Arteris, Aktie

Arteris Aktie: Wachstum trifft Verlust

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 03:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Halbleiteranbieter übertraf die Umsatzprognose und verbesserte den bereinigten operativen Verlust, während der GAAP-Verlust zunahm.
Abstraktes, hochwertiges Bild einer technologischen Leiterplatte mit blauem und goldenem Licht als Symbol für Halbleiter. Illustration mit AI erstellt.

Arteris liefert im dritten Quartal Rekordwerte, schreibt aber weiter rote Zahlen. Der Umsatz übertraf die Erwartungen deutlich, während die Aktie zuletzt kräftig unter Druck stand.

Umsatz springt um fast die Hälfte

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 48 Prozent auf 25,8 Millionen Dollar. Der Markt hatte mit rund 24,5 Millionen Dollar gerechnet. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie meldete der Halbleiter-Technologieanbieter einen Verlust von 0,02 Dollar, erwartet waren 0,04 Dollar Verlust.

Die wichtigste Kennzahl für die künftige Entwicklung wuchs ebenfalls stark: Der Annual Contract Value plus Royalties erreichte 103,8 Millionen Dollar, ein Plus von 39 Prozent. Die variablen Lizenzeinnahmen der vergangenen zwölf Monate legten um 71 Prozent zu. Die vertraglich gesicherten, noch nicht realisierten Erlöse (RPO) summieren sich auf 135,5 Millionen Dollar.

Verlust bleibt, Bereinigung hilft

Nach US-GAAP weitete sich der operative Verlust auf 11,3 Millionen Dollar aus, nach 8,7 Millionen im Vorjahresquartal. Der Nettoverlust betrug 11,2 Millionen Dollar oder 0,23 Dollar je Aktie.

Bereinigt sieht das Bild freundlicher aus. Der operative Verlust schrumpfte auf 1,2 Millionen Dollar, nach 3,5 Millionen ein Jahr zuvor. Herausgerechnet werden unter anderem aktienbasierte Vergütung, Abschreibungen auf Zukäufe und Kosten der Cycuity-Übernahme.

Hyperscaler und Autohersteller bei den Kunden

Chef Charles Janac verwies auf große Lizenzabschlüsse mit einem führenden US-Hyperscaler und zwei weiteren Halbleiterunternehmen. Hinzu kam ein Abschluss mit einem großen Autohersteller, der Arteris-Technik für mehrere Generationen eigener Chips einsetzt. Ein Drittel der Lizenzerlöse nach Wert stammte von den 30 größten Technologiekonzernen.

Arteris überschritt zudem die Marke von 1.000 bestätigten Chipdesign-Starts. Laut einem begleitend veröffentlichten Report stieg der Anteil KI-bezogener Projekte von 4 Prozent in den Jahren 2010 bis 2014 auf 50 Prozent im Zeitraum 2021 bis 2025. Rechenzentrums- und Cloud-Anwendungen kommen inzwischen auf 43 Prozent der Design-Starts.

Aktie unter Druck

Die Aktie schloss zuletzt bei 15,93 Dollar. In den vergangenen drei Monaten verlor sie rund 46,5 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten liegt sie noch gut 10 Prozent im Plus. Die Zahlen fielen nach Handelsschluss in den USA. Wie der Markt sie am Freitag aufnimmt, ist offen.

Das Unternehmen hat zugleich seine Prognose für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 aktualisiert. Die Details nannte Arteris in einer Telefonkonferenz am Donnerstag.

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