ASML: 1,88 Euro Zwischendividende ausgezahlt
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 00:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
ASML Holding hat am heutigen Mittwoch die Zwischendividende für das Geschäftsjahr 2026 an seine Aktionäre ausgezahlt. Je Stammaktie fließen den Anteilseignern 1,88 Euro zu, wie der niederländische Lithografie-Ausrüster mitteilte. Die Ausschüttung fällt in eine Phase, in der die Aktie nach einer kräftigen Erholung der vergangenen Wochen wieder etwas Federn lässt.
Der Kurs notiert aktuell bei 1.469,60 Euro und gibt damit 0,92 Prozent nach. Zum Rekordhoch von 1.748,00 Euro, das die Aktie erst kürzlich markierte, fehlen inzwischen 15,93 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen steht dennoch ein Plus von 8,60 Prozent, während der Monatsblick mit einem Minus von 7,94 Prozent die jüngste Konsolidierung nach dem starken Anstieg zeigt. Seit Jahresbeginn liegt das Papier weiterhin deutlich im Plus.
Analysten mit überwiegend positivem Blick
Rund um den vergangenen Montag verdichteten sich mehrere positive Einschätzungen zu dem Chipausrüster. Bernstein kürte ASML zu seiner „Top Investment Idea“ für das dritte Quartal 2026, bekräftigte die Einstufung „Outperform“ und nannte ein Kursziel von 2.500 Euro. Begründet wurde dies mit der steigenden Lithografie-Intensität in der Produktion von KI-Chips. Rothschild & Co Redburn stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und hob die Gewinnschätzungen für den Zeitraum 2026 bis 2030 um 7 bis 17 Prozent an – als Treiber nannte das Analysehaus die zunehmende Verbreitung der High-NA-EUV-Technologie. Auch Goldman Sachs zeigte sich zuversichtlich und nahm ASML in seine „European Conviction List“ auf, mit Verweis auf eine verbesserte Sichtbarkeit bei Kapazitätserweiterungen im Logic- und DRAM-Segment.
Nicht jede Stimme der vergangenen Monate war so optimistisch. Bereits im Oktober 2025 hatte New Street Research die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ zurückgestuft und ein Kursziel von 790 Euro genannt. Die Begründung damals: Sorge vor einer möglichen Spitze der KI-bedingten Investitionswelle im Jahr 2027 und schwacher Wachstumssichtbarkeit über 2026 hinaus. Die aktuelle Kursbewegung unterhalb des Allzeithochs deutet darauf hin, dass die Anleger zwischen diesen gegensätzlichen Szenarien noch keine klare Richtung gefunden haben.
Operatives Geschäft liefert Rückenwind
Fundamental steht ASML derzeit gut da. Im zweiten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 9,3 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 2,9 Milliarden Euro, was einem Gewinn je Aktie von 7,59 Euro entspricht. Für das Gesamtjahr hob ASML die Umsatzprognose deutlich an – auf eine Spanne von 43 bis 45 Milliarden Euro, nach zuvor 36 bis 40 Milliarden Euro. Die Bruttomarge soll zwischen 54 und 56 Prozent liegen.
Technologisch untermauerte das Unternehmen seine Position mit der Ankündigung, dass die High-NA-EUV-Systeme der Baureihe Twinscan EXE:5000 einen „Reifegrad“ für die Serienfertigung bei Logic-Kunden erreicht hätten. Intel bestätigte kurz darauf den Start der Hochvolumenfertigung seiner Core-Ultra-Series-3-Prozessoren auf Basis dieser High-NA-EUV-Lithografie. Personell hatte ASML bereits im Oktober 2025 den langjährigen Mitarbeiter Marco Pieters auf den neu geschaffenen Posten des Chief Technology Officer berufen, um die Weiterentwicklung der EUV- und High-NA-Systeme zu verantworten; im April dieses Jahres rückte Pieters zusätzlich in den Vorstand auf.
Parallel dazu setzt ASML sein Aktienrückkaufprogramm fort. Zwischen dem 13. und 17. Juli erwarb das Unternehmen 121.302 eigene Aktien im Gesamtwert von rund 188,1 Millionen Euro – ein Baustein des auf 2026 bis 2028 angelegten Rückkaufprogramms mit einem Volumen von 12,0 Milliarden Euro. Auf Investorenseite zeigte sich zuletzt ein gemischtes Bild: Institutionelle Anleger passten ihre Positionen im zweiten Quartal unterschiedlich an, während mit Empowered Funds LLC auch ein neuer Investor eine Beteiligung aufbaute.
Die nächste Standortbestimmung folgt am 15. Oktober, wenn ASML die Zahlen zum dritten Quartal 2026 vorlegt. Bis dahin dürfte die Aktie zwischen der zuversichtlichen Analystenlage und der jüngsten technischen Abkühlung unterhalb des Rekordhochs schwanken.
ASML Holding-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ASML Holding-Analyse vom 6. August liefert die Antwort:
Die neusten ASML Holding-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ASML Holding-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ASML Holding: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
