstufen.
Während institutionelle Anleger wie Evelyn Partners ihre Positionen im ersten Quartal 2026 um 4,7 Prozent auf über 410.000 Aktien ausbauten, reduzierten andere Häuser wie Jessup Wealth Management ihre Bestände leicht.
Für kurzfristig orientierte Anleger bleibt die Kursentwicklung volatil: Mit dem aktuellen Niveau notiert das Papier rund 13 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 301,80 Euro. Für bestehende Aktionäre steht am morgigen Donnerstag die Auszahlung der Quartalsdividende in Höhe von 0,27 US-Dollar je Aktie an.
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